Motivation und Schweinhund

Manchmal  könnte man gerade meinen, ich würde vor Energie platzen und würde demnächst Bäume entwurzeln. Von Motivation umzingelt, läuft alles wie am Schnürchen. Irgendwann macht es dann katsching-katsching, eine Rauchwolke erscheint und die Motivation hat sich vom Acker gemacht. Weiterlesen

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Land unter?

Langsam habe ich wirklich den leichten Verdacht, dass in der Arbeit Land unter ist. Oder wir drastisch drauf zusteuern. Was wiederum allgemeinen Unmut in der Belegschaft zur Folge hat. Der sich immer weiter aufzustauen scheint. Zumindest bei dem Teil, denen häufig der schwarze Peter zugeschoben wird.

Mal ganz zu schweigen davon, dass zur Zeit immer wieder zu Anwandlungen bei Kollegen kommt, die alles andere als Nachvollziehbar sind. Ganz zu schweigen von fehlenden Absprachen, mit denjenigen, die an einem Bestimmten Tag Dienst haben. Auf die dann entsprechende Absprache zurückfallen.

Eine merkwürdige Anwandlung, die sich inzwischen irgendwie ziemlich eingebürgert hat. Und für denjenigen, den es dann betrifft, nicht immer sehr berauschend ist. Gerade dann nicht, wenn es den Nachtdienst betrifft. Vor allem dann, wenn davon ausgegangen wird „Der macht das schon.“

Mittlerweile gebe ich aber offen und ehrlich zu, habe ich nicht mehr den Drang dazu etwas zu sagen. Meistens läuft es nämlich darauf hinaus, dass alle zwar hinten rum rumgemeckert haben, in dem Moment wo es aber angesprochen wird plötzlich alles super ist. Oder man hat gemeckert und hat dann plötzlich nichts mehr zu sagen. Was zur Folge hat, dass der entsprechende (der was gesagt hat) plötzlich alleine da steht.

Witziger Weise sind es übrigens immer die selben Mitarbeiter, die den Schwarzen Peter ziehen. In jeglicher Hinsicht. Damit der Rest der Belegschaft die Entspannten und chilligen Dienste schieben können. Würde mal sagen: Klarer Fall von Verheizen von Mitarbeitern!

Ich gehöre übrigens zu der Fraktion, mit denen Dienstplanänderungen in den seltensten Fällen abgesprochen werden, kurzfristig Dienste übernehmen darf oder ziemlich knapp aus dem Dienst raus genommen wird. Was Planung von langfristigen Sachen oft ziemlich kompliziert werden lässt.

Bin ja mal gespannt, wenn Chefin aus dem kurzfristig eingetragenen Urlaub zurück ist, was dann los ist. Vermutlich wird es dann wieder ganz viel Wertschätzung geben im Rahmen der Aussage, wenn Chefin mal weg ist, läuft plötzlich nichts mehr. Und sie könne ja nicht mal längerfristig in den Urlaub gehen ohne das alles schief läuft. Das nenne ich mal Motivation für Mitarbeiter!

Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem mir das ganze schwarze Peter gehabe, ziemlich auf Nerven und Körper geht. Meine Motivation ist nicht mehr auffindbar. Ganz zu schweigen von den unglaublichen Rückenschmerzen. Aufgrund von Muskeln die zunehmend dicht machen.

Ich müsste einfach öfters ins Fitness gehen und danach in die Sauna. Dann würde sich, langfristig gesehen, dass Problem so gut wie von selbst lösen. Im Wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings habe ich schon fast keine Chance, zu den Sauna- und Trainerzeiten, im Fitness aufzukreuzen. Weil es der Dienstplan in den meisten Fällen gar nicht zulässt. Eine Regelmäßigkeit findet entsprechend nicht wirklich statt.

Entsprechend ist das Verhältnis zwischen Belastung und Entlastung auf die Muskeln, nicht mehr ausgeglichen. Kommt mehr Belastung drauf, als dass ich sie entspannen und stärken könnte. Ich gebe auch offen zu, dass ich meistens auch nicht mehr die Ambitionen habe, nach dem Spätdienst ins Fitness zu gehen. Zumal dann meistens die Sauna nicht mehr offen ist. Ganz zu schweigen von einem harten Schlafdefizit, dass auftritt wenn ich am nächsten Tag zur Frühschicht erscheinen soll.

Hätte inzwischen allen Grund mich krank schreiben zu lassen. Nicht nur wegen dem Rücken. Sondern auch wegen meinen Lymphknoten. Die sind nämlich am Kiefer geschwollen und tun weh. Ganz zu schweigen von den Schluckbeschwerden. Habe auch nicht sonderlich Ambition dazu, an meinem Geburtstag flach zu liegen.

Muss jetzt dann langsam die Reißleine ziehen. Lange geht das nicht mehr gut. Wirklich nicht. Und inzwischen bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich anfange auf meinen Körper zu hören. Hätte ich schon viel früher machen sollen. Gesundheit kann ich mir nämlich keine neue kaufen. Gibt’s noch nicht bei DM. Oder sonst wo.

Diverse Bewerbungen sind ja bereits draußen. Hoffe immer noch auf die Vollzeitstelle mit geregelten Arbeitszeiten. Also Feiertags und Wochenende Frei. Arbeit von Montag bis Freitag. Tagsüber.

Vor ein paar Tagen einen Anruf von einem anderen Arbeitgeber erhalten. Allerdings handelt es sich hier wieder um Schichtarbeit. Bin mir da dann nicht wirklich sicher, ob ich das so viel besser finden würde.

Diverse Bewerbungen auch an Kindergärten abgeschickt. Von einem noch vertröstet worden, bis die Bewerbungen gesichtet wurden. Beim zweiten muss ich die Bewerbung noch abschicken. Bin mir aber ehrlich gesagt überhaupt nicht sicher, ob ich mit Kindern arbeiten kann und will. Mal abwarten. Inzwischen erscheint mir nämlich alles andere besser.

Neulich der Spruch einer Kollegin. „Wenn sich jetzt nicht bald was ins Positive ändert, wirst du sehen, dass wieder ein ganzer Schwung Kollegen geht. Weil es ihnen zu viel und zu anstrengend wird.“

Mit mir würden mir da auf anhieb schon drei Mitarbeiter einfallen, die gehen wollen. So recht will das aber niemand wahrhaben. Und verstehen will es dann plötzlich auch keiner mehr, warum so viele wieder gegangen sind.

Müde bin ich geh zur Ruh…

Könnte ich im Stehen und mit offenen Augen schlafen, würde ich dies wohl seit mehreren Tagen so durchziehen. Allerdings kann ich das nicht. Ausprobiert habe ich es schon, es klappt einfach nicht. Aufgrund dieser erschreckenden Erkenntnis, schleppe ich mich also, bereits seit einigen Tagen, mit akuter Müdigkeit durch den Tag.

Sonderlich viel Spaß macht das nicht. Vor allem dann nicht, wenn die Motivation einen lauthals dafür auslacht. Manch einer würde nun wahrscheinlich sagen, geh doch einfach früher ins Bett. Oder schlaf doch einfach mal länger. Aber soll ich euch was verraten? Selbst nach 8 oder 10 Stunden durchschlafen, könnte ich noch weiter machen.

Keine Motivation für nichts. Selbst nichts tun ist schon fast zu viel verlangt. Ich glaube ich habe irgendeinen Mangel. Vitamin Mangel. Eisenmangel. Blutarmut. Keinen blassen Schimmer. Werde jetzt dann doch mal ein Blutbild machen. Auch wenn ich es nicht sonderlich gerne habe, wenn man mir mal eben gefühlt nen halben Liter Blut klaut.

Könnte zwischenzeitlich auch mal meinen Redbullkonsum einstellen. Allerdings hält das nicht sonderlich lange an. Habe es bereits 2 Wochen durchgezogen gehabt. Hatte aber einen Rückfall. Bin mir gerade nicht mal sicher, ob der Entzug irgend eine Veränderung gezeigt hätte.

 

Tagebuchreihe 13-Tage-Woche: Tag 6

Einleitung

Tag 6 habe ich nun erfolgreich hinter mich gebracht. Allerdings merke ich mittlerweile, dass ich einfach komplett ausgelaugt bin. Die Vorstellung dass ich noch weitere 7 Tage vor mir habe macht es, ehrlich gesagt, nicht sehr viel besser. Zumal immer wieder die Worte eines Kollegen in meinem Kopf wiederhallen. „Schönes frei.“ „Hab nicht frei, hab bis 1 Fortbildung.“ „Ja mai, dass ist fast das selbe. Machst ja nix.“

Die Frage nach dem Frei

Es ist eben nicht das selbe. Frei und Fortbildung. Niemals. Hat für mich nicht wirklich etwas miteinander gemein. Nicht mal ansatzweise und auch nicht wenn man es wollte. Auch wenn ich am  Tag der Fortbildung nicht in der Arbeit bin. Dennoch muss ich morgens aufstehen, damit ich pünktlich da bin. Muss Zuhören. Mich konzentrieren und auch praktisch etwas tun. Auch wenn es nur 4 Stunden waren. Aber frei, ist das für mich nicht.

Die abhanden gekommene Motivation 

Meine Motivation ist aktuell weg. Sie ist im Urlaub, so scheint es mir zumindest. Eine wirkliche Erholung tritt auch nicht ein. Habe ich auch gar keine Chance dazu, mich zu erholen. Wie denn auch,wenn ich keinen einzigen Tag frei habe. Selbst zum Reiten muss ich mich im Moment zwingen und mehrfach überreden. Obwohl Reiten meine Leidenschaft ist. Aber es erst mal bis aufs Pferd zu schaffen, scheint mir im Moment ein richtiger Kraftakt zu sein. Selbst für eine Reitstunde, habe ich aktuell kaum Ambitionen. Kann man sich das vorstellen?

Die nicht eingehaltene Abmachung

Allgemein zieht es mich einfach nur noch runter. An die eigentliche Abmachen, die ich einst mit den Dienstplanschreiber ausgemacht hatte, wird sich neuestem auch nicht mehr gehalten. War die eigentliche Abmachung, dass ich Doppelnächte mache, allerdings nur unter der Bedingung, dass ich danach zwei Tage frei habe. Der Tag an dem ich aus der Nacht komme, nicht eingerechnet. Denn am Tag nach der Nacht, mache ich schließlich auch den Frühdienst mit. Was wiederum bedeutet, dass dies kein freier Tag ist. Allerdings scheint man es im Moment nicht als nötig zu sehen, dies einzuhalten.

Einfach mal weg

Möchte im Moment, am liebsten einfach nur noch weg. Habe keine Lust mehr. Dieses ewige geschichte abzuziehen. Ganz zu schweigen von den Nachtdiensten. Die Nachtdienste sind eigentlich das Schlimmste an der ganzen Geschichte. Kann diese einfach nicht sonderlich gut ab. Trotzdem habe ich diesen Monat geschlagene 5 dieser Sorte.

Mangelnde Motivation

Werde mich trotz mangelnder Motivation, doch in den Stall bewegen. Dort zumindest ausmisten und Futter herrichten. Danach werde ich wohl ein bisschen das Sofa hüten. Vielleicht noch in die Sauna gehen um mich wenigstens ein bisschen zu erholen. Obwohl ich bezweifle, dass es klappt. Auch wenn ich es wollte.

Ideenfreiheit 

Habe im Moment einfach keine Idee, wie ich mich dem ganzen einfach mal entziehen könnte. Würde am liebsten einfach mal eben alles hinschmeißen und für ein paar Wochen herumreisen und mich erholen. Hätte aber dann noch ein schlechteres Gewissen gegenüber meinem Pferd, welches ich sowieso schon habe, weil ich zur Zeit kaum zum Reiten komme. Auch wenn ich beinahe täglich im Stall bin.

Noch nicht beim Arzt gewesen

Beim Arzt war ich nach wie vor immer noch nicht. Auch wenn ich mich wohl besser hätte krankschreiben lassen. Allerdings bin ich, wie ich glaube ich schon mal erwähnt hatte, ziemlich eigen was Ärzte angeht. Möchte ich nicht zu einem x beliebigen Arzt hüpfen. Habe manchmal das Gefühl, dass mich nicht alle Ärzte verstehen und ich mich nicht allen anvertrauen kann oder es vielleicht auch nicht will. Bin ja eh ein Mensch, der nicht jedem vom Fleck weg vertraut. Zu Anfang immer erst misstrauisch ist. Sich das ganze lieber erst mal aus der Entfernung ansieht. Über diesen Zufallsfund berichte ich aber lieber seperat. Wird glaube ich sonst zu viel.

Etwas meckern zum Schluss noch:

Ich habe keine Lust mehr. Und ich habe von einer Stelle auch eine Absage kassiert. Eine Stelle die mich mal richtig interessiert hätte. Arbeit mit Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft. Also mit Tieren und Menschen mit Behinderung. Das wäre mal richtig cool gewesen. Habe gestern den Anruf bekommen, dass die Stelle leider schon besetzt ist. Habe mich etwas geärgert, weil ich mich zu spät beworben hatte. Die Stelle zu spät entdeckt hatte. Meine Bewerbung wird dennoch behalten. Werde dann angeschrieben, sollte sich eine Stelle auftun die zu mir passen würde.

Gestern habe ich übrigens meine Vertragsverlängerung unterschrieben. Wieder nur auf 1 Jahr befristet. Danach heißt es darum bangen, ob ich einen Unbefristeten Vertrag bekomme oder gegangen werde. Prima. Aber fürs nächste Jahr bin ich erst mal abgesichert.

Schlapp und Müde? Ein Bericht der Apothekenumschau

 

 

Wer kennt das nicht? Man fühlt sich müde und schlapp. Selbst nach 8 Stunden schlafen, könnte man weiter schlafen und noch nicht aufstehen. Man hat keine Lust mehr groß was zu machen und möchte sich eigentlich lieber auf dem Sofa breit machen.

Ach, ja, dieser Film e nein, dieser Beitrag. Er liegt bereits seit 3 Monaten bei meinen Entwürfen rum. So ein komisches Ding aber auch. Auch dieser Beitrag bekommt die Chance online zu gehen. Inzwischen der vierte, welcher noch eine Chance bekommt. 🙂

Mir geht es zur Zeit oft so. Keine Lust auf nix. Nur am rumhängen. Ich habe dann mal mit einer Ärztin drüber gesprochen. Sie war der Meinung, dass es sich bei mir um einen Unruhigen und nicht erholsamen Schlaf handeln könnte. Außerdem hätte ich einen recht niedrigen Blutdruck und solte den ein bisschen puschen, in dem ich mehr Sport mache und noch mehr trinke, als ich sowieso schon tue. Ich habe dann mal die Apothekenumschau gefragt….da kam nämlich dann ein Beitrag dazu:

Kreislauf: Müde und schlapp? Das hilft!

Das Wetter oder alltägliche Belastungen zwingen manche Menschen in die Knie. Der Blutdruck sackt ab, sie fühlen sich schlapp und schwindelig. So trainieren Sie Ihren Kreislauf

Wenn Dr. Heinz Leuchtgens morgens auf dem Weg in seine Praxis in Bad Wörishofen die 50 Kilometer entfernten Berge anstrahlen, macht er sich Sorgen. Der Präsident des Kneippärzte­bundes weiß: Der imposante Anblick kündet von Kreislaufproblemen. „An solchen Tagen sitzen meist schon ein paar Patienten mit den typischen Beschwerden im Wartezimmer.“

Der warme Wind aus dem Süden, der Föhn, sorgt nämlich nicht nur für ein atemberaubendes Alpenpanorama, sondern verursacht bei manchen Menschen auch Unwohlsein, Schwindel, Müdigkeit, Schwäche oder sogar Ohnmachtsanfälle. Der Föhn ist zwar eine bayerische Spezialität, ähnlich instabile Wetter­lagen kommen vor allem im Frühjahr und Herbst aber in ganz Deutschland vor.

Nicht nur das Wetter lässt den Blutdruck sinken

Wegen der damit verbundenen starken Luftdruck- und Temperaturschwankungen sackt bei manchem vorübergehend der Blutdruck ab. Doch nicht nur das Wetter, auch lan­ges Stehen, rasches Aufstehen, ein längerer Aufenthalt in Menschenmassen, starke Schmerzen oder üppige Mahlzeiten können zu Kreislaufkrisen führen.

„Die Beschwerden entstehen, weil die Blutversorgung des Gehirns kurzzeitig stark sinkt“, erklärt der Kardiologe Professor Wolfgang von Scheidt, Klinikdirektor am Herzzentrum Augsburg-Schwaben. Normalerweise passen Herz und Blutgefäße ihre Leis­tung stets dem jeweiligen Bedarf des Körpers an. Koordiniert von Kreislaufzentren im Hirnstamm, laufen ständig viele Regulationsvorgänge ab. Ein feines Netz von Nervenfasern überträgt Befehle an Muskeln in den Gefäßwänden und den Taktgeber des Herzens. Von Scheidt: „Bei Belastungen schlägt das Herz schneller, und die Gefäße ziehen sich zusammen. Auf diese Weise fällt der Blutdruck kaum ab, und das Gehirn erhält weiter genügend Blut.“

Kreislauf reagiert nicht schnell genug auf Belastungen

Funktionieren diese Steuerungsmechanismen gar nicht oder nicht richtig, sprechen Ärzte von orthostatischer Hypotonie. „Bei Betroffenen, die an chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Parkinson leiden, liegen den Kreislaufproblemen oft Nervenschäden zugrunde“, warnt von Scheidt, gibt aber gleichzeitig Entwarnung: „Bei den meisten Kreislaufgeplagten liegt eine reine Funktionsstörung vor. Ihr Kreislauf reagiert zwar auf die Be­lastung, jedoch nicht schnell genug.“

Kurz: Es fehlt an Training, weil sich die alltäglichen Belastun­gen in einem überschaubaren Rahmen halten: Wer tagsüber in einem wohltemperierten Büro arbeitet und sich auch in der Freizeit kaum körperlich anstrengt, fordert Herz und Gefäße zu wenig. Der Kreislauf muss sich zu selten neu anpassen. Das unterforderte System büßt allmählich seine
Reaktionsschnelligkeit ein und stößt dann schon bei kleineren Belas­tungen wie Luftdruck- oder Temperaturschwankungen oder schnellem Aufstehen an seine Grenzen.

Hinter Kreislaufproblemen können auch Krankheiten stecken

Auch wenn Hausarzt Leuchtgens beim morgendlichen Blick in sein Wartezimmer schon bei manchem, der dort sitzt, Kreislaufprobleme vermutet, stellt er die Diagnose immer erst nach einer ausführlichen Untersuchung.

Es gilt, andere Ursachen wie Blutarmut, Störungen des Herzrhythmus, der Schilddrüse oder des Stoffwechsels, Venenprobleme oder Nebenwirkungen von Medikamenten aus­zuschließen. Die Schilderung der Symptome – zusammen mit einer körperlichen Unter­suchung und den Kenntnissen aus der oft jahrelangen Betreuung der Betroffenen – erleichtert es Leuchtgens, die Diagnose zu finden. Nur machmal bedarf es weiterführender Untersuchungen wie eines EKGs oder einer Blut- oder Nieren­analyse. Den Kreislaufgeplagten schlägt er dann Sofortmaßnahmen für die akuten Beschwerden und eine langfristige Behandlungsstrategie vor.

Soforthilfe: Salz essen, Wasser trinken, Kälte einsetzen

Liegt keine organische Erkrankun­g vor, empfiehlt Leuchtgens, etwas salziger zu essen und ausreichend zu trinken, um Schwindel, Unwohlsein und anderen Kreislauf-Symptomen zu begegnen: „Das hebt den Blutdruck leicht an.“ Von Scheidt ergänzt: „Man sollte in fünf bis zehn Minuten einen halben Liter Wasser trinken. So lässt sich der Blutdruck für etwa eine Stunde stabilisieren.“

Als wirkungsvolle Sofortmaßnahme erweist sich mitunter auch ein Kälte­reiz: Ein kalter Waschlappen, seitlich am Hals angelegt, regt Blutdruckfühler des Kreislaufs an, die sich in der Wand der Halsschlagader befinden. Als Reaktion stellen sich die Gefäße enger, der Blutdruck steigt.

Auch pflanzliche Mittel mit Kampfer, Weißdorn oder Menthol helfen dem Blutdruck auf die Sprünge. „Ein paar Tropfen auf ein Stück Würfelzucker träufeln und das Ganze schlucken“, sagt Leuchtgens. „Meist geht es einem dann rasch besser.“

Bei Schwächeanfall hinsetzen oder -legen

Als Notfallmaßnahme bei einem Schwächeanfall empfiehlt er, sich sofort hinzusetzen oder hinzulegen, um einen Sturz zu vermeiden. Eine weitere positive Wirkung: Im Liegen strömt das Blut leichter zum Herzen zurück, und das stabilisiert den Kreislauf.

Herzspezialist von Scheidt legt Menschen, die regelmäßig Kreislaufprobleme haben, Vorbeugemaßnahmen nahe: „Eine Möglichkeit besteht darin, tagsüber Kompressionsstrumpfhosen zu tragen. Sie verhindern, dass zu viel Blut in den Beinvenen versackt, und stabilisieren so den Kreislauf.“ Darüber hinaus empfiehlt er, auf Alkohol weitgehend zu verzichten und etwas mehr Kochsalz zu sich zu nehmen. Das zusätzliche Salz bindet Flüssigkeit im Körper und erhöht so die Blutmenge, und das kommt wiederum dem Blutdruck zugute.

Kritische Situationen meiden

Auch Schlafen mit erhöhtem Oberkörper sei von Vorteil, meint von Scheidt: „In dieser Position sinkt die nächtliche Wasserausscheidung über die Nieren.“ Das Plus an Flüssigkeit sorge ebenfalls für einen stabileren Kreislauf. Für besonders wichtig hält es der Kardiologe, kritische Situationen zu meiden: „Die meisten Menschen wissen genau, was ihnen nicht guttut. Gegen das Wetter ist natürlich nichts zu machen, aber man kann darauf achten, nicht zu lange zu stehen, immer langsam aus dem Sitzen aufzustehen und sich nicht zu lange in dichtem Gedränge aufzuhalten.“

Heinz Leuchtgens gibt gefährdeten Patienten zudem Anziehtipps: „Im Frühjahr schwanken die Temperaturen oft stark. Zieht sich jemand zu warm an, weil er die morgendliche Kühle fürchtet, kann das am Nachmittag den Kreislauf ziemlich belasten.“ Am besten trägt man mehrere Kleidungsstücke übereinander: Wird es zu warm, legt man so viele Schichten wie nötig ab. […]