Residence Beatrix Bardolino

Wer in den Urlaub fährt oder dies zumindest vor hat, kommt in den meisten Fällen nicht drum rum, sich eine geeignete Unterkunft zu suchen und diese letztlich auch zu buchen. Außer man besitzt eine Ferienwohnung oder dergleichen. Was aber vermutlich eher auf einen eher kleinen Prozentsatz zutrifft. Kann schließlich nciht jeder den Luxus einer eigenen Ferienwohnung genießen.

Da ich diesen Luxus nicht genieße, aber an den Gardasee wollte, hatte ich also die Qual der Wahl unter vielen Unterkünften.

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Warum schichtest du?

Einleitung

Es soll ja durchaus Menschen geben, die auf die Schichtarbeit schwören. Ich selbst gehöre, eindeutig, nicht dazu. Was mich selbst dazu bewogen hat, geregelte Arbeitszeiten gegen Schicht zu tauschen, weiß ich auch nicht so recht. Aber ein paar Gründe dürfte es damals durchaus gegeben haben. Oder besser gesagt, gab es diese.

Wieso ich mich fürs Schichten entschied

Was mich damals dazu veranlasst hat, zu glauben, dass ich Schichtarbeit super prickelnd finde, kann ich persönlich inzwischen wirklich nicht mehr nachvollziehen. Verstehe inzwischen selbst nicht mehr, was ich daran so toll fand. Wieso ich gerade auf diese Schnapsidee kam, einen geregelten Arbeitstag, gegen unregelmäßige Schichten einzutauschen.

Aber damals erschien es für mich total logisch. Einleuchtend und klar. Weshalb ich mich pro Schichtarbeit entschied. Allen Empfehlungen von außen zum Trotz. Wollte mein Ding durchziehen und meine eigenen Erfahrungen sammeln. Wollte einfach wissen wie es ist.

Habe, offen gestanden, damals auch fast ausschließlich die positiven Seiten daran gesehen. Das negative habe ich irgendwie ausgeblendet. Und meine Devise „Immer positiv denken“ war in diesem Fall nicht gerade mein bestes Argument. Lernt man aber bekanntlich aus den eigenen Fehlern am besten. Und eigene Erfahrungen muss der Mensch auch sammeln. Sonst würde man ja nicht schlauer werden.

Die positiven Seiten des Schichtens

Ich habe damals viel Positives in der Schichtarbeit gesehen. Was auch nicht abzustreiten ist. Was definitiv da ist und auch angenehm zu sein scheint.

  • Unter der Woche frei und ich kann dann zum Einkaufen wenn die anderen arbeiten. Heißt ich habe meine Ruhe und nicht das übliche Gedränge
  • Wenn ich Frühdienst habe, mache ich Feierabend, wenn die anderen gerade zur Arbeit gehen und habe den ganzen restlichen Tag frei
  • Bei Spätdienst kann ich ausschlafen und Vormittags meine ganzen Sachen erledigen, die ich sonst abends machen müsste. Manche Dinge könnte ich im Winter dann nicht mal machen, wenn ich den ganzen Tag arbeite
  • Ich habe mehr Zeit für meine Tiere (dachte ich)
  • Weil es geteilte Dienste gibt, arbeite ich nur auf 78 %, habe ich also mehr frei
  • Am Wochenende gibt es Zuschläge
  • Für den Nachtdienst gibt es auch Zuschläge
  • Ich kann mit den Bewohnern am Nachmittag mal was unternehmen oder auch am Wochenende
  • Im Nachtdienst kann ich Bürokrams machen, den ich Tagsüber nicht erledigen kann.    
  • Die negativen Seiten des Schichtens
  • Wenn ich tagsüber oder auch unter der Woche frei habe, sind meine Freunde alle Arbeiten. Ich bin somit viel alleine und muss vieles alleine unternehmen
  • Ich bin nach dem Spätdienst oft so fertig und müde, dass ich nicht mehr viel Lust habe irgendwas zu unternehmen oder etwas mit Freunden zu machen
  • Viel mehr Zeit für meine Tiere habe ich nicht immer.
  • Oft artet mein Hobby im Stall zu sein in Hektik aus. Da ich dann zur Arbeit muss
  • Weniger arbeite ich nicht unbedingt, da ich aufgrund der z.T. kurzen Dienste mehrere machen muss um auf meine Sollstundenzahl zu kommen.
  • Nachmittags komme ich nicht immer dazu, mit den Bewohnern etwas zu unternehmen, da einen die Struktur sehr im Griff hat.
  • Aufgrund der nur 78 % die ich arbeite, habe ich eine gewisse Lohneinbuße
  • Zuschläge reißen zwar schon etwas, allerdings komme ich mit diesen auf beinahe den selben Lohn, den ich in Vollzeit, mit geregelten Arbeitszeiten auch bekäme
  • In den Nächten komme ich oft nicht wirklich zu Büro krimskrams, vieles läuft nebenher (irgendwie)
  • Ich schlafe trotz Bereitschaft in den Nächten die ich arbeiten muss nur sehr selten
  • Nach den Nachtdiensten bin ich häufig so am Ende, dass ich zu Hause erst einmal Schlafen muss und somit nicht mehr viel vom Tag habe, da ich diesen im großen und ganzen verschlafe
  • Wenn man beim Einkaufen ist, hat man zwar die ganzen normalarbeitenden Horden nicht, dafür aber dann Rentner und Mütter
  • Schicht ist eine Belastung für Körper und Geist
  • Ein geregelter „normaler“ Rhythmus existiert nicht mehr.
  • Das eigene soziale Umfeld schränkt sich nach und nach immer mehr ein
  • Eingeschoben
  • Beim überfliegen meines eigenen Beitrages, fällt mir gerade auf, dass meine Liste mit den Contra Punkten, weitaus länger ist als die Pro-Liste. Komisch das ich eigentlich so viele Contra Punkte in den Wind geschossen habe. Oder sie vielleicht, aus Ermanglung von Erfahrungen, nicht wusste oder kannte. Die Argumente einfach nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Warum auch immer. Allerdings will ich behaupten, dass ich ein ziemlicher Dickschädel bin. Der meint seinen Kopf durchsetzten zu müssen. Einmal den Floh im Ohr, kaum noch davon abzubringen. Ob DAS vielleicht sogar was mit meinem Sternzeichen zu tun hat? Sofern Sternzeichen überhaupt Einfluss auf unser Wesen nimmt oder nehmen kann.
  • Mein Fazit zur Schicht
  • Mittlerweile dürfte offensichtlich klar sein, dass ich nach fast 2 Jahren im Schichtbetrieb, nicht mehr sonderlich viel davon halte. Schon längerfristig den Plan schmiede wieder geregelten Arbeitszeiten nach zu gehen. Beides hat so seine Vorteile. Aber auch die Nachteile dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Man sollte ihnen beiden aber eine gleiche gewichtung zukommen lassen. Sowohl Pro, als auch Contra. Die Entscheidung im Schichtbetrieb zu arbeiten, gerade in der Dreischicht (Früh, Spät, Nacht), die in diversen Wohneinrichtung gang und gäbe sind, sollte gut durchdacht und überlegt sein. Selbst wenn man es unbedingt machen möchte und einen Dickschädel hat, wie ich ihn habe, sollte man es sich immer mehrfach überlegen. Die Entscheidung muss letztlich jeder für sich treffen. Eben so die Erfahrung dazu sammeln. Auch wenn mir sämtliche Leute, seien es Bewohner als auch Kollegen, sehr ans Herz gewachsen sind, möchte ich das für mich nicht mehr machen. Blöd gesagt, wobei so blöd ist das gar nicht, soll und muss ich auch auf mich selbst achten. Und sobald man merkt, dass es einem an die Gesundheit psychisch als auch physisch geht, sollte man so schnell wie möglich einen Punkt setzten. Am Ende ist es sonst zu spät. Man weiß das ja nicht so genau. 

Fotografisch unterwegs

Was für ein Tag. War ich heute mal wieder Spiegelreflexkamera Technisch hier in der Gegend unterwegs. Wagten wir es heute, einen Wasserfall zu erkunden, den wir auch Knipsen wollten.

Morgens um 6 Klingelte demnach der Wecker, denn um 7 sollte ich abgeholt werden. Begeistert war ich davon überhaupt nicht. Null komma garnichts. Aber was tut man nicht alles um mal wieder anständige Bilder zu schießen. Also aufstehen, Kaffee kochen, währenddessen anziehen und das Gesicht bemalen. Zwischendurch noch eine Rauchen. Ein kleines Brot zwischen die Kiefer geschoben.

Dann gings los, getreu dem Motto, ich Packe meinen Koffer. Wobei in dem Fall wohl eher ich Packe meinen Rucksack. Täschchen A) mit sämtlichen, geladenen Akkus (vorabend nochmal geprüft, so dachte ich) und Adaptern für die Filter. Täschchen B) das Filtertäschchen. Säuberlich werden sie darin aufbewahrt, bis sie benötigt werden. Nicht vergessen, die Kamera und nicht zu letzt auch das Statif. Sonst wird das ja mit der Langzeitbelichtung nichts. Gerade bei Wasser ist Langzeitbelichtung schon geil, auch wenn es nur 2 Sekunden sind. Noch was vergessen? Geldbeutel, was zum trinken. Gut. Jacke zum Dicken Pulli, Mütze und umklappbare Fäustlinge. Zigaretten. Und nicht zu vergessen, Eselchen. Wobei Eselchen heute garnicht vor die Linse kam. Er wollte nicht. Hatte keine Lust und es war ihm wohl doch zu kalt.

Kurz vor sieben. Vor dem Haus hupt es. Abtransport nach Oberstaufen also. Wetterverhältnisse schienen es gut mit uns zu meinen. Kurzer halt bei der Tanke, Kaffee, Redbull und noch etwas zu Essen. Horrende Preise haben die da, das schwör ich euch. Abartig. Sogar fürs Reifen aufpumpen verlangen die da Geld. Egal. Ca 60 Minuten später, nachdem wir durch sämtliche Täler durch waren, am Alpsee vorbei und auch am Alpseecoster dahin brausten, kamen wir endlich dort an wo wir hin wollten.

Wald. Viel Wald. Wir scheinen uns auf einem Berg zu befinden. Wäre ja auch merkwürdig, würde der Wasserfall von unten nach oben fließen. Meine Logik manchmal. Irre. Zum verzweifeln. Braunvieh, Fleckvieh und Grauvieh Gegrüßt und zu einem kurzen Shooting eingeladen, dass sogar freudig angenommen wurde. Danach ein gut 20 Minütiger Fußmarsch, bergarb. Nicht nur ein bisschen. Das war schon ganz schön anstrengend. Zitternde Knie. Ausgelaugte Beine. Aber unten angelangt, dachten wir, schlimmer kanns nicht werden. Doch. Eine Leiter. Eine Leiter die man noch bezwingen musste um die letzten 2 bis 3 Höhenmeter zu bezwingen um am Flusslauf anzukommen.

Die Lokation, ich sag es euch. Überragend! Alles ziemlich im Schatten gelegen. Wurde demnach nicht geblendet. Der Wasserfall vollkommen ausreichend. Wahnsinnig geniale Bilder kamen dabei heraus, auch vom Fluss selbst. Sollte man ja auch mal dem Rest des Gewässers beachtung schenken, nicht nur dem schnell nach unten donnernden Wasser. Hüpf hier, Hüpf da. Belichtung hier, da und jenes. Filter xy,  nein doch den 1000. 20 SEkunden sehen schon nicht schlecht aus, mit 30 Sekunden siehts aber besser aus. Stamm im Vordergrund, Fels im Vordergrund, Blatt im Vordergrund.

Vorsicht, Rutsch nicht aus. Alles war sehr steinig und uneben. Was uns tatsächlich einiges an Kletterkunst abverlangte. Aber was erwartet man auch von einem Fluss, der in einer Schlucht, mitten in den Alpen liegt? Da kann man wirklich nicht erwarten, dass man hier die absoluten und ausgebauten Fotografenplätze vorfindet. Aber meistens werden eh die Bilder, bei denen man sich am meisten verrenkt hat, am besten. Fräulein_Ich quitscht hin und wieder vor Freude vor sich hin, weil sie mal wieder ein paar tolle Bilder ergattert hat, wird aber im gleichen Atemzug schon beinahe Neidisch auf die Bilder der Kollegin. Aber die macht das schließlich schon länger. Vorteil, sie steht mir mit Rat und Tat zur seite und erklärt mir sehr vieles von dem ich teilweise noch keine Ahnung hatte.

Gute 1 bis 1 1/2 Stunden waren wir alleine. Dann fing es langsam an, dass nach und nach, immer mehr Touris einzutrudeln schienen. Immer mehr wanderer und möchtegern-Kamera-Spazierenträger. Mehrere etwas fragende Blicke erhascht, als ich dabei beobachtet wurde, wie ich gerade dabei war, mit Belichtung, Filter und pipapo, das Lichtspiel sowie Wasser, Felswand und Laub auf ein Bild zu bekommen. Mehrfach ins Bildrennende Menschen, die einen Empört ansahen, wenn man darauf hinwies, dass sie gerade ins Bild rennen würden.

Irgendwann, nachdem igendwie Akku zwei bereits nach einigen Minuten den Geist aufgegeben hatte, sowie die Sonne immer mehr in die Schlucht schien (was einen wirklich an die Grenzen der Landschaftsfotografie bringen kann), und außerdem plötzlich so viele Menschenmassen da waren, gaben wir gegen Mittag auf. Fototechnisch hatten wir eh ziemlich vieles gemacht. Der Anstieg folgte. Gute 20 Minuten, beinahe konstant berg auf. Steil Berg auf. Aber Machbar. Dachte nicht, dass ich es mit meiner Raucherlunge so gut weg stecke. Aber, ich wundere mich immer wieder, was manch einer unter professionelem Wandern versteht.

Haufenweise Menschen mit Funktionskleidung in den grellsten und auffälligsten Farben. Dazu eine Gucci Sonnenbrille und Walkingstöcke, die man vor sich in den Boden rammt. Zeitweise habe ich mich gefragt, ob des kleine und dünne Stöcklein wirklich einen Sturz verhindern kann. Oder ob das nur Deko darstellt. Ich habe darauf noch keine Antwort gefunden. Ich hatte meine Jeans sowie meine Stiefel als Zweckmäßig befunden. Hat jepast.

Oben angelangt, begegneten wir noch einem kleinen Jungen, der total aufgelöst seine Eltern suchte, die ihm wohl weggelaufen seien. Kurz um die Eltern gesucht. Und auch gefunden. Armer Kerl der kleine. Fragte den zweiten Mit Foto macher, was er beim nochmal runter laufen gefragt hat. „Haben sie zufällig ihr Kind verloren?“ oder „Vermissen sie ihr Kind?“ Naja ist ja auch egal.

Nun sitze ich zuhause auf dem Sofa, werde noch kurz zu dem Getier düsen und mit Pferdi eine Runde Bodenarbeit vollführen. Reiten wird aufgrund von noch nicht trockenen Satteldecken auf morgen vertagt. Außerdem bin ich eh total durchgefroren und werde nicht warm. Einen langen Ausritt hätte ich wahrscheinlich nicht durchgehalten. Aufgrund vom Frostbeulensyndrom.

Bilder werden heute Abend, so denke ich, via Instagram Folgen. Dem Werde ich dann einen Eigenen Beitrag wittmen, damit man ihn findet oder es irgendwie mit dem Beitrag hier koppeln oder sowas. Mal schauen. Man wird sehen. Aktuell bin ich ausserdem der Annahme besessen, mir eine andere Kamera zu kaufen. Die a) Einen größeren Anzeigebildschirm hat, B) einen Livescreen hat, damit ich mich nicht immer ganz so weit  verrenken muss. Aber da muss ich erst noch etwas schauen und überlegen. Hab ja eh nie Geld. *lächel*

Bis dann!