Woche 3 von 5

Es schneit draußen wie wahnsinnig und es ist schon wieder ziemlich dunkel. Eigentlich wäre heute der perfekte Tag, um in die Sauna zu gehen. Aber ich kann bzw. sollte immer noch nicht gehen. Wegen meinem Tattoo. Ist ja erst knapp 1 Woche alt. Und ich bin, im Moment, an dem Punkt angelangt, an dem es juckt und ich mich schäle wie eine Schlange. Naja, passt ja ein wenig zum Bild. Ist ja auch ne Schlange drin. Weiterlesen

Entschieden

Es war ein merkwürdiger Tag. Heute morgen wollte erst mein Auto nicht so recht anspringen. Was mir ziemlich gegen den Strich ging, da ich somit zu spät zur Arbeit kam. Naja, passiert. Muss aber nicht. Nach Ankunft direkt zum Chef gestiefelt. Da ich ja nun eine Entscheidung getroffen hatte. Weiterlesen

Zustände wie im Mittelalter, neulich im Hallenbad

Diese Woche, war ich leicht schockiert über die „Zustände“ im Hallenbad, als ich mit einer Rollstuhlfahrerin dort war. Wir wollten uns einfach einen schönen Tag machen. Mehr nicht.

Umziehen erfolgte auf einer Matte am Boden, in der Behindertentoilette, weil eine andere Möglichkeit nicht vorhanden war. Auf den Boden konnte ich sie auch nur legen, weil mir eine Kollegin dabei geholfen hatte.

Damit allerdings noch nicht genug. Die nächste Hürde wartete bereits am Becken auf uns. Stufen über Stufen. Und weit und breit kein Lifter zu sehen. Wie ich sie ins Wasser brachte? Wieder mithilfe vereinter Kräfte. Selbiges Spiel rückwärts. Nicht so lustig, gerade dann wenn die zu bewegende Person nass ist.

Duschen nach dem Schwimmen, war auch eine gewisse Herausforderung. Eine Behindertengerechte Dusche war zwar vorhanden, der Duschstuhl war allerdings ein ausrangierter Gartenklappstuhl. Wunderprächtig. Kurzzeitig musste ich sogar angst haben, dass mir die junge Frau, mit der ich unterwegs war, vom Stuhl rutscht.

Fitness konnte ich mir eigentlich sparen, mein Rücken wird es mir in ein paar Jahren wahrscheinlich boshaftig danken. Was das mit Integration und Inklusion zu tun hat, ist mir ehrlich gesagt vollkommen schleierhaft. Mal davon abgesehen, dass besagtes Hallenbad noch nicht so alt ist, dass man die Ermangelung von Behindertengerechter Ausstattung, nachvollziehen könnte.

Überrascht war ich dennoch über die wirklich tolle Hilfsbereitschaft der anderen Badegäste. Die sehr zuvorkommend waren und ihre Hilfe in jeglicher Form anboten und keinerlei Berührungsängste zeigten. Die Menschheit scheint doch noch ein bisschen gut zu sein :).

Trotzdem muss ich sagen, bin ich sehr enttäuscht über die vorgefundenen „Zustände“. Da will man Menschen mit Behinderung ein normales Leben ermöglichen, kann es teilweise aber nicht, weil öffentliche Einrichtungen gar nicht darauf ausgelegt sind. Irgendwas stimmt doch da nicht. Und da soll man noch vernünftig arbeiten können. Mal ganz zu schweigen davon, dass es enttäuschend ist. Gerade für die Betroffenen. Die vieles einfach nicht machen können, weil sie vergessen werden.

 

 

 

Unschlüssig

Seit neuestem überkommt mich immer wieder der Gedanke, ich könnte doch noch studieren. Mit meiner Ausbildung habe ich für bestimmte Studiengänge eine Zugangsberechtigung, die es mir ermöglicht auch ohne Abitur zu studieren. Allerdings sind die Studiengänge dann natürlich Fachgebunden.

Habe wiederholt darüber nachgedacht vielleicht doch noch in Richtung Sonder- oder Heilpädagogik zu gehen. Ein Vollzeitstudium würde für mich allerdings, zu meiner jetzigen Lage, nicht in Frage kommen. Entsprechend würde ich auf ein Fernstudium zurückgreifen.

Bin mir aber nicht sicher ob ich das durchstehen würde. Vollzeit arbeiten, meinen Hobbys und Tieren wirklich gerecht werden und dann noch lernen und zu Prüfungen und Praxisteilen nach hinter Buxtehude zu fahren.

Interessieren würde es mich schon. Aber eigentlich bin ich selbst schon eher auf dem Weg in Richtung Schießindenwind. Zumal ich ja eigentlich in Richtung Reittherapie gehe. Wobei das wohl auch noch ne ganze Weile dauern wird.