Reiten ist also kein Sport?!

Neulich war ich mal wieder auf der Suche, nach neuesten Informationen zum Thema Reittherapie, damit ich damit mal wieder meinen Blog füttern könnte. Was ja auch mal wieder an der Zeit gewesen wäre. Aber das ist, nach wie vor, gar nicht so leicht, was zu finden, was man nicht schon mal erzählt hätte.

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Mal wieder über Kostenübernahme von Reittherapie

Was gibt es neues?

Mal wieder auf der Suche nach diversen Berichten zur Kostenübernahme der Krankenkassen zur Reittherapie gewesen und ein paar gefunden. Diese habe ich soweit mal kurz zusammengefasst.

Wieder mal festgestellt, dass es nach wie vor keine großen änderungen gibt. Schade eigentlich, da man sich nach wie vor immer wieder darauf beruft, dass die Wirkung ja nicht wissenschaftlich erwiesen sei. Schade, wirklich schade. Lieber investiert man weiter in die Medikamentenindustried. Wahnsinn, lieber Chemisch behandeln als auf etwas anderes zurückzugreifen.

Der erste kurze Bericht, er ist wirklich kurz, stammt von folgender Seite. Wer sich also erhoft aus diesem Bericht wirklich viel zu entnehmen wird enttäuscht sein. Da einfach nur offensichtlich wird, dass die gesetzlichen Kassen die Therapie nicht übernehmen und es nur mal in Einzelfällen bezahlt wurde, aber es sozusagen auch nicht mehr wirklich gemacht wird. Wahnsinn

https://www.test.de/Gesetzliche-Krankenkasse-Therapie-auf-Pferderuecken-gestrichen-1434379-0/

Gesetzliche Krankenkassen dürfen krankengymnastische Behandlungen auf dem Pferd nicht mehr bezahlen. Der gemeinsame Bundesausschuss hat beschlossen, dass die Hippotherapie kein verordnungsfähiges Heilmittel ist. Ihr therapeutischer Nutzen sei nicht wissenschaftlich erwiesen.

Hippotherapie bei speziell ausgebildeten Physiotherapeuten bekommen vor allem Patienten mit neurologischen Bewegungsstörungen verschrieben. Bislang konnten Kassen in Einzelfällen Behandlungen bezuschussen. Jetzt ist dies nicht mehr erlaubt. Das Verbot betrifft nur Hippotherapie, nicht das heilpädagogische Reiten, zum Beispiel für verhaltensauffällige Kinder.

Was sagt die AOK?

Nun gut, nachdem der erste Bericht ja so kurz war, habe ich etwas weiter geschaut. Kurzerhand öffnete sich in der Suchanzeige etwas von der AOK. Juhu, die AOK erzählt was! Das soll schon was heißen, wenn eine Krankenkasse einen Bericht dazu abliefert. Aber die Freude hielt nicht wirklich lange an. Es überkam mich wieder die enttäuschung. Die AOK erzählt zwar eifrig über allgemeine Dinge der Reittherapie, aber was dann kam, hat mich wohl wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Punkt, was die AOK übernimmt hat mich dann schon wieder etwas ärgerlich gemacht. Da sich selbst die AOK darauf beruft, dass es ja nicht wissenschaftlich bewiesen ist, dass therapeutisches Reiten Hilft. Der Bericht ist dann so aufgebaut:

Was versteht man darunter?

Von tiergestützter Therapie spricht man allgemein beim therapeutischen Einsatz von Tieren (Pferde, Hunde, Delfine, etc.). Menschen mit Depression und Demenz profitieren von tiergestützen Therapien (meist Hunde). Auch bei Kindern und Jugendlichen werden Therapiehunde erfolgreich in psychotherapeutischen Sitzungen genutzt. Beim therapeutischen Reiten unterscheidet man dann zum Beispiel noch die „Hippotherapie“ und das „heilpädagogische Reiten“:

Hippotherapie ist sozusagen Krankengymnastik auf einem Pferd

Heilpädagogisches Reiten wird v. a. bei Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten eingesetzt

Wie wirkt die Therapie?

Bei der Hippotherapie sollen Patienten mit Lähmungen durch die erforderlichen Gleichgewichtsübungen zu einem besseren Körpergefühl und einer verbesserten Balance kommen.

Mit dem heilpädagogischen Reiten wird durch den Kontakt mit dem Tier und durch seine Pflege angestrebt, bei verhaltensauffälligen Kindern die körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten zu schulen. Durch positive Erfahrungen soll das Selbstwertgefühl der Kinder verbessert und durch den Kontakt zum Tier über längere Zeit soll ihre Aufmerksamkeitsspanne erweitert und ihre Konzentrationsfähigkeit verbessert werden.

Manche Untersuchungen zeigen auch Erfolge bei Depression, Schizophrenie und Suchtverhalten. Allerdings sind weitere Untersuchungen notwendig, um den Nutzen zu belegen.

Rezepte zum Selbermachen

Tiergestützte Therapien werden von unterschiedlichen Vereinen und Organisationen angeboten. Vor einer Inanspruchnahme sollte man sich genau über das Angebot, die Ausbildung der Anbieter, die Haltungsbedingungen der Tiere und die anfallenden Kosten informieren.

Was bezahlt die AOK?

Für die tiergestützten Therapien ist keine Kostenübernahme möglich, da der therapeutische Nutzen nicht ausreichend nachgewiesen ist. Die Hippotherapie ist gemäß Anlage 2 Nr. 1 der Heilmittelrichtlinien von einer Erstattung ausgeschlossen.

https://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/behandlung-nichtmedikamentoese-und-alternative-therapien-tiergestuetzte-therapien-36436.php

Eigenes Gequake dazu

Jaja, da wären wir wieder beim Thema, dass es ausgeschlossen ist, dass die Kosten übernommen werden. Aber warum zum Teufel stellt sich alles so dagegen? Man hat regelrecht das Gefühl, dass alle darauf herum hacken, also auf dem therapeutischen Reiten. Ganz nach dem Motto Nicht wissenschaftlich belegt in einer Studie, also ausgeschlossen das es hilft. Und wenn es nicht hilft, zahlen wir auch nicht.

Also doch weiter auf Medikamente zurückgreifen? Hm, naja, vielleicht hilft es ja, vielleicht auch nicht. Cool, geht doch auch wieder auf Tests zurück und auf Probieren. Warum in alles in der Welt, weigert man sich dann kontinoierlich therapeutisches Reiten in den Heilmittelkathalog aufzunehmen? Ich kapier es einfach nicht.

Weiteres Gesuche im Internet

Naja, gut suchen wir mal weiter. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ist aber garnicht so einfach, da wirklich Stellungnahmen zu finden, die in Berichtsform dargestellt werden. Man Stößt auch auf viele Forumbeiträge, wahrscheinlich von Betroffenen. Vielleicht sollte ich mir die auch mal ansehen, und sie unter die Lupe nehmen. Mal sehen was sich noch so ergibt nä. Nun gut. Bei meinen weiteren Suchen entdeckte ich auch mal wieder auf einen Bericht, bzw. eine kurze Erläuterung von folgender Seite:

http://www.pferde-helfen-menschen.de/reittherapie/

Die Zusammenfassung zur Kostenübernahme lautet:

Die Kosten für die Reittherapiesitzungen werden in 98 Prozent der Fälle privat bezahlt. In Sonderfällen kann die Reittherapie auch von der Krankenkasse, der Pflegekasse, Sozialamt oder dem Jugendamt übernommen werden.

Ist eine Krankheit attestiert kann der Artz als Heilmethode Reittherapie verordnen. Die Krankenkasse entscheidet dann ob sie die Kosten übernimmt. Denn Reittherapie ist eine Kann-Leistung der Krankenkasse. Reittherapie auf Rezept ist also in Einzelfällen möglich.

Die Pflegekasse kann nach §45b SGB XII in manchen Fällen die Reittherapiekosten abrechnen. Reittherapie wird dann als niedrigschwelliges Betreuungsangebot bzw. als qualitätssichernde Betreuungsleistung angesehen. Hierfür ist im Vorfeld ein Pflegegutachten möglich.

Das Jugendamt übernimmt manchmal auch die Kosten der Reittherapie wenn ein Förderbedarf und ein Ärztliches Gutachten besteht. Dann wäre die Reittherapie eine Hilfe zur Erziehung.

Nun

Ebenso kann das Sozialamt im Rahmen der Widereingliederungshilfe die Kosten übernehmen.

Grundsätzlich ist das Therapeutische Reiten eine freiwillige Leistung der Kostenträger. Einem Antrag sollte möglichst eine ärztliche Verordnung, Stellungnahme von therapeutischer oder pädagogischer Seite sowie das Ziel der Therapie mit einem Ausblick warum es Reittherapie ein sollte beigefügt werden.

Mein Gequake dazu

Nun ja, viele Gesetztesteiledingensbumsis sind vorhanden. Aha, freiwillige Leistung. Also, wenn was freiwillig ist, würde ich mir als Krankenkasse ganz genau überlegen ob ich das übernheme. Weil müssen täte ich es als Krankenkasse ja eigentlich nicht. Schön. Mhm. Naja mir fällt dazu jetzt gerade nicht mehr viel ein. Was soll man dazu auch groß sagen? Außer das man es ggf. nicht kapiert.

Nun gut, ich werde wohl hier mal einen Punkt setzten, da es einen dauerhaft echt aggro macht, nur zu lesen, dass es nicht übernommen wird. Da vergeht es einem echt.

Ich hoffe weiter geholfen zu haben, oder auch nicht. Handelt sich ja im großen und ganzen mehr darum, dass es von den Kassen nicht bezahlt wird.

Wer bezahlt therapeutisches Reiten/Hippotherapie?

Nun ja, ich habe mal wieder etwas gesurft und gesucht und geschaut und mich weiter schlau gemacht. Für mich musste ich feststellen, dass es eine ganz schön verworrene Sache ist mit der ganzen Kostenübernahme bezüglich dieser Therapieform. Wo man wieder beim Thema Bürokratie wäre, wo man teilweise dran erstickt. Für alles muss irgendwas getestet oder ausgefüllt werden oder von Behörde xy zu Behörde yx gerannt werden. Alles sehr verworren und selbst dann, ist es immer noch eine Kann Leistung der Kassen oder anderer Träger. Sehr verworren wirklich.

Ich habe hier eine kurze Zusammenfassung im Internet gefunden, als ich gesurft bin. Ich habe den Text kopiert von folgender Seite: http://www.therapeutisches-reiten-mtk.de/kosten.htm

„Bestimmte Personengruppen wie Richter, Beamte und Berufsoldaten können von ihrem Dienstherren eine Beihilfe für

Aufwendungen im Krankheitsfall beanspruchen. Dabei muss es sich aber um eine wissenschaftlich allgemein anerkannte

Behandlungsmethode handeln. Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster vom 27.09.2001 – 1 A 193/00 –

ist dies für die Hippotherapie nicht zweifelhaft. Denn es gibt eine Vielzahl medizinischer Untersuchungen aus den

letzten 30 Jahren, die mit kritischer Wissenschaftlichkeit die therapeutische Wirksamkeit der ganzheitlichen krankengymnastischen

Therapie auf neurophysiologischer Grundlage mit dem Pferd als Medium der Bewegungsstimulation untersucht und belegt haben.

Für das Gericht handelt es sich bei der Hippotherapie um eine besondere Form der Krankengymnastik, nämlich um eine

spezielle Reittherapie, bei der unter Anleitung die passive Anpassung des Patienten an die Schwingen des Rückens des im Schritt

 gehenden Pferdesals physiotherapeutische Behandlungsmethode zur Therapie von bewegungsgestörten Kindern oder Erwachsenen genutzt wird.

Grundsätzlich ist das therapeutische Reiten eine freiwilligre Leistung der Kostenträger.

Je nach Zielsetzung der Maßnahme können Sie sich jedoch an die

1.    Krankenkassen     –     Heilmethode

2.    Sozialamt              –    im Rahmen der Wiedereingliederungshilfe

3.    Jugendamt             –    Hilfe zur Erziehung

mit der Bitte um Kostenübernahme wenden.

Diesem Antrag sollt möglichst eine ärztliche Verordnung oder eine Stellungnahme von thera-

peutischer oder pädagogischer Seite beigefügt sein, in der die Zielsetzung, die Methode und der Ausblick der Maßnahme deutlich wird.“

Wobei ich sagen muss, dass ich bei dem Text selber noch nicht ganz durchgestiegen bin. Zumal auch viele Texte kursieren, dass Reittherapie nicht als anerkannte Heilmethode läuft, da es zu wenige wissenschaftliche Beweise gibt. Wie gesagt, es ist sehr irritierend in mancher Hinsicht.