Vom Pegasus ohne Flügel und Reithallen

Eigentlich habe ich mich auf den Winter schon ein bisschen gefreut. Endlich Schnee, den man zum Konditions und Muskeltraining vom Pony nützen könnte. Prima Eigenschaft, des Schnees. Was aber natürlich auch anstrengend ist. Weiterlesen

Advertisements

Blödmann…..

Gestern hatte ich, vom bösen Bauern, beinahe einen Freiflug vom Pferd erhalten.

Böser Bauer, baut gerade einen Caport. Von seinem Aussichtspunkt aus unterstellte er mir erst, ich würde auf seinem Grund und Boden reiten. Hätte er die Augen aufgemacht, wäre ihm aufgefallen, dass es nicht sein Feld war.

Weil die Oma etwas nervös war, hätte ich  ein wenig Rücksicht erwartet, aber von ihm kann man gar nichts erwarten. Das weiß ich  mittlerweile.

Kaum vorbei, begann, der Rachsüchtige, Holz aufeinander zu werfen, dass man von weitem hätte meinen können, irgendwer versucht jemanden abzuknallen. Ein Wurf war wohl etwas schwungvoller als erwartet.

Die Oma geriet in helle Panik, zog das werte Hinterteil ein und rannte los was das Zeug hält. Halb seitwärts rennend (im Wahrsten Sinne) noch fast gegen ein Auto geknallt. Ein Stückchen die Straße entlanggaloppelt, bis ich sie, Richtung Zaun stellen und ausbremsen konnte.

Die Oma beruhigte sich erst, als sie in ihrer Box stand. Zum Glück waren wir nur noch etwa 3 Gehminuten von zu Hause entfernt. Kamen mir, mit dem völlig aufgewühlten Hüh, aber vor wie 10.

Ich sehe darüber hinweg, wenn, der böse Bauer, unter meinem Zaun durchmäht. Ich habe auch nichts gesagt, als er mein Zaunband zerstörte, als er, vor lauter Gier, wieder mal, unterm Zaun durch gemäht hatte. Ich sagte auch nichts, als er meine Pfähle zum Einknicken brachte wie Streichhölzer weil er, aus Gier, dagegen fuhr.

Aber der Gestrige Ausraster war dann doch eine Nummer zu viel.

Zum Glück bin ich doch recht Sattelfest. Wäre ich noch der blutige Anfänger von vor vielen Jahren gewesen, hätte es mich vom Pferd geschmissen, auf die geteerte Straße. Vermutlich mit Einlieferung in die Notaufnahme mit Knochenbrüchen und sonst was.

Das geliebte Hüh ist auch unverletzt. Lediglich die Hinterhand hat sie sich, vermutlich, etwas gestaucht. Kein Wunder, der Aufschlag der Hufe, auf dem Teer, war doch recht laut.

Ich bin froh, dass ich einen Helm auf hatte. Ich will mir nicht ausmalen was, im Falle eines Sturzes, passiert wäre und ich keinen angehabt hätte….

 

Wohl doch Hufschuhe?

Zwei Tage nachdem der Hufschmied da war, habe ich dann doch mal beschlossen, dass ich wieder Reiten gehe. Zwei Tage Pause reichen dann schon. Zwischendurch wäre dann ein bisschen Bewegung doch angebracht. Meiner Meinung nach.

Entsprechend habe ich mir die Maus gepackt und wir sind ins Gelände abgerauscht. Ganz nach dem Motto, wird schon werden. Allerdings das blöde Gefühl im Hinterkopf, dass die Hufe ja anders geschnitten sind, als sie für Barhuf eigentlich sein sollten. Weil wir ja beide davon ausgegangen sind, dass Mausi ihre Duplos (nein immer noch nicht die längst Praline der welt :)) wieder drauf bekommt. Sie sich allerdings, als es ums beschlagen ging, so aufgeführt hat, dass ein Beschlag nicht machbar gewesen wäre.

Mir war eigentlich von vornherein klar, dass Mausi hauptsächlich ins Gras ausweichen würde. Weil sie mit der Vorderhand auf Kiesel sehr empfindlich reagiert und zu Humpeln anfängt. Sie läuft dann etwa so, wie jemand, der keine Hornhaut an den Füßen hat und das erste mal, nach Jahren, wieder Barfuß über Kiesel läuft.

Aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so heftig wird. Ausreiten war so gut wie nicht möglich. Auf Teer sehr fühlig gelaufen, auf Kiesel hätte man fast meinen können das sie umfällt. Auf Gras war auch nicht gerade der Brüller. Irgendwann hätte uns wohl die Oma mit ihrem Rollator überholt. Auch wenn das böse klingt. Allerdings hatte mich der Hufschmied ja bereits vorgewarnt.

Es wird wohl doch drauf raus laufen, dass ich entweder den Hufschmied nochmal anrufe, ob wir es nochmal probieren können mit dem Beschlag. Oder ich kaufe mir doch Hufschuhe. Allerdings bräuchte ich diese nur so lange, bis sie sich wieder beschlagen lässt. Was bedeutet, dass es durchaus sein könnte, dass sie in 10 Wochen wieder Kooperativ ist.

Allerdings müsste ich für Hufschuhe locker 150 Euro rechnen, und ob sich das lohnt, dafür dass ich sie letztlich vielleicht doch nur ein paar Wochen benutze? Ich bin mir da selber echt nicht ganz schlüssig, ob ich das machen soll. Sind mir Eisen im Grunde, so ganz eigentlich, doch lieber.