Motivation und Schweinhund

Manchmal  könnte man gerade meinen, ich würde vor Energie platzen und würde demnächst Bäume entwurzeln. Von Motivation umzingelt, läuft alles wie am Schnürchen. Irgendwann macht es dann katsching-katsching, eine Rauchwolke erscheint und die Motivation hat sich vom Acker gemacht. Weiterlesen

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Montag

Klarer Fall…ich leide heute, ganz massiv, an Montag.

Heute ist aber auch so ein typischer Montag. Ich völlig übermüdet. Die Bewohner neben der Kappe. Der morgen zu früh. Der Kaffee zu heiß. Die Kippe zu stark. Die Laune bescheiden.

Ich hasse Montag!!

Die Briefkastenverschwörung I

Detektiv Briefkaste befasste sich erneut mit den Unterlagen des ungelösten Falls der Briefkastenverschörung. Wollte sie es nicht wahr haben das der Fall nicht gelöst wurde. Sie ging damit allerdings ein großes Risiko ein. Denn mit dieser ganzen Aktion setzte sie ihren Job aufs Spiel. Ihr Chef wollte davon nichts mehr hören.

Alles Ammenmärchen und albernes Geschwätz. Hatte er , sogar vor der gesamten Belegschaft, mit sofortigem Rauswurf gedroht, sollte Detektiv Briefkasten noch einmal damit anfangen. Weiterlesen

Detektiv Briefkasten und die Neuaufnahme des alten Falls

Detektiv Briefkasten, saß über den alten Unterlagen. Über den Unterlagen es nicht gelösten Falls von damals, von der Briefkastenverschwörung. Der Fall wurde, ursprüglich, zu den Akten gelegt. Die Chefetage war der Meinung, dass es sich lediglich um Altweibergeschwätz und Ammenmärchen handelte, was die ganze Briefkastenverschwörung anbelangte. Weiterlesen

Adonis und Anabolika?

Adonis und Anabolika. Ergibt in diesem Zusammenhang Adonis auf Anabolika. Eine absolut bescheuerte Wortverbindung meiner Wenigkeit, in den letzten Wochen. Die mir durch den Kopf geknattert ist, als ich durch mein Lieblings Lebensmittelgeschäft stöberte um zu überlegen, was ich denn zu essen brauche.

Einfach so ist mir das natürlich nicht in den Sinn gekommen. Benötigt es hierzu durchaus einen Anreiz der mich dazu bewegt hat, diesen Gedanken überhaupt zu ergreifen. Schuld an dem Gedanken dürfte einer der Verkäufer gewesen sein, der sich im Vorbeilaufen regelrecht aufgebaut hat. Und das, obwohl dieser nur wenig größer ist als ich. Wenn es sich hier um fünf Cm  handelt, dürfte das vielleicht sogar viel sein. Könnte mich diesbezüglich aber auch ganz arg irren. Aber er kommt mir auf diese Entfernung relativ klein vor. Auch wenn das wohl kaum ein Mann hören will.

Seither geht mir dieser Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Und ich verfalle beinahe jedes mal, wenn ich diesen sehe, in schallendes Gelächter. Wobei man mich dann wohl für vollkommen irre halten würde. Halten sie mich das dort wahrscheinlich so oder so schon. Da ich beinahe täglich dort aufkreuze um mir Kaffee und Zigaretten zu kaufen. Oder Kaffee und Fruchtjoghurt. Oder Kaffee und Eistee. Oder einfach alles.

Wusste bis vor kurzem nicht mal, dass Adonis auf Anabolika der Chef ist. Habe da immer wen anders für gehalten. Sein Anhängsel. Der definitiv mehr nach Chef aussah. Bei den Beiden hatte ich sogar schon den Verdacht, dass sie vielleicht irgendwie vom anderen Ufer sein könnte. So viel wie die immer zusammen hängen. So oft wie genau diese beiden die Regal einräumen. Lässt wirklich den Eindruck aufkommen.

Auf was ich eigentlich jetzt hinaus wollte, weiß ich auch nicht mehr. Bin zu sehr vom Thema abgelenkt worden. Irgendwas mit der Frühling könnte Fehlzündungen im Hirn verursachen, die zu einer Erfindung neuer Worte führen könnte. Und das ich mich manchmal von Adonis auf Anabolika verfolgt fühle, weil er plötzlich aus dem Nichts auftaucht und irgendwo in meinem Blickfeld erscheint. Mal abgesehen davon, dass er wohl das Grinsen verlernt hat. Bitte Mundwinkel nach oben bewegen! Kann ich ja nichts für wenn er schlecht drauf ist weil vielleicht seine Freundin Schluss gemacht hat. Und es eine akute neuerrung gibt. Schafft es dieser nämlich inzwischen, mit mir zu reden. Hallo. Wenigstens etwas. Wahnsinn! Ich habe noch nie jemanden gefressen. Auch wenn manch ein Gesichtsausdruck meiner einer, genau dies vermuten lassen könnte.

 

Sonntägliches

Man könnte beinahe glaube, dass bald Sommer werden könnte. Verschreien möchte ich es aber nicht. Denn kaum hat man sich an das gute Wetter gewöhnt, macht es so oder so wieder einen schlag. Und dann hat man den Salat. Es schüttet wiederholt aus kübeln und es ist verdammt kalt. Viel zu kalt für meine Zustände.

Ich bin ein Warmwettermensch. Ich liebe wärme. Und das nicht zu knapp. Knackig warm am besten heiß wenn möglich. Mag ich. Top. Meine Welt.

Aber dieses Wetter macht einen irgendwann auch ganz schön Trantüte. Naja Trantüte nicht in dem sinne, mistig gelaunt zu sein. Sondern eher, dass man nach einem Tag an der Luft, vollkommen erschöpft umkippt und bis zum nächsten Morgen durchschläft.

Wobei ich inzwischen der Überzeugung bin, dass sich irgend ein Mangel von irgend einem was weis ich schon, in meinem Körper breit macht. Müdigkeitstechnisch bin ich nämlich so ziemlich gut. Ich glaube es sollte dann doch mal ein Blutbild her um festzustellen ob dem Blut da irgendwas fehlt. Weshalb der Körper mit müdigkeitszuständen reagiert. Wie auch immer.

Der heutige Tag bestand aus Ausschlafen, weil Sonntag ist. Darauf folgte eine kurze Runde „Ich mach mal die Wohnung sauber“ und etwas auf dem Balkon herumgesitze. Was wiederum zu Folge hatte dass ich mich dann gen Mittag doch aufgerafft hatte und in den Stall tuckerte.

Ponylein oder auch Zicki getauft, etwas Bewegung aufgebrummt. Dir Rentnerrunde gegondelt und an der Sonne erfreut. Die Weidesaison eröffnet. Die 20 Minutenmarke schamlos überzogen und danach ein sehr schlechtes Gewissen gehabt. Wollte ich doch langsam anfangen. Zicki und Bubi werden es mir nicht verübeln, dass sie länger auf der Wiese bleiben durften. Hoffen wir mal, dass es kein Bauchweh gibt.

Nach Erledigung der alltäglichen Stallarbeit nicht so recht gewusst was ich mit meiner restlichen Zeit anfangen soll. Auto putzen wäre mal wieder angesagt. Gerümpel raus. Müll wegwerfen. Pfandflaschen gesammelt in eine Tragetasche schmeißen. Gebe ich offen gestanden zu, dass ich manchmal ein regelrechtes Chaos in meinem Auto spazieren fahre. Was es nicht immer leicht macht, mich zum Fahrer zu erörtern. Ist oft eine der blödesten Ideen die man haben kann.

Gesaugt und die Fußmatten gereinigt. Staub entfernt und das Auto poliert. Schaut jetzt wieder ordentlich aus. So müsste man das jetzt halt noch beibehalten. Ach, hm. Das eine Licht funktioniert nicht. Warum meckert mein Auto dann nicht, dass die Birne defekt ist? Sonst kräht es doch auch wegen jedem scheiß, wenn’s was braucht. Aber wenn einem die Birne durchbrennt, dann hält man es nicht für nötig, mich darüber in Kenntnis zu setzten. Vielen Dank auch Amadeus. Ja mein Auto hat einen Namen. So ist es. Muss so oder so zum Service. Meckert Auto schon seit einigen Tagen das er in die Werkstatt zur allgemein anfallenden Überprüfung möchte. Mach ich nächste Woche. Sollte vor Jobwechsel noch erledigt werden. Aufgrund von längeren Strecken. Und einer Unlust auf der Autobahn plötzlich stehen zu bleiben, weil der Motor streikt. Können sie dort auch gleich die kaputte Birne austauschen. Da gibt’s dann wieder ne tolle Rechnung. Zum Glück schiebe ich monatlich was auf die Seite. Dann kommt’s nicht ganz so überraschend.

Aufgrund wieder auftretender Langeweile, musste noch mein Reitzubehör dran glauben. Die Lederstiefel stehen vor Dreck. Und die Trense von Zicki könnt auch mal wieder ne Reinigung vertragen. Kann ich auch gleich das neue Stirnband mit Glitzersteinchen und die neuen Zügel anbringen. War eh mal wieder notwendig. Ob es das Stirnband gebraucht hätte, ist Fraglich. Die Zügel waren es. Die alten sind doch schon ziemlich ramponiert. Ausbreitung der benötigten Utensilien und bumms hätte man meinen Können, dass auf meinem sonnigen Platz eine Bombe eingeschlagen hat. Zubehör ist jetzt aber sauber. Bleibt es hoffe ich auch noch ein Weilchen.

Und nun stelle ich für meinen Teil fest, dass der Sonntag auch schon wieder vorbei ist. Was wiederum bedeutet, dass ich morgen wieder arbeiten gehen darf. Spätschicht. Juhu. Kann ich morgen nochmal ausschlafen. Heißt ich könnte heute abend ganz entspannt noch in die Badewanne hüpfen und mir gleichzeitig die Haare färben. Sieht die Farbe schon wieder leicht verwaschen aus.

Aber vorher wäre vielleicht noch ein Eis ganz nett. Und da davor, werde ich mich an einem Tütenreis probieren. Also eigentlich an Expressreis von Uncle Bens oder so. Bin ja eigentlich nicht so geil auf so Tütenkrimsikramsi. Bin der selber Kocher. Aber irgendwie. Irgendwie hat mich diese Tüte neulich beinahe angebrüllt, ich solle sie gefälligst mitnehmen. Um einen Tobsuchtsanfall und die damit verbundenen entsetzten Blicke der anderen Kunden abzuwehren, packte ich die Tüte also mit ein. Sie hat es nicht anders gewollt. Jetzt muss der Reis damit rechnen verspeist zu werden.

Ende gut.

Alles gut.

Aus.

Aussortiert

Bin gerade meine Liste durchgeganen mit Blogs, denen ich folge.

Beinahe 400. Aber irgendwie lese ich nicht mal mehr von allen die Beiträge.

Manche bloggen auch schon garnicht mehr. Haben es aufgegeben.

Andere sind privat geworden.

Andere wiederum sind umgezogen.

Bin aber manchmal etwas verwirrt, weil ich nicht mehr weiß welche Blogs ich rausschmeißen wollte/sollte

Kann mich manchmal auch nicht so ganz entscheiden.

Auf ein anderes mal vertagt.

Auf den Spuren der Reiseblogger 1

Letzte Nacht, als ich nicht schlafen konnte (ich hatte Nachtdienst), habe ich mich ein wenig umgesehen, was es denn so alles zum Thema Reiseblogger gibt. Eigentlich lief es darauf hinaus, dass ich bei Google eintippte „Der Alltag eines Reisebloggers“. Warum auch immer, das Thema scheint mich gerade ziemlich zu interessieren.

Wie dem auch sei. Habe ich auf Google so einiges gefunden. Gerade zum Thema Alltag als Reiseblogger. Beiträge die etwas ernstes hatten. Aber auch Beiträge mit einem etwas lustigen hauch. Alles was etwas witzig geschrieben ist, so geht es mir zumindest, lässt sich recht gut lesen.

Wie ich da drauf kam, weiß ich eigentlich auch nicht so recht. Also darauf zu meinen nach Reisebloggs zu suchen. Doch eigentlich fällt es mir jetzt, gerade in diesem Moment, siedentheiß ein. Habe ich eigentlich nach dem Sabbatjahr geschaut, und was es damit eigntlich so auf sich hat. Irgendwie bin ich dann auf Thema Reisen gekommen. Siehe da, landete ich bereits auf anderen Blogs genau zu diesem Thema.

Muss ich offen gestanden zugeben, dass ich richtig Lust hätte, gerade zu vereisen. Alleine aus dem Grund heraus, dass ich einfach mal wieder raus kommen sollte, aus dem ganzen Alltagsgezumsel. Zwei, drei Wochen mal wieder unter wegs sein. Auf der anderen Seite das Entspannen nicht vergessen.

Hach ja, wäre das schön. Aber wem geht das nicht so, einfach mal raus zu wollen. Im Grunde geht es beinahe jedem irgendwann mal so. Weil man das Gefühl nicht los wird, dass einem die Decke auf den Kopf fällt.

Auf meiner Recherche übrigens, landete ich nicht nur auf Bloggs selbst, sondern auch auf einer Seite, die ein Intervew mit einem Reiseblogger geführt und veröffentlich hatte. Da wurde über einen Reiseblogger berichtet, genauer gesagt wurde genau dieser ziemlich unter die Lupe genommen.

Zu guter letzt, las ich mir noch die Kommentare durch, zumindest einen Teil davon. War ich danach in einer leichten Schockstarre gelandet. Warum? Gibt es doch tatsächlich neider unter den Bloggern. Neider, richtig gehört. Aber mal ganz ehrlich, wo gibte es das nicht.

Aber das, fand ich dann schon ein wenig dreist. Wirklich. Die ersten zwei die einen Kommentar abgelassen hatten, haben im Grund nur über den Autor und dessen Blog hergezogen. Gemotzt, gemault, gemeckert. Der Blog hat dies nicht, jenes nicht, kenn ich schon lange, Beiträge haben keinen mehrwert (wobei ich mich das natürlich manchmal auch bei meinen Beiträgen frage, ob die immer so sinnvoll sind), alles bloß oberflächliches geredet. So in die richtung eben. Richtig gemein und niederträchtig. Sei ihm doch der Erfolg gegönnt. Irgendwo da draußen, gibt es eben Leute, denen der Blog gefällt. Anderen wieder nicht so.

Aber muss ich nur, weil mir etwas nicht gefällt, gleich so über den anderen herziehen? Da wären wir nämlich wieder an dem Punkt, Internet, anonym, jeder kann sagen was er will und da seinen Senf ablassen ohne das drauf was folgt. Also eine Konsequenz.

Zum Glück waren es jedoch nur zwei, die so gegen den Beitrag gewettert haben. Vorallem an dem Punkt als es darum ging, dass der Beitrag lediglich erschienen ist um dem Blog mal wieder ein paar Besucher zu bescheren, war auch den meisten anderen Kommentierenden klar, irgendwo ist da wahrscheinlich ganz schön der Wurm dirn und die Eifersucht lässt grüßen.

Aber, warum aufregen, wenn man auch andere Blog entdeckt, die man toll findet. Die schön gestaltet wurden. Der Text über den Alltag irgendwie witzig ist. Ein wenig musste ich da dann an unseren Londonaufenthalt denken. Wobei es da noch nicht ganz so extrem war. In Irland war es viel mehr, da ich zu dieser Zeit schon weitaus mehr, dem Bloggen verfallen war.

Als ich den Teil lase, mit dem WLan suchen, musste ich spontan lachen. Ging es mir in einem Hostel beinahe genau so. Nein eigentlich war es ein Gästehaus und kein Hostel. Aber ich musste trotzdem das WLand irgendwie suchen. Im Zimmer hatten wir so gut wie keinen Empfang. Was mich dann irgendwann dazu veranlasste vor dem Haus zu sitzen.  Was es aufgrund von Lichteinstrahlung nicht ganz einfach machte, Beiträge und Bilder zusammenzubasteln. War doch ein wenig hell.

Aber schaut euch den Beitrag doch vielleicht gerade selber an. Möchte ich ja nicht alles verraten. Außerdem bin ich ein ziemlich schlechter Erzähler 🙂
Am besten Hier vorbei schauen 🙂

Die Begegnungen im Fitnessstudio

Gestern war ich wieder mal im Fitness. Bekomme ich es also doch hin und wieder hin, mich phasenweise regelmäßig da blicken zu lassen. Was aber nicht zu Letzt daran liegen könnte, dass ich gerade Urlaub habe und es Zeitlich hin haut. Aber eigentlich auch nur, weil ich noch nicht zum Snowboarden kann. Der Schnee lässt ja nach wie vor, ganz schön lange auf sich warten. Weiß auch nicht so recht, was ich mir gedacht habe, als ich mir eingebildet habe, dass Anfang Dezember schon ausreichend Schnee vorhanden sein könnte. Ist das doch schon seit 2 Wintern so, dass Anfang Dezember alles noch eher grünbraun statt weiß aussieht.

Die Retourkutsche meines gestrigen, sehr ausgiebigen Trainings, welches 35 Minuten Laufband und etwa 20 Minuten Geräte beinhaltete, erhielt ich heute Morgen in Form eines Wunderschönen Muskelkaters. Und das trotz Sauna. Vielleicht hätte ich doch noch einen zweiten Gang machen sollen. Wobei, bin ich mir nicht wirklich Sicher ob das dann noch so viel ausgemacht hätte und den Kater davon abgehalten hätte zu kommen, so wie er eben heute Morgen da war.

Wie immer, habe ich mich während meiner Trainingseinheit, regelmäßig und immer wieder darüber gewundert, was manchmal für komische Vögel im Studio rumstolzieren. Aber wahrscheinlich halten mich andere, für einen genau so komischen Vogel. Wer weiß das schon. Ich meine, gebe ich den anderen durchaus mehr als genug Gründe, mich als merkwürdig betiteln zu können. Rote Haare, Strähnen, Kurzhaarschnitt (und das als Frau, unmöglich nicht wahr vor allem in der heutigen Zeit, ist das ja total ungewöhnlich) und im Gesicht glitzert es wo es nur glitzern kann. Nun gut zwar nicht überall ist ein Piercing zu finden, der Funkelt, aber doch an mehreren Stellen. Vor allem das Rechte Ohr ist ziemlich glitziglatzi. Eigentlich müsste ich, aufgrund des vielen Metalls im Ohr, schon ziemlich nen Rechtsschlag haben. So irgendwie, wegen dem Übergewicht auf der einen Seite. Vielleicht sollte ich mir das andere auch noch so durchlöchern lassen, damit ein Gleichgewicht herrscht. Aber dann wäre es ja langweilig, wenn beide Ohre gleichermaßen zugknallt wären. Oder? Aber gut.

Nach reichlicher Überlegung über diverse Gründe, weshalb ich als komischer Vogel abgestempelt werden kann, habe ich mich dann doch irgendwann mal umgezogen gehabt und stand auf dem Laufband. Kann es ja im Grunde nicht gut sein lassen, zu schauen wer denn da alles unterwegs ist. Kann es auch irgendwie nicht lassen, mir meine Gedankengänge dazu zu machen. Irgendwie macht das mein Hirn von ganz alleine. Also Gedanken macht es sich von alleine. Manchmal, immer wieder, immer öfter, ständig.

Links, zwei Mädels. Blondi und die Freundin die mitgezogen wird. Waren das nicht zwei von denen, die sich ausgiebig darüber unterhalten hatten, wie wichtig Sport und gesunde Ernährung sind? Gleichzeitig aber ihre nicht zu übersehenden Schwimmreifen spazieren tragen? Könnte durchaus sein, hab mir nicht wirklich gemerkt wie die aussahen. Schienen gerade lautstark über irgendwen her zu ziehen. Über wen und was weiß ich nicht so genau. Meine Musik übertönte zum Glück den Großteil des ganzen.

Einige Zeit später. Ein junger Kerle stellt sich aufs Laufband neben mir. Aufwärmen scheint gerade ganz wichtig zu sein. Schielt der gerade auf meine Geschwindigkeit? Was zum Henker geht den denn an, dass ich gerade in diesem Moment mit 8,4 Km/h auf der Stelle renne? Naja, seis drum. Aufgrund von Eingelaufen, stelle ich die Geschwindigkeit mal auf 8,8 km/h. Neben mir fängt es an zu piepen. Stellt der doch ernsthaft jetzt auch die Geschwindigkeit höher? Ein paar Minuten später, Steigerung auf 9,5 km/h nebenan, piept es schon wieder. Das Spielchen, dass er immer dann die Geschwindigkeit über meine Setzt ging etwa so lange. Bis ich mein Soll erreicht hatte und ich mit knallroter Rübe und pitsch Nass die Geschwindigkeit wieder drosselte um wieder runter zu kommen und im Schritttempo auszulaufen. Schnappatmung mit inbegriffen. Hustanfall, da scheint sich doch was gelockert zu haben.

Weitere Gedankengänge während meiner Laufbandaktion:

  • Frisur schaut doof aus
  • Bubi
  • Etepetete Tante
  • Fräulein „Zwei-Schnitzel-täten-dir-besser-antstatt-nochmal-2Kg-abzutrainieren“ ist auch wieder da. Irgendwie läuft die n bisschen krumm und sieht etwas verhungert und leicht fertig aus.
  • Security läuft sich warm
  • Trainer redet lieber mit Blondi bei einem Kaffee, anstatt sich um Trainierende zu kümmern die offensichtlich Hilfe brauchen

So ging das dann eine Weile, bis ich keine Lust mehr hatte, zu guggen wer oder was da eigentlich vorbei läuft oder hoch kommt zum Trainieren.

Allerdings hatte ich nicht lange ruhe. Auf der Ebene der Geräte ging es nämlich prompt weiter. Mit Begegnungen, die ich eigentlich so nicht machen wollte. Was mein Hirn viel zu schnell wieder zum Denken veranlasste.

Ein Kerl z.B. dessen Hose so garnicht zu seinem Bodybuilderimage passen wollte. Sah die nämlich ehr so aus, als hätte er sich in die Hosen gemacht. Seine Freundin, zumindest sah es so aus, als wäre es seine Freundin, starrte mich manchmal etwas böswillig an. Warum guggt die so böse? Was weiß ich schon. Geh ich wo anders hin wenn die immer so grimmig zu mir rüber schielt.

Außerdem rannten mir noch zwei Bubis über den weg. Die mich eigentlich mehr zum lächeln brachten, als irgendwas anderes zu bewirken. Zwei Gestalten, die mehr Bubihaft waren für ihr alter. Fragte mich, ob sie tatsächlich glaubten, wenn sie ins Fitness gingen und irgendwann (so in 5 Jahren) Mukkis hätten, würden sie die Weiber cooler finden. Nein. Glaube ich nicht. Egal, fand es nur amüsierend, was für Vorstellungen die beiden hatten. Die ich aber nicht mehr wirklich weiß, da ich sie relativ zügig wieder verdrängt hatte. War zu unwichtig um sie sich zu merken. Wie dem auch sei.

Die nächste Begegnung ereilte mich in der Sauna. Flanierende Herren in gehobenem alter. Die sich wohl tendenziell nur dort aufhalten, um ggf. einen Blick auf die ein oder andere junge Dame zu erhaschen, weil es zuhause nichts zu essen gibt. Aber das ist reine Spekulation und einfach mal dahin gestellt. Sicher weiß ich es nicht. Dennoch lässt es einen genau das Vermuten. Wälzte mich im gunde auch schon wieder beinahe im Fettnäpfchen. Gut das ich in den meisten Fällen doch einfach meine Klappe halte und es nur denke und nicht sage. Trage ich in der Sauna meine Brille nicht, was wiederum bedeutet, dass ich nichts und niemanden erkenne. Außer Leute die ich schon öfters beim Trainieren gesehen habe, kann ich an Statur und Stimme ausmachen. Beziehungsweise, wenn ich sie schon das ein oder andere mal mit Kontaktlinsen in der Sauna wahrgenommen habe. Ansonsten wird es etwas schwierig. Neben mir, aber doch so weit weg, dass ich sie nicht scharf sehen konnte, saß eine Frau. Während dem Schwitzen, dachte ich mir, die Frisur sieht aber etwas komisch aus. Hätte ich mir so nicht machen lassen. Hinten hat der Frisör schon ein wenig viel mit dem Rasierer runter genommen.

Draußen mit Brille im Gesicht, war ich dann wieder froh, die Frau nicht auf ihre etwas merkwürdige Frisur angesprochen zu haben. Denn handelte es sich bei den Haaren um ein Kopftuch. Die Frau hatte eine Glatze, schien so, als hätte sie Krebs und müsse sich einer Chemotherapie unterziehen. Liebes Fräulein, gut das du deinen Mund geschlossen gehalten hast. Hätte ich mich mit so einer Aussage eindeutig in die Nesseln gelegt.

Weiter kam ich dann jedoch mit diversen Beobachtungen zu entsprechenden Vögeln garnicht. Beschloss ich nämlich nach dem ersten Gang, für den gestrigen Tag Feierabend zu machen. Was wohl an dem extremen Hungergefühl gelegen haben könnte.

Notiz fürs nächste mal:

Sollte ich vor haben länger als 30 Minuten zu laufen, brauche ich mehr zu trinken.

Außerdem wäre ein zweites kleines Handtuch zum Schweißabtupfen nicht schlecht.

Außerdem brauche ich ein anderes Deo, dass extremen Sport aushält und nicht bereits nach 20 Minuten Laufband, den Geruchstest nicht mehr besteht, weil es versagt.

Nächstes mal während dem Training wieder Magnesium ins Wasser tun. Wegen Muskelkater.