52 Wochen, 52 Bilder: ich zeig dir meine Heimat, Woche 6

Man sehe und staune. Man sehe ein Dorf. Ein relativ „kleines“ Dorf. Völlig normal und hier überall zu finden. Reihen sich diese nämlich so alle paar Kilometer aneinander. Dazwischen? Wiese, Wald und Acker. Den Acker habe ich bei diesem Spaziergangsschnappschuss im Rücken. Deshlab sieht man ihn nicht. Aber eins wäre dazu gesagt, der Acker ist weder schön geschweigedenn wächst da gerade was drauf.

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Jetzt wird’s warm, war ja klar….

Weil es so kalt war,  habe ich bei meinem Lieblingsreitsportgeschäft gewütet. Winterschuhe für warme Füße im Stall, ne neue Decke fürs Bibberpony und eine zweite Winterjacke.

Den Winterschlussverkauf muss man schließlich nutzen. Und 5 % bekomme ich auch noch, zusätzlich, auf alles. Das lohnt sich.

Ob ich dieses Jahr vielleicht die 10 % Marke knacken werde?

Jetzt ist alles geliefert, die Schuhe hatte ich drei mal an, das Pony kein einziges mal eingedeckt. Jetzt wo alles da ist….

 ….wird’s warm und Frühling, war ja wieder klar…..

Adonis und Anabolika?

Adonis und Anabolika. Ergibt in diesem Zusammenhang Adonis auf Anabolika. Eine absolut bescheuerte Wortverbindung meiner Wenigkeit, in den letzten Wochen. Die mir durch den Kopf geknattert ist, als ich durch mein Lieblings Lebensmittelgeschäft stöberte um zu überlegen, was ich denn zu essen brauche.

Einfach so ist mir das natürlich nicht in den Sinn gekommen. Benötigt es hierzu durchaus einen Anreiz der mich dazu bewegt hat, diesen Gedanken überhaupt zu ergreifen. Schuld an dem Gedanken dürfte einer der Verkäufer gewesen sein, der sich im Vorbeilaufen regelrecht aufgebaut hat. Und das, obwohl dieser nur wenig größer ist als ich. Wenn es sich hier um fünf Cm  handelt, dürfte das vielleicht sogar viel sein. Könnte mich diesbezüglich aber auch ganz arg irren. Aber er kommt mir auf diese Entfernung relativ klein vor. Auch wenn das wohl kaum ein Mann hören will.

Seither geht mir dieser Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Und ich verfalle beinahe jedes mal, wenn ich diesen sehe, in schallendes Gelächter. Wobei man mich dann wohl für vollkommen irre halten würde. Halten sie mich das dort wahrscheinlich so oder so schon. Da ich beinahe täglich dort aufkreuze um mir Kaffee und Zigaretten zu kaufen. Oder Kaffee und Fruchtjoghurt. Oder Kaffee und Eistee. Oder einfach alles.

Wusste bis vor kurzem nicht mal, dass Adonis auf Anabolika der Chef ist. Habe da immer wen anders für gehalten. Sein Anhängsel. Der definitiv mehr nach Chef aussah. Bei den Beiden hatte ich sogar schon den Verdacht, dass sie vielleicht irgendwie vom anderen Ufer sein könnte. So viel wie die immer zusammen hängen. So oft wie genau diese beiden die Regal einräumen. Lässt wirklich den Eindruck aufkommen.

Auf was ich eigentlich jetzt hinaus wollte, weiß ich auch nicht mehr. Bin zu sehr vom Thema abgelenkt worden. Irgendwas mit der Frühling könnte Fehlzündungen im Hirn verursachen, die zu einer Erfindung neuer Worte führen könnte. Und das ich mich manchmal von Adonis auf Anabolika verfolgt fühle, weil er plötzlich aus dem Nichts auftaucht und irgendwo in meinem Blickfeld erscheint. Mal abgesehen davon, dass er wohl das Grinsen verlernt hat. Bitte Mundwinkel nach oben bewegen! Kann ich ja nichts für wenn er schlecht drauf ist weil vielleicht seine Freundin Schluss gemacht hat. Und es eine akute neuerrung gibt. Schafft es dieser nämlich inzwischen, mit mir zu reden. Hallo. Wenigstens etwas. Wahnsinn! Ich habe noch nie jemanden gefressen. Auch wenn manch ein Gesichtsausdruck meiner einer, genau dies vermuten lassen könnte.

 

Sonntägliches

Man könnte beinahe glaube, dass bald Sommer werden könnte. Verschreien möchte ich es aber nicht. Denn kaum hat man sich an das gute Wetter gewöhnt, macht es so oder so wieder einen schlag. Und dann hat man den Salat. Es schüttet wiederholt aus kübeln und es ist verdammt kalt. Viel zu kalt für meine Zustände.

Ich bin ein Warmwettermensch. Ich liebe wärme. Und das nicht zu knapp. Knackig warm am besten heiß wenn möglich. Mag ich. Top. Meine Welt.

Aber dieses Wetter macht einen irgendwann auch ganz schön Trantüte. Naja Trantüte nicht in dem sinne, mistig gelaunt zu sein. Sondern eher, dass man nach einem Tag an der Luft, vollkommen erschöpft umkippt und bis zum nächsten Morgen durchschläft.

Wobei ich inzwischen der Überzeugung bin, dass sich irgend ein Mangel von irgend einem was weis ich schon, in meinem Körper breit macht. Müdigkeitstechnisch bin ich nämlich so ziemlich gut. Ich glaube es sollte dann doch mal ein Blutbild her um festzustellen ob dem Blut da irgendwas fehlt. Weshalb der Körper mit müdigkeitszuständen reagiert. Wie auch immer.

Der heutige Tag bestand aus Ausschlafen, weil Sonntag ist. Darauf folgte eine kurze Runde „Ich mach mal die Wohnung sauber“ und etwas auf dem Balkon herumgesitze. Was wiederum zu Folge hatte dass ich mich dann gen Mittag doch aufgerafft hatte und in den Stall tuckerte.

Ponylein oder auch Zicki getauft, etwas Bewegung aufgebrummt. Dir Rentnerrunde gegondelt und an der Sonne erfreut. Die Weidesaison eröffnet. Die 20 Minutenmarke schamlos überzogen und danach ein sehr schlechtes Gewissen gehabt. Wollte ich doch langsam anfangen. Zicki und Bubi werden es mir nicht verübeln, dass sie länger auf der Wiese bleiben durften. Hoffen wir mal, dass es kein Bauchweh gibt.

Nach Erledigung der alltäglichen Stallarbeit nicht so recht gewusst was ich mit meiner restlichen Zeit anfangen soll. Auto putzen wäre mal wieder angesagt. Gerümpel raus. Müll wegwerfen. Pfandflaschen gesammelt in eine Tragetasche schmeißen. Gebe ich offen gestanden zu, dass ich manchmal ein regelrechtes Chaos in meinem Auto spazieren fahre. Was es nicht immer leicht macht, mich zum Fahrer zu erörtern. Ist oft eine der blödesten Ideen die man haben kann.

Gesaugt und die Fußmatten gereinigt. Staub entfernt und das Auto poliert. Schaut jetzt wieder ordentlich aus. So müsste man das jetzt halt noch beibehalten. Ach, hm. Das eine Licht funktioniert nicht. Warum meckert mein Auto dann nicht, dass die Birne defekt ist? Sonst kräht es doch auch wegen jedem scheiß, wenn’s was braucht. Aber wenn einem die Birne durchbrennt, dann hält man es nicht für nötig, mich darüber in Kenntnis zu setzten. Vielen Dank auch Amadeus. Ja mein Auto hat einen Namen. So ist es. Muss so oder so zum Service. Meckert Auto schon seit einigen Tagen das er in die Werkstatt zur allgemein anfallenden Überprüfung möchte. Mach ich nächste Woche. Sollte vor Jobwechsel noch erledigt werden. Aufgrund von längeren Strecken. Und einer Unlust auf der Autobahn plötzlich stehen zu bleiben, weil der Motor streikt. Können sie dort auch gleich die kaputte Birne austauschen. Da gibt’s dann wieder ne tolle Rechnung. Zum Glück schiebe ich monatlich was auf die Seite. Dann kommt’s nicht ganz so überraschend.

Aufgrund wieder auftretender Langeweile, musste noch mein Reitzubehör dran glauben. Die Lederstiefel stehen vor Dreck. Und die Trense von Zicki könnt auch mal wieder ne Reinigung vertragen. Kann ich auch gleich das neue Stirnband mit Glitzersteinchen und die neuen Zügel anbringen. War eh mal wieder notwendig. Ob es das Stirnband gebraucht hätte, ist Fraglich. Die Zügel waren es. Die alten sind doch schon ziemlich ramponiert. Ausbreitung der benötigten Utensilien und bumms hätte man meinen Können, dass auf meinem sonnigen Platz eine Bombe eingeschlagen hat. Zubehör ist jetzt aber sauber. Bleibt es hoffe ich auch noch ein Weilchen.

Und nun stelle ich für meinen Teil fest, dass der Sonntag auch schon wieder vorbei ist. Was wiederum bedeutet, dass ich morgen wieder arbeiten gehen darf. Spätschicht. Juhu. Kann ich morgen nochmal ausschlafen. Heißt ich könnte heute abend ganz entspannt noch in die Badewanne hüpfen und mir gleichzeitig die Haare färben. Sieht die Farbe schon wieder leicht verwaschen aus.

Aber vorher wäre vielleicht noch ein Eis ganz nett. Und da davor, werde ich mich an einem Tütenreis probieren. Also eigentlich an Expressreis von Uncle Bens oder so. Bin ja eigentlich nicht so geil auf so Tütenkrimsikramsi. Bin der selber Kocher. Aber irgendwie. Irgendwie hat mich diese Tüte neulich beinahe angebrüllt, ich solle sie gefälligst mitnehmen. Um einen Tobsuchtsanfall und die damit verbundenen entsetzten Blicke der anderen Kunden abzuwehren, packte ich die Tüte also mit ein. Sie hat es nicht anders gewollt. Jetzt muss der Reis damit rechnen verspeist zu werden.

Ende gut.

Alles gut.

Aus.