Konsumgesellschaft

Anfang Dezember habe ich schon mal davon berichtet, dass bei uns, wie alle Jahre wieder, eine Shoppingnacht bis 23 Uhr anstand. Wie immer um Weihnachten herum. Welchen genauen Zweck das ganze verfolgt, kann ich nur erahnen. Weiterlesen

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Zustände wie im Mittelalter, neulich im Hallenbad

Diese Woche, war ich leicht schockiert über die „Zustände“ im Hallenbad, als ich mit einer Rollstuhlfahrerin dort war. Wir wollten uns einfach einen schönen Tag machen. Mehr nicht.

Umziehen erfolgte auf einer Matte am Boden, in der Behindertentoilette, weil eine andere Möglichkeit nicht vorhanden war. Auf den Boden konnte ich sie auch nur legen, weil mir eine Kollegin dabei geholfen hatte.

Damit allerdings noch nicht genug. Die nächste Hürde wartete bereits am Becken auf uns. Stufen über Stufen. Und weit und breit kein Lifter zu sehen. Wie ich sie ins Wasser brachte? Wieder mithilfe vereinter Kräfte. Selbiges Spiel rückwärts. Nicht so lustig, gerade dann wenn die zu bewegende Person nass ist.

Duschen nach dem Schwimmen, war auch eine gewisse Herausforderung. Eine Behindertengerechte Dusche war zwar vorhanden, der Duschstuhl war allerdings ein ausrangierter Gartenklappstuhl. Wunderprächtig. Kurzzeitig musste ich sogar angst haben, dass mir die junge Frau, mit der ich unterwegs war, vom Stuhl rutscht.

Fitness konnte ich mir eigentlich sparen, mein Rücken wird es mir in ein paar Jahren wahrscheinlich boshaftig danken. Was das mit Integration und Inklusion zu tun hat, ist mir ehrlich gesagt vollkommen schleierhaft. Mal davon abgesehen, dass besagtes Hallenbad noch nicht so alt ist, dass man die Ermangelung von Behindertengerechter Ausstattung, nachvollziehen könnte.

Überrascht war ich dennoch über die wirklich tolle Hilfsbereitschaft der anderen Badegäste. Die sehr zuvorkommend waren und ihre Hilfe in jeglicher Form anboten und keinerlei Berührungsängste zeigten. Die Menschheit scheint doch noch ein bisschen gut zu sein :).

Trotzdem muss ich sagen, bin ich sehr enttäuscht über die vorgefundenen „Zustände“. Da will man Menschen mit Behinderung ein normales Leben ermöglichen, kann es teilweise aber nicht, weil öffentliche Einrichtungen gar nicht darauf ausgelegt sind. Irgendwas stimmt doch da nicht. Und da soll man noch vernünftig arbeiten können. Mal ganz zu schweigen davon, dass es enttäuschend ist. Gerade für die Betroffenen. Die vieles einfach nicht machen können, weil sie vergessen werden.

 

 

 

Zwiespalt und schlechtes Gewissen

Gegenüber der Mizi habe ich inzwischen ein leicht schlechtes Gewissen. Aktuell ist sie nämlich noch eine Wohnungskatze. Alleine schon wegen dem Umzug. Sollte sie erst mal verstehen wo sie jetzt Wohnt und ihr zu Hause ist.

Allerdings fängt mich langsam aber Sicher das schlechte Gewissen an zu plagen. Weil die Mizi doch oft mehrere Stunden alleine zu Hause ist. Sie hat zwar ihre Spielsachen und ihr Essen, aber Gesellschaft hat sie trotzdem nicht.

Eigentlich war ja angedacht, dass sie irgendwann mal raus kann. Allerdings habe ich dabei so ziemlich meine Bedenken. Wenn man da nicht sogar von Sorge oder Angst sprechen kann. Angst davor, dass sie aus lauter Neugierde irgendwo eingesperrt wird, und dann verhungert oder verdurstet. Oder ganz rabiat, vom Auto überfahren wird. Weiß ich nämlich, dass zwei Katzen der Vormieterin überfahren wurden. Und das will ich nicht.

Ein Umzug zu den Eltern kommt nicht in Frage. Katerlie und Katze würden darauf nicht sehr positiv reagieren und auf lange Sicht, höchst wahrscheinlich, ausziehen.

Es läuft womöglich darauf hinaus, dass  eine zweite Katze kommt. Das die Mizi Gesellschaft hat. Halbwegs im selben alter sollte sie sein. Entweder frage ich bei einem Bauern hier in der Gegend. Oder ich werde im Tierheim anfragen. Davor muss ich aber noch Rücksprache mit den Vermietern halten. Ob eine zweite Katze in Ordnung ist. Möchte sie nicht einfach hintergehen und vor vollendete Tatsachen stellen.