Tagebuchreihe 13-Tage-Woche: Tag 7

Tag 7

Auch wenn es schon der 11.09. ist, spreche ich nach wie vor eigentlich noch vom 7 Arbeitstag. Denn Tag Nummer 8 beginnt eigentlich erst mit dem Frühdienst, beziehungsweise später dann mit der zweiten Nacht. Was eigentlich in diesem Fall die dritte innerhalb von einer Woche ist. Das kann man jetzt glauben, ob man will oder auch nicht.

Obwohl ich vollkommen im Eimer bin, sitze ich immer noch hier und kann nicht schlafen. Bin wach. Trotz ruhe im Haus und laufendem TV. Eigentlich ist Fernsehen so meine Geheimwaffe um mich zum Schlafen zu bekommen. Aber heute will es nicht so ganz klappen.

Hatte ich ja heute recht viel Zeit, bis ich zum Arbeiten durfte. Allerdings verschlief ich sehr viel davon. Bis ca 10:30 Uhr. Ganz zu schweigen davon, dass ich wieder mal lange brauchte um in die Puschen zu kommen. Dementsprechend düste ich dann Mittags gleich in die Reitstunde. Die mich ein Stückweit wieder auf den Damm brachte. Mich kurzzeitig mal abschalten ließ. Aber wirklich nur für eine kurze Zeitspanne.

Nach der Stunde und dem allgegenwärtigen Kaffeeklatsch danach, kam ich etwas ins Rödeln. Musste mich schließlich noch umziehen und meine Sachen für die Nacht holen. Demnach machte ich nur einen kurzen Abstecher bei meinen Tierchen beim Elternhaus. Reitsachen umziehen, Mausi und Bubi kurz kuscheln und dann wieder weiter.

Hier war dann der Punkt erreicht, der mich dann zum Explodieren brachte. Mein Dad meinte nur knapp zu mir „Bist gerade aber nicht ganz fit und auch nicht gut drauf oder?“ Was mich wiederum dazu veranlasste, in säuerlichem Ton von mir zu geben, dass es tatsächlich so ist. Wie sollte es denn auch sein, wenn man inzwischen den 7 Tag Arbeit antritt und immer noch 6 Tage vor sich hat. Man wiederholt der Pfosten ist, der so lange durcharbeitet und es mich einfach nur annervt. Und dann soll man immer noch grinsend in der Gegend rumspringen und gute Laune haben.

Bedankt hat sich dafür auch noch keiner bei mir. Man nimmt es so hin und macht nichts. Die anderen haben da ja auch leicht reden, scheint keiner mehr als 4 oder 5 Tage am Stück zu arbeiten. Vielen Dank auch. Es stinkt mir im Moment einfach.

Als ich heute dann in der Arbeit aufschlug, hing ich eigentlich nur noch da wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Macht mir mein Gesundheitszustand gerade wieder etwas zu schaffen. Besser gesagt mehr als zuvor.

Fasse mich jetzt einfach kurz, nachdem ich eigentlich noch duschen möchte.

Ich werde morgen die Reißleine betätigen und mich beim Frühdienst krank melden mit der Bitte für mich einen ERsatzt für den Nachtdienst zu suchen. Montag werde ich dann zum Hausarzt gehen bzw. zu dessen Vertretung und mich krankschreiben lassen.

Tagebuchreihe 13-Tage Woche: Tag 2

Tag 2
Tag zwei habe ich nun auch geschafft. Der Frühdienst ist für mich heute ausgefallen, zum Glück. Hätte ich nach dem gestrigen Konzert wahrscheinlich garnicht gepackt. Habe heute bis 11 Uhr geschlafen. Kam aber ziemlich langsam in die Gänge.
Vormittags viel mir bereits auf, dass ich leichte Halsschmerzen habe und am Unterkiefer eine Schwellung zu finden ist, die sich anfühlt wie Muskelkater. Ich ließ mich aufklären, dass dies durchaus ein geschwollener Lymphknoten sein könnte. Während der Arbeit wurde dies irgendwie immer schlimmer. Aber irgendwie zieht man die paar Stunden dann doch durch.
Ich hatte heute zum teil wirklich das gefühl zu rödeln. Da ich für 3 Bewohner verantwortlich war. Auch wenn wir zu dritt und ab 18 Uhr zu viert waren. War es trotzdem viel zu tun. Von Baden über pflegen bis hin zum Abendessen und neben her noch Wäsche usw. machen.
Ich bin heute schon ziemlich geschafft. Zumal ich wiederholt nicht pünktlich gegangen bin. Da wir noch diverses zu tun hatte. Unter anderem einen Feedbackbogen für eine Hospitantin zu machen. Bei der es nicht mal sicher ist, ihrer Seits, ob sie überhaupt bei uns anfangen möchte. Danach noch ein kurzes Gespräch mit meiner Kollegin hatte, wegen der aktuellen Situation. Nun ja. Inzwischen bin ich zu Hause, habe Halsschmerzen, die Zigarette schmeckt nicht und meine Pizza habe ich gerade mal zur Hälfte gegessen, weil ich keinen wirklichen Hunger habe.
Ich habe leider so den Verdacht, dass ich irgendwie die erste sein werde, die es aus den Latschen hebelt. Aber auf die Gesundheit muss man achten und wenn es nicht geht, geht es nicht. Ich kann ja schlecht die Bewohner anstecken. Ich werde morgen bei meinem Hausarzt anrufen und einen Termin für übermorgen, nach dem Nachtdienst, ausmachen. Bezweifle ich nämlich stark, dass es bis morgen besser ist.

Was für eine Woche, Wochenvorschau

Was für eine Woche.

Theoretisch gesehen, wollte ich bereits mehrfach, eine Wochenvorschau von mir geben, für die nächste Woche. Allerdings hat das geschlagene 4 Tage (fast) nicht geklappt. Denn über den Internetexplorer konnte ich WordPress nicht mehr öffnen. Darüber hatte ich ja bereits berichtet. Hatte mich dann an das Forum gewand, konnte mit den Mitteilungen und Antworten, die ich bereits las, nicht viel anfangen.

Ich beherzigte dann, den Tipp eines Blogkollegen, der ein ähnliches Problem hatte. Er wechselte dann den Webbrowser. Und siehe da, es funktioniert wieder. Jippi!!!

Wochenvorschau

Es wird nächste Woche eine neue, 13 Teilige Reihe, meinerseits geben. Eine Art Tagebuch. Als Anlass dafür, wurde von mir meine, ab heute, 13 Tage Arbeitswoche genommen. Ich werde darüber Berichten, wie es mir in diesen 13 Tagen am Stück ergeht. Was passiert ist, wie es mir geht, was ich davon halte. Wie es mir danach geht.

Ich denke das es wahrscheinlich Vorhersehbar sein wird, dass es mir nach einer bestimmten Zeit, nicht mehr so wahnsinnig gehen wird. Es darauf hinaus läuft, dass ich fix und durch bin. Meine Motivation im Keller. Erholung null.

Wie sich der Dienstplan zusammensetzt? Nun ja, aus ganz normalen Diensten eben. Darunter 3 Nachtdienste. Haufenweise Fortbildungen und so weiter. Es wird anstrengend werden. Vor allem die Tatsache, sich in Fortbildungen zu setzten, die man schon zwei mal gehört hat.

Beginnen wird das Tagebuch heute. Der Beitrag wird aber wahrscheinlich erst heute Nacht irgendwann online gehen. Denn mein Arbeitstag beginnt heute erst um 17 Uhr und endet gegen 01:00 Uhr Nachts. Wir werden sehen 🙂

P.S.: Die Reihe wird wie folgt heißen: Tagebuch Reihe 13-Tage-Woche: Tag xy

Die nächtliche Backerietis, oder wenn man in der Bereitschaft nicht schlafen kann

Nachtdienst. Einer dieser Nachtdienste an denen ich nicht schlafen kann. Gefühlt stündlich zum Rauchen auf den Balkon im 1. Stock schleiche. Im EG möchte ich nicht rauchen. Habe ich zu viel bammel, ich könnte jemanden übersehen, der dort durchläuft. Habe ich vor einigen Wochen erst eine etwas erschreckende Erfahrung im Nachtdienst gemacht. Dazu aber später.

Einer dieser schlaflosen Nachtdienste, an denen ich wieder mal anfange zu backen. Ist ne merkwürdige Angewohnheit von mir. Fernseher an, Backzeug her. Und los geht’s mit dem Gewerkel und das mitten in der Nacht.

Die Sache mit dem Backen

Ist ein ganz netter Zeitvertreib wenn man des Nachts nicht schlafen kann. Gerade dann, wenn man weiß es ist Wochenende, das Haus gerammelt voll und man könnte damit den Bewohnern als auch Kollegen eine kleine Freude machen. Weil ja Wochenende ist.

Abgang in den Vorratsraum. Vorstellung davon, was ich mache, habe ich schon. Dies und das. Allerdings muss ich mich dann immer wieder etwas in meiner Vorfreude bremsen. Denn meistens ist nicht mal die Hälfte der Zutaten im Haus. Weshalb ich letztlich dann doch immer wieder beim üblichen Hefezopf lande. Naja. Wollte ich ja kürzlich Vorrat kaufen. Ging aber nicht. Nicht genügend Geld da. Hat gerade mal für den Wocheneinkauf gelangt. Der aber auch nicht sehr üppig ausgefallen war. Hätten sie mal lieber mich aussuchen lassen sollen. Einkaufen ist da aber so ne andere Klasse.

Zurück zum Backen. Fabriziere ich also wieder mal einen Hefezopf. Wieder mal. Nun gut, so oft kommt es auch nicht vor. Habe ich schließlich nicht dauernd Nachtdienst, auch wenn es mir oft so vor kommt. Alles gemischt, teigt gegangen, Produkt im Ofen. Ich döse auf dem Sofa ein. Schrecke hoch. Gott sei Dank, der Zopf ist noch nicht verkockelt.

Prima. Bin nun wieder hell wach. Was tue ich jetzt? Vor mich hin wurschteln. Auf schöneres Wetter warten.

Am nächsten Tag und die Kollegen

Ein Bewohner hat es mir inzwischen schon mal mitgeteilt. Ich solle ja nicht auf die Idee kommen, damit aufzuhören, mit dem Backen im Nachtdienst. Weil ich immer so coole Sachen fabriziere. Ihn würde es immer total freuen, wenn es auch mal was anderes gibt.

Manche Kollegen sehen dies jedoch irgendwie etwas anders als mein lieber Bewohner. Am nächsten Tag läuft es dann folgender maßen ab. „Du hast gebacken?“ „Ja sieht ganz danach aus, als hätte ich das getan. Ich konnte nicht schlafen.“ „Schaut gut aus. Aber xy mag das nicht und yz sowieso nicht.“ „Schon mal probiert?“ „Nö“ „Woher weißt du dann, dass er es nicht mag?“ betretenes schweigen.

Oder es läuft so: „Poa geil, du hast heute nacht gebacken! Hast wieder nicht schlafen können oder?“ „Nö, scheinbar konnte ich das nicht.“ „Das sieht voll lecker aus und riechen tuts auch voll gut.“ „Freut mich.“ „Ich glaub da muss ich mir auch ein Stück nehmen von.“ „Osterbrot schmeckt übrigens besonders gut mit Marmelade, oder mit Schinken.“ „Echt jetzt? Haben wir Schinken da?“ „Weiß nicht, schau nach, glaube aber nicht.“

Was ich kürzlich zu hören bekam

Als ich vor einiger Zeit zur zweiten Nacht in Folge kam

Badtür scheppert auf.

„Ach du bist es. Du ich hab ein Anliegen. Bitte heute nicht Backen. Es sind fast keine Bewohner da und wir waren heute auf einem Ausflug. Außerdem hatte heute fast keiner Hunger. Von dem letzten Kuchen ist noch gut was da.“

Okay, zur Kenntnis genommen. Alles in Ordnung. Koch ich eben Rührei zum Frühstück. Tuts aus. Bin heute außerdem viel zu müd. Keine Lust zum Backen. Andermal vielleicht wieder.

Kurze Zeit später, die nächste Kollegin.

„Poa, du hast letzte Nacht schon wieder gebacken! Es sind kaum Bewohner da und es isst keiner was davon. Außerdem, ist das Zeug was du da gemacht hast, total hart. Bekommt ja kein Mensch Runter. Und für xy müsste man es eh in den Mixer stecken.“

„Das ist kein Dingsbums, das sind selber gemacht Müsliriegel.“

„Ist ja egal jetzt, was es ist. Auf jeden Fall, hat kein Mensch davon was gegessen und die Stehen immer noch da.“

(Frage an mich selbst, es hat kein Mensch was von den Riegeln gegessen, sie sind aber stein Hart und man bekommt sie nicht runter? Kapier ich nicht)

„Kann man ja morgen auch noch essen, die werden ja nicht schlecht.“

„Es geht halt einfach ums Prinziep….“

Daraufhin ins andere Geschoss verschwunden. Müslirigel kosten. Stein hart. Was ist denn an den Riegeln stein hart? Die sind Butter weich und man kann gut runter beißen. Naja könnt etwas süßer sein.

Kollegin 1, kam derzeit nochmal zu mir.

 „Du das war frei nicht böse gemeint vorhin. Ich wollte dir das nur sagen. War halt bisi viel heute.“

„Schon okay. Sind ja noch länger haltbar die Teile. Außer man befindet sie wirklich für zu hart. Oder zu unsüß“

 „Die sind doch gar nicht hart! Außerdem schmecken die echt gut.“

Auch von anderen Kollegen bekam ich lob für die guten Müsliriegel, die viel zu hart waren (angeblich), die keiner essen wollte (angeblich) und die nicht süß genug wären (angeblich)

Was die Chefin davon hält

Meine Chefin und Kollegin, kam vor einiger Zeit auf mich zu. Sie mache sich sorgen. Ich würde ja nachts immer so viel Backen. Ob ich das nicht ein bisschen einschränken könnte. Auch ihr erklärte ich gerne nochmal, dass ich anfangs im Nachtdienst überhaupt nicht schlafen konnte und auch 9 Monate später noch immer so hin haut.

Laut ihrer Ansicht sollte ich aber schlafen. Ob ich könne oder nicht, spielte hier wohl keine Rolle. Ich sollte doch dann lieber TV schauen und versuchen zu schlafen. Lesen wäre doch auch eine Idee. Danke vielmals für diese Verständnislosen ääää Verständnisvollen Tipps. Wäre ich selber nie drauf gekommen.

Weiter im Text. Das Backen in der Nacht halte sie für keine gute Idee. Ich sollte doch lieber Bewohner mit dazu nehmen. Lieber Tagsüber mit den Bewohnern zusammen Backen. Mir einen schnappen und einfach machen. Äm. Wie jetzt? Wann soll ich das denn Tagsüber machen, wenn nie Zeit dafür ist? Das habe ich natürlich nicht gesagt. Meine Antwort war viel schlagfertiger. Berief ich mich nämlich auf die Erfolgssicherung. Müsste ich doch neue Backrezepte erst mal ausprobieren und verbessern. Um zu wissen wie es geht, damit es dann zusammen mit dem Bewohner klappt und gelingt. Wollen wir ja wie gesagt den Erfolg und das Ego der Bewohner stärken. Das Ego ist nämlich bei manchen etwas angeknackt. Wobei man natürlich auch die Frustrtionstolleranz nicht ganz vergessen darf.

Meine Chefin könne das natürlich voll und ganz verstehen. Aber ich könnte das ja auch mit einem fitteren Bewohner ausprobieren. Dann könnte ich ja einfach mal mit Bewohner xy, einen kleinen Zopf machen. Weniger Teig machen und dann eben Backen.

Sonderlich weit kamen wir mit unserem Gespräch jedoch nicht. Unsere Ansichten und Meinungen schienen sich hierbei nicht ganz einige zu werden.

Die Sache mit der Elternarbeit

Wie man bereits von mir hörte, ich, das Fräulein, arbeitet in einer WG für schwerst mehrfach Behinderte Menschen. Zwei Stationäre Gruppen, für Menschen die einen sehr hohen Unterstützungs- und Pflegebedarf haben. 6 Appartments mit ambulant Betreuten, deren Unterstützungsbedarf etwas geringer ist, wobei das auch nicht immer zu 100 % zutrifft.

Was mich in Alltag in der WG immer wieder ereilt: ELTERNARBEIT. Diese gehört dazu, ob ich will oder nicht. Zumal die meisten Eltern unserer zu Betreuenden, die gesetzliche Betreuung für ihre Kinder haben. Heißt, sie sind deren Vormund. Wie bei Minderjährigen deren Eltern eben. Aber nur weil ein Mensch eine Behinderung hat, hat dieser nicht automatisch eine Betreuung. Solange der Betreffende noch minderjährig ist, haben die Eltern die Vormundschaft. Sobald das 18 Lebensjahr erreicht ist, läuft diese, wie bei jedem anderen auch, ab und der Betroffene ist im Grunde Herr der Lage.

Kurz um, die gesetzliche Betreuung muss beantragt werden. Über das Amtsgericht, wenn ich mich nicht ganz irre. Ein Gerichtshelfer oder Gerichtspfleger kommt dann auf Besuch, schaut sich den Betroffenen an. Es kommt zu einer Verhandlung, bei der auch der Betroffene anwesend zu sein hat. Der Richter macht sich ein Bild, ob eine Betreuung aufgrund der Behinderung notwendig ist. Der Betroffene, darf sich zu der Sache dann auch selbst äußern, sofern es ihm möglich ist. Die Betreuung ist dann, auf einen bestimmten Zeitraum befristet. Danach geht das ganze Zienober von vorne los. Anhörung, Verhandlung, Entscheidung. Könnte ja sein, dass sich innerhalb von 2 Jahren die Behinderung gebessert hat und der Betroffene gar keine Betreuung mehr benötigt.

Lange Rede, kurzer Sinn. Im Grunde wollte ich auf die Elternarbeit hinaus. Das Eltern natürlich nur das Beste für ihr Kind wollen, ist klar. Aber, im Bereich der Behindertenarbeit, empfinde ich die Eltern oft als weitaus Anstrengender, als andere Eltern. Man muss jedoch unterscheiden.

Die Lockeren

Dieser Teil der Eltern ist zwar in der Unterzahl, jedoch trotzdem Vorhanden. Diese Gruppierung ist die Angenehmste von allen. Sie Befürworten so ziemlich alles, was man Fördertechnisch mit den Kindern vor hat. Gespräche verlaufen meist sehr harmonisch und entspannt. Sie möchte zwar gerne über einiges Informiert werden. Sehen vieles aber weitaus lockerer. Denn, ihr Kind ist nun erwachsen und führt ein eigenes Leben.

Die übervorsichtigen oder die, welche nicht loslassen können

Übervorsichtige Eltern gibt es überall.. Egal wo man hinsieht. Im Alltag merkt man es eigentlich wenig. Dafür um so mehr wenn diese anwesen oder am Telefon sind. Mehrfaches und ständiges nachfragen, wie es dem Kind geht. Ständiges hinterherrennen, und begutachten ob man wirklich alles macht. Ob Medikamente verabreicht werden, Betreuungsstunden eingehalten werden. Vieles wird in Frage gestellt. Ganz nach dem Motto, kann das mein Kind überhaupt?

Die Penentranten

Diese Gruppe der Eltern, ist eine der etwas schwierigeren. Teilweise auf dem Film „Mein armes Kind“, verhätschelnt und verziehend. Dem Kind jeden Wunsch erfüllend, es nichts selber machen lassen. Wobei man das eigentlich auch in die Vorherige Gruppe einpacken hätte können. Allerdings sind diese gegenüber den Betreuer teils ziemlich anstrengend. Regelmäßige Emails oder Anrufe, um zu erklären, wie man seine Arbeit zu tun hat. Ständiges erfragen nach diversen Umständen. Limiteinrichtung der Konten, damit ja nicht mehr als ein bestimmter Betrag pro Woche vom Konto abgehoben werden kann. (Nennt sich übrigens auch Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den Betreuer, da dieser nicht gleich für 1 Monat im Vorraus das Geld holen kann um dieses Auszahlen zu können. Sondern man muss Wöchentlich zur Bank rennen um Geld zu holen). Permanentes Gefrage ob dies, dass und jenes schon erledigt wurde. Außerdem wird nicht mit jedem Mitarbeiter gesprochen, sondern nur mit ausgewähltem Personal.

Merkwürdige Ansichten die dem Kind eingeredet werden, eine eigene Meinungsbildung ist beinahe unmöglich. Anrufe, weshalb man sich mit dem Kind nicht beschäftigen würde, nachdem das Kind bei den Eltern angerufen und Tatsachen verdreht hat.

Die in Frage steller, oder selber macher

Wie ich diese Gruppe nun beschreiben soll, bin ich mir eigentlich noch nicht ganz klar. Im Grunde wird alles in Frage gestellt, was gemacht wird. Und sei es noch so ein kleiner Furz im Wind. Ganz nach dem Motte „Hätte das nun sein müssen, dass man neue Kleidung kauft.“ Begrenzung des vom Staat und der Werkstatt ausgezahlten Geldes auf ein Minimum. Sind sie schließlich die Betreuer und können das Geld verwalten. Anschaffungen die über einen bestimmten Betrag hinaus gehen, sollen sofort mit diesen besprochen werden. Meistens lautet die Antwort jedoch Nein, selbst wenn es sich um einen MP3 Player für 40 € handelt.

Arztbesuche, selbst in Notfällen, werden von diesen Selbst übernommen. Denn sie haben da ihren Arzt, den sie bereits seit Jahrzehnten besuchen. Ein Arztwechsel komme nicht in Frage. Selbst wenn es für die Eltern eine Erleichterung wäre. So wie für uns. Bei Auffälligkeiten oder dringenden Arztbesuchen, müssen oder wollen die Eltern informiert werden um zu entscheiden ob sie selbst gehen oder uns die Erlaubnis geben es durchzuführen.

 

Mein Fazit

Ich drücke mich liebend Gerne um diesen Bereich. Mag ihn nicht sonderlich gerne. Gerade dann nicht, wenn die Eltern als „schwierig“ eingestuft werden. Könnte vielleicht einfach auch daran liegen, dass ich ein komplett mieser Gesprächsführer bin. Wobei das manchmal auch auf die Entpsrechenden Eltern ankommt. Im nachhinein rege ich mich dann oft über die Einstellung auf und kann es nicht verstehen, weshalb nun eine bestimmte Anschaffung nicht zustande kommt.

Mit diesem Beitrag möchte ich übrigens niemanden angreifen. Da ich mir gut vorstellen kann, dass man manches garnicht so wahrnimmt, wie es außenstehende wahrnehmen. Es handelt sich ausschließlich um Erfahrungen, die ich in den letzten 9 Monaten gemacht habe.