Ein Tag wie jeder andere

Witziger weise war der heutige Tag wirklich in Ordnung. Wir kamen super miteinander aus und haben normal miteinander gesprochen. Wie ganz am Anfang meiner Zeit. Weiterlesen

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Wenn sich was ändern muss

Was ich mir bloß dabei dachte

Manchmal frage ich mich selbst tatsächlich, was mich damals eigentlich geritten hat, die Stelle zu wechseln, als ich mit der Ausbildung fertig war. Raus aus der geregelten Arbeitszeit, rein in den WG Alltag mit Wechselschicht- und Wochenendarbeit.

Es lag wohl nicht zuletzt an der Tatsache, dass ich mir steif und fest einredete, mich beruflich weiter zu entwickeln. Mal einen anderen Bereich kennenlernen wollte. Wissen wollte wie es in einer WG für Menschen mit Behinderung so abläuft. Ich wollte Erfahrungen sammeln und meine pädagogische Arbeit verbessern. Alle Hinweise von Kollegen, Freunden und Familie, wohlwissend in den Wind geschossen, dass Schichtarbeit sehr anstrengend ist.

Ich wollte es aber auf Teufel komm raus wissen. Unbedingt. Obwohl ich eigentlich von meiner ersten Ausbildung her, wissen hätte müssen, dass mir die Schichtarbeit überhaupt nicht liegt. Aber genau das habe ich gekonnt ignoriert und überhört. Hätte ich mich letztlich wahrscheinlich sehr drüber geärgert, hätte ich es nicht gemacht. Weil dann hätte ich immer noch nicht gewusst wie es ist.

Beruflich unterwegs im psychiatrischen Bereich

Nach dieser Entscheidung begab es sich, dass ich in einer Wohneinrichtung im psychiatrischen Bereich gelandet war. Auf der einen Seite war es sehr interessant, auf der anderen schwor ich mir von Tag zu Tag mehr, ich würde dauerhaft nicht mit diesem Klientel arbeiten können. Ich konnte damit nicht viel anfangen und bin eindeutig im falschen Bereich gelandet. Mein Steckenpferd war  ein anderes. Aber nicht der psychiatrische Bereich.

Ganz zu schweigen von den Nachtwachen, die ich absolut nicht abhaben konnte. Die ganze Nacht schlägt man sich um die Ohren, wartet eigentlich regelrecht darauf, dass man abgelöst wird vom Frühdienst, zählt die Stunden wie lange man noch bleiben muss, bis man ins Bett kann. Und schaut TV. Mal ganz zu schweigen von einer doch recht langen Strecke, die ich bis nach Hause zurücklegen musste. Was mich zusätzlich geschlaucht hat zu der Tatsache so oder so schon übermüdet zu sein.

Stellenwechsel, schon wieder!

Letztlich lief es auf einen Stellenwechsel hinaus. Zu meinem jetzigen Arbeitsplatz. Kannte ich einen Teil der Bewohner bereits aus meiner Zeit der Ausbildung. Außerdem empfand  ich es im Vorstellungsgespräch damals sehr angenehm, dass es eine Bereitschaft für die Nacht gibt und keine Nachtwache. Letztlich habe ich auch zugesagt, weil die Stelle weitaus näher an meinem Zuhause ist, als die vorige.

Allerdings komme ich in den seltensten Fällen in der Bereitschaft tatsächlich dazu zu schlafen. Ich bin oft zwar recht müde, aber kann dennoch nicht schlafen. Was vielleicht auch damit zusammen hängt, dass ich außerhalb allgemein schlechter schlafe als zu Hause. Was aber, so glaube ich, nichts ungewöhnliches ist.

Ich bin nicht für den Schichtdienst gemacht

Dennoch stelle ich für meinen Teil immer mehr fest, dass ich wirklich nicht für den Schichtdienst gemacht bin. Ich ein Mensch bin, der tagsüber arbeitet, abends zu Hause ist und des Nachts auch in seinem eigenen Bett schlafen will. Ich stelle zunehmend fest, dass mich die verschiedenen Schichten sehr schlauchen.

Ich oft sehr müde und erschöpft bin. Auch wenn ich ein bestimmtes Pensum Schlaf habe. Vor allem nach einer durchwachten Nacht, bin ich oft extrem fertig. Brauche recht viel Zeit um mich davon wieder zu erholen. Habe auch oft keine große Lust mehr, irgendwas zu unternehmen.

Außerdem fällt mir immer mehr auf, dass es mich von Zeit zu Zeit immer mehr Nerven kostet, am Wochenende zur Arbeit zu gehen. Ich vieles häufig als Unfair und ungerecht sehe. Aber nichts sage. Es stillschweigend so hinnehme, wie es ist.

Mit meinen jungen Jahren, komme ich mir inzwischen vor wie jemand, der kurz vor der Rente steht. Schlapp, müde und ausgelaugt. Kaputt. Unmotiviert. Energielos. Den Wunsch verfolgend, wieder geregelte Arbeitszeiten zu haben. Wieder einen normalen Rhythmus hat. Ich bin zu alt für den Sch….würde eine ehemalige Kollegin von mir dazu wohl sagen.

Eine extreme Erfahrung

Neulich hatte ich eine sehr krasse Erfahrung. Die mir wieder neu aufgezeigt hat, was ich eigentlich wirklich will. Beruhend auf meiner Entscheidung, die ich damals im psychiatrischen Bereich traf, nie mehr in diesem Bereich zu arbeiten, da es nicht mein Bereich ist und ich mit diesem Personenkreis nicht gut harmoniere.

Hatte ich Nachtbereitschaft. Ich war ziemlich müde und kaputt vom Tag. Da ich in meiner Freien Zeit, bis ich zum Dienst durfte, noch einiges erledigt und gemacht hatte. Wusste auch, dass in der WG nicht viele Bewohner anwesend sind, da der größte Teil erst am Folgetag, von den Eltern vom Wochenendbesuch nach Hause kommen würde. Bei einem Bewohner ist es jedoch üblich, dass dieser bereits am Sonntagabend wieder zurück kommt.

War mir auch klar, dass besagter Bewohner, etwas durch den Wind sein dürfte, aufgrund seiner psychiatrischen Hintergrundgeschichte. Allerdings musste ich für meinen Teil feststellen, dass dieser nicht nur ein bisschen durch den Wind war.

War es ein regelrecht provokatives Verhalten, dass an den Tag gelegt wurde. Ein Verhalten, dass mir Angst einjagte. Hinzu kam noch die Tatsache, dass ich wusste, die Nacht alleine im Haus verbringen zu müssen. Der nächste Dienst, der mich unterstützen könnte, erst am nächsten Morgen eintreffen würde. Ich demnach mehrere Stunde alleine im Haus wäre.

Angst und blanke Panik

Leichte Panik stieg in mir auf. Zumal ich immer dachte, als ich ein Gespräch begonnen hatte, vom Thema ablenkte und der Bewohner auch immer wieder entspannt wirkte, dass sich die Situation im Allgemeinen entschärft hatte. Allerdings kamen immer wieder provozierende, teils aggressive Äußerungen. Was zur Folge hatte, dass die Angst und die blanke Panik immer mehr in mir hoch stieg und wie ein Klos in meiner Brust hing. Aber zeigen darfst du es im Grunde nicht, denn sonst hast du von vornherein verloren. Immer cool bleiben hieß die Devise.

Diese Angstzustände, muss ich zugeben, hatte ich vor vielen Jahren schon einmal. Allerdings kamen diese über einen langen Zeitraum nicht mehr auf. Hatte ich sie lange nicht mehr. Und alleine durch diese eine Situation stiegen sie wieder auf. Es ist nicht angenehm.

Ich konnte die gesamte Nacht nicht mal im Ansatz daran denken zu schlafen. Zu groß war der Klos im Hals, der dort steckte. Zu viel Angst hatte ich, plötzlich einen Bewohner neben mir stehen zu haben, der außer Rand und Band ist. Ich keine Chance mehr habe die Flucht zu ergreifen und mir Hilfe zu holen. Zu viel Respekt davor, nicht mitzubekommen wenn etwas passiert.

Was tue ich eigentlich wenn…?

Ich sah mich vor meinem inneren Auge bereits, wie ich mich in ein Zimmer verschanzte. Total panisch den Notruf absetzte. Weinend vor Angst, mit zittriger Stimme dem Beamten, am anderen Ende der Leitung, meine Situation schildernd. Draußen ein schreiender und randalierender Bewohner. Ich darum bittend einen Einsatzwagen vorbei zu schicken um den, am Rad drehenden, Bewohner in die Klinik einzuliefern.

Die gesamte Nacht hörte ich permanent irgendwas. Irgendwelche Geräusche, die mich aufschrecken ließen. Nicht zuordnen könnend, woher diese kamen. Da war ich dann auch an dem Punkt, an dem ich entschlossen hatte, es muss sich dringend und sehr schnell etwas ändern. Außerdem setzte ich für mich selbst fest, dass ich nicht mehr im psychiatrischen Bereich arbeiten möchte. Auch nicht, wenn davon nur einer betroffen ist. Dachte ich zu Anfang immer, dass ich mit einer Person, die einen Psychiatrischen Hintergrund hat, schon klarkommen würde. Aber ich tue es nicht. Das muss ich mir wohl nun eingestehen.

Als erstes werde ich wohl darum bitten, keine Nachtdienste mehr eingeteilt zu bekommen, wenn dieser Bewohner im Haus ist bzw. vom Elternbesuch zurück kommt. Ich hoffe nur, dass meine Sorge ernstgenommen wird.

Abgelehnt

Gestern Post bekommen.

Habe eine Bewerbung zurück bekommen. Mit einem kurzen Schreiben. Das, dass Probearbeiten nicht zufriedenstellend verlaufen sei.

Habe mich nämlich gegen die Stelle entschieden.

Konnte das mit mir und meiner Arbeitsweise nicht vereinbaren. Das Gebäude war zwar ein neues. Aber irgendwie hatte es was von Krankenhaus. Ich weiß auch nicht. Die wenigsten Zimmer dort hatten beispielsweise ein eigenes Bad. Geschweigedenn ein Waschbecken. Haben sich immer zwei ein Bad geteilt. Die irgendwie, naja, ich weiß auch nicht. Trist waren. Irgendwie sind die Gemeinschaftsbäder bei uns viel Freundlicher. Und die Bewohner, welche kein Bad haben, haben zumindest ein eigenes Waschbecken im Zimmer.

Aber daran habe ich mich nicht wirklich aufgehängt. Nur weil ich so was nicht so toll finden würde. Es hat meiner Ansicht nach mit der Leitung nicht gepasst. Nicht in dem Sinn, dass mir ihre Nase nicht gepasst hätte. Oder ihre Kleidung. Eher ihr verhalten den Bewohnern gegenüber. Ging mir in der Pflege alles etwas zu schnell. Etwas zu Ruppig. Zu wenig Rücksicht auf die Bewohner genommen. Zu wenig darauf eingegangen was die Bewohner können. Ehrlich gesagt, ist das nicht die Arbeitsweise die ich mir persönlich vorstelle. Deshalb habe ich den Beruf eigentlich nicht gelernt. Um Hecktick zu verbreiten und den Bewohnern vieles vorweg zu nehmen.

Im Grunde habe ich schon ein cooles Team. Habe wieder mal gemerkt, wie toll es ist da zu arbeiten. Wenn eben diese ewige Wechselschicht nicht wäre….Die mich so schlaucht. Des Öfteren zumindest.

Witzig…oder auch nicht

Neulich Vorstellungsgespräch gehabt. Hatte eine relativ lange Anreise für ein Vorstellungsgespräch. Im Gespräch wurde ich dann gefragt, wie ich denn so ungefähr auf die Idee käme, in meinen jungen Jahren und mit meiner Berufserfahrung, mich auf eine leitende Stelle zu bewerben. Nun ja. Früh übt sich. Kurzzeitig fragte ich mich dann, warum ich überhaupt über 100 km gefahren bin, wenn man eigentlich nicht vor hatte mich einzustellen. Oder es zumindest in Erwägung zieht. Das hätte man mir auch am Telefon sagen können.

Letztlich stellte sich heraus, dass man darauf hinaus wollte, ob ich mir auch die Stellvertretung vorstellen könnte. Weil ihnen noch Berufserfahrung fehlt. Hatte bejaht das auch eine Stellvertretung in Ordnung wäre.

Allgemein empfand ich die Fragen beim Gespräch situativ sehr provokativ. Und hab mich teils sogar gefragt, ob die Frage eben überhaupt so zulässig ist. Und ob ich Antworten muss. Aber ist wohl Strategie. Wollten vielleicht wissen, wie ich mit Stress umgehe. Oder so.  Haben irgendwie ein bisschen guter Bulle, böser Bulle gespielt.

Zwei Tage später der Anruf. Sie hätten sich lange unterhalten. Und entschieden, dass sie mich weder als Leitung noch als Stellvertretung einstellen wollen würden. Dafür aber für den normalen Gruppendienst. Natürlich wegen der Berufserfahrung.

Ich hasse so was. Da hackt man ewig auf der Berufserfahrung herum. Ich bin eben erst 25….und habe noch keine 30 Jahre Berufserfahrung. Sorry. Mal ganz zu schweigen, dass immer erst ab dem Punkt gerechnet wird, ab dem man aus der Ausbildung kam. Weil eigentlich bin ich inzwischen seit 6 Jahren in diesem Bereich tätig. Bin ja nicht nur dagesessen und habe Daumen gedreht.

Die ersten zwei Jahre bin ich als Praktikant, wie eine normale Angestellte gelaufen. Vollzeit. Für 450 €, von denen mir damals unter 400 € übrig geblieben sind. Und das über 2 Jahre hinweg. Aber gut. Lassen wir mal so stehen.

Neulich bei der Regionalen Zeitung, eigentlich gestern, eine Stellenausschreibung gesehen, von bevorzugtem Betrieb. Leitung. Auf die Stelle, so bilde ich mir ein, hatte ich mich vor gut einem halben Jahr schon mal beworben. Die hatte man dann aber anderweitig besetzt. Komisch, dass die jetzt wieder frei wird.

Hatte glaube ich schon mal erzählt, von der Absage neulich und dass die selbe Stelle am nächsten Tag wieder ausgeschrieben war. Glaube ich.

Nachdem ich nun nicht wusste, wie ich mich jetzt verhalten soll und überhaupt nochmal bewerben, habe ich kurzerhand mit der Leitung kontakt aufgenommen. Weil ich wissen wollte was eigentlich Sache ist. Wollte einfach wissen, ob ich nicht mehr erwünscht bin. Oder ob ich nochmal ne Bewerbung raushauen soll.

Leitung wusste gar nicht so wirklich bescheid über die Bewerbungssache. Wäre da nicht so recht involviert gewesen. Würde es aber befürworten wenn ich wieder komme. Sollte doch einfach mal mit meinen Bewerbungsunterlagen vorbei kommen. Dann könnte man sich unterhalten. Wollte außerdem bei den entsprechenden Stellen nochmal nachhacken.

War heute da. Bin einfach mal vorbei gekommen. Leitung war aber da gerade leider nicht da. Habe es dann einem Kollegen gegeben, der es weiter leitet. Ganz sicher hat er gesagt. Versprochen. Hoffe er hält es auch. Bin mal gespannt, ob Leitung sich die Tage bei mir meldet. Vielleicht können wir auch einen Termin ausmachen. Und ich komm da dann fix vorbei. Oder so in die Richtung. Keine Ahnung. Mal schauen was passiert.

Hoffe nur, dass es zügig vorwärts geht.

 

Wenn die Kollegen fragen.

Neulich fragte mich meine Kollegin ob mich was belasten würde. Ich wäre zur Zeit etwas komisch. Würde bedrückt wirken.

Meinte es würde mich etwas traurig machen, dass Kollegin x noch weitere Monate ausfallen wird. Wegen ihrer OP.

Konnte ihr ja schlecht sagen, dass ich einige Bewerbungen rausgeschickt habe. Und es eine Absage gehagelt hat, die mich etwas gekränkt hatte. Sämtliche Kollegen mit denen ich über so was reden konnte sind ja nicht mehr da. Oder fallen aufgrund von Krankheit aus.

Aber wer weiß wie lange ich noch da bin. Wahrscheinlich noch ein Weilchen. Bin gerade etwas am Hadern ob ich nochmal anrufen soll. Bei der Stelle, die mir abgesagt wurde. Weil sie nicht mehr besetzt werden würde. Und dann am nächsten Tag für September ausgeschrieben war.

Ich wüsste aber nicht mal was ich sagen sollte. Würde eigentlich schon gerne wissen, was Sache ist. Mal Tacheles reden. Ob es überhaupt noch Sinn macht sich zu bewerben. Aber ich bin dann immer viel zu nett am Telefon.

Wahrscheinlich erreiche ich vermutlich wieder über mehrere Tage keinen, der da was weiß.

Ich glaube da kommt man inzwischen nur noch rein, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der da arbeitet und jemand kennt. Wie sagt man da? Vetterleswirtschaft? Will ja niemandem was unterstellen. Sollte es aber tatsächlich so sein, fände ich es gegenüber den anderen ziemlich gemein.

Ich schau’s mir mal an

Kurz bevor ich Absage von Betrieb xy, wegen nicht Besetzung der Stelle, bekommen hatte, erhielt ich von einem anderen Träger einen Anruf. Ich wurde zum Vorstellungsgespräch geladen.

Handelt sich um eine Fachkraftstelle in einer Wohngemeinschaft für Menschen nach Schädel-Hirn-Träume.

Es findet dort eine 24-Stunden-Betreuung statt. Hätte dort also relativ geregelte Arbeitszeiten. Allerdings läuft das ganze dort dreischichtig. Früh, Spät, Nacht.

Habe mir nun schon mal das Haus angeschaut. Und werde die Tage zum Probearbeiten dort hin gehen. Gut hört sich auf jeden Fall an, dass es sich beim Nachtdienst um eine Wache und nicht um Bereitschaft handelt. Was wiederum heißt, ich bekomme die Durchwachte Nacht komplett bezahlt.

Das Haus ist ein Neubau. Der letztes Jahr bezogen wurde. Ist ein nettes und schönes Haus. Ziemlich Zentral gelegen und man ist zu Fuß sehr schnell in der Innenstadt.

Ich warte jetzt aber erst mal die beiden Tage Probearbeiten ab. Möchte erst mal die Bewohner und auch Kollegen kennenlernen, die da im Haus sind. Zumindest einen Teil davon.

Will nichts verschreien. Allerdings zahlen sie recht gut. Habe aber doch meine Bedenken. Weil ich eine Fahrstrecke von 30 km einfach hätte. Stopfe da ja dann recht viel Geld in meinen Tank rein. Und Zeit kostet es mich auch einiges. Auch wenn ich über die Autobahn recht schnell dort bin.

Außerdem wollte ich ja eigentlich aus dem Schichtbetrieb raus. Was ja eigentlich der Hauptgrund für einen Jobwechsel ist.

Ich werde alles sehr gut überdenken und nichts überstürzen. Weil ich habe ja einen Job. Und meine Kollegen mag ich eigentlich auch ganz gerne. Auch wenn ich nicht immer mit allen einer Meinung bin. Mal abgesehen davon, dass ich Aussichten auf einen Unbefristeten Vertrag hätte, dort wo ich jetzt bin.

Stelle nicht mehr zu besetzten?!?

Neulich schon mal erzählt, dass ich mich anderweitig auf eine leitende Stelle Beworben habe. Habe inzwischen Rückmeldung erhalten. Und das nach  3 Monaten. Cool oder?

Zum Glück habe ich nicht alle Hoffnung auf diese eine Bewerbung gesetzt. Und habe mich noch anderweitig auf leitende Stellen beworben. Wobei ich innerlich natürlich sehr viel Hoffnung hatte, dass es was wird.

Nun endlich die Rückmeldung via Mail erhalten. Von der ich die Erlösung vom Bangen warten erlöst.

Allerdings viel die Mail anders als erhofft. Es wurde kurz und knapp erörtert, dass die Stelle nun doch nicht besetzt wird. Bitte? Nicht ernsthaft?

Von vornherein wohl nicht in der näheren Auswahl gewesen. Weshalb hätten man sonst die Stelle nochmal ausschreiben sollen? Warum wären  drei Bewerber zu wenig gewesen? Schwante mir da von vornherein schon irgendwas.

Als ich die Mail las, war mir Elend zu Mute. Ich war sauer. Hatte vor Wut und Ärger darüber, sogar Tränen in den Augen.

Ich gebe es nun auf. Nicht das Bewerben an sich. Sondern mich dort zu bewerben. Scheine ich nicht erwünscht zu sein. Ist nämlich inzwischen das zweite mal, dass ich über mehrere Wochen wartete. Um dann mitgeteilt zu bekommen, dass die Stelle anderweitig oder garnicht besetzt wird.

Habe nun keine Lust mehr. Mag mich dort nicht mehr bewerben. Möchte nicht wieder enttäuscht werden. Nicht wieder hingehalten werden. Mir ist die Lust vergangen.

Tut mir übrigens überhaupt nicht leid, dass ich in meinem Alter noch keine 30 Jahre Berufserfahrung habe. Geschweigedenn noch nicht an dem Punkt angelangt bin, an dem ich Tunnelblickarbeiten bevorzuge.

Einen Tag nach der Mail die Überraschung. Selbige Stelle wieder ausgeschrieben. Sowohl auf der HP als auch bei der regionalen Zeitung. Veralbert fühle ich mich gerade überhaupt nicht… seht ihr wie gut ich die Ironie beherrsche? Hab ich gelernt….

 

Anspannung und Erleichterung [Bewerbung]

Kann man das eigentlich schon als Verzweifelt bezeichnen, wenn man inzwischen jeden Tag voller Vorfreude und Anspannung an den Briefkasten rennt? Immer denkt, heute ist bestimmt was drin! Und dann die Ernüchterung folgt, weil wieder nichts drin ist?

Warte inzwischen seit 3 Monaten auf ein Hüh oder Hott von bevorzugtem Betrieb. Oder so in die Richtung. Hieß es in einem Schreiben, dass der Bewerbungsprozess sich bis Januar/Februar verschiebt. Aber jetzt ist der Januar ja schon bald vorbei. Warum schreiben sie dann nicht gleich Februar, wenn sie wissen, dass im Januar noch nicht so wirklich was läuft? Ist das eine Taktik? Wie auch immer.

Heute wieder an den Briefkasten gesprungen. Leer. War mir dann nicht mal sicher ob die Post schon da war. Spätestens heute Abend weiß ich es sicher.

Konnte es mir dann nicht verkneifen auf die Homepage des Betriebes zu schauen, was da Stellentechnisch überhaupt noch steht. Stelle nicht mehr ausgeschrieben. Heute wahrscheinlich rausgenommen. Schnell noch auf die Seite der Lokalzeitung geflitzt. Dort die Stelle auch draußen.

Hoffnung flammte auf. Die Bewerbungsfrist ist wohl erreicht. Neue Bewerbungen kommen nicht mehr nach. Entsprechend wird wohl jetzt ausgesucht, wenn nicht schon ausgewählt wurde. Also lassen die Einladungsschreiben wohl nicht mehr so lange auf sich warten. Vielleicht habe ich ja tatsächlich diese Woche Glück und habe Post im Briefkasten.

Ein kurzer Funke der Hoffnung blitzte auf. Bevor er wieder in negativem Denken ersäuft wurde. Entweder kommt die Einladung oder die Absage. Schien ich damals schon nicht so wirklich zu den Favoriten gezählt zu haben. Weshalb hätten sie denn sonst auch den Bewerbungsprozess verlängern sollen? Und weshalb hätten sie denn sonst eine größere Auswahl haben wollen?

Zweifel langsam an meinen Fähigkeiten bzw. meiner Überzeugungskraft. Aber letzlich liegt das ja nicht in meiner Entscheidung. Ich warte einfach weiter. Und werde zappelig. Wäre ja nicht so, dass meine Emailadress als auch diverse Telefonnummern hinterlegt wären. Das man es zügig über die Bühne bringen könnte. Zumindest schon mal vorab kurz Meldung macht.

Naja. Ich warte dann mal weiter. Ich hasse warten.

Freitagsdienst

Der gestrige Dienst war ganz schön anstrengend. 13 Bewohner und 4 Mitarbeiter.

Nach 9 Stunden arbeit, hat es mir gereicht. Kann man das glauben?

Ab 15 Uhr waren wir nur noch zu zweit. Die beiden anderen Kollegen haben den Wocheneinkauf erledigt, den man beinahe schon zu zweit machen muss. Schafft man es sonst fast nicht.

Zu zweit dann um den Rest gekümmert. Gepflegt und  gebadet. Wäsche gewaschen, Müll entsorgt. Küche aufgeräumt. Den Haushalt geschmissen

Irgendwie haben wir es dann doch hinbekomnen mal 20 Minuten hinzusitzen und kurz Pause zu machen. Eigentlich 10 Minuten zu kurz Pause gemacht.

Nach 9 Stunden „Wann ist Fasching?“ „Wann gehen wir verkleiden?“ „Darf ich Kostüm suchen?“ hatte ich die Schnautze voll.

Ganz zu schweigen von mehrfacher Pflege und einigen Kilos die ich gehoben, geschoben, gezogen, gerollt oder per Lifter bewegt hatte. Fragen beantwortet, mich mit Technick befasst, Telefonate angenommen und geführt, getröstet und bespaßt hatte.

Wie habe ich es dann noch hinbekommen, 1 Stunde, zuhause meinen eigenen Haushalt zu schmeissen? Und das dann erst gegen 21:40 Uhr, als ich zuhause war? Weiß ich nicht.

Heute habe ich frei.

Morgen geht es dann zum Nachtdienst. Ich bin gespannt. Ob ich diesmal schlafen kann? Man wird sehen.

Mir macht die Arbeit mit Menschen mit Behinderung wirklich Spaß. Aber der Schichtdienst setzt mir langsam zu.

Hoffentlich kommt nächste Woche das Einladungsschreiben. Für die Stelle als Gruppenleitung in einer Werkstatt. Wie schön wäre es, wieder geregelte Arbeitszeiten zu haben.

Ach wie schön ist Panama.