Entschieden

Es war ein merkwürdiger Tag. Heute morgen wollte erst mein Auto nicht so recht anspringen. Was mir ziemlich gegen den Strich ging, da ich somit zu spät zur Arbeit kam. Naja, passiert. Muss aber nicht. Nach Ankunft direkt zum Chef gestiefelt. Da ich ja nun eine Entscheidung getroffen hatte. Weiterlesen

Jetzt ist es raus

Die Katze ist jetzt im übertragenen Sinne aus dem Sack. Neulich dem gesamten Team mitgeteilt, dass ich gekündigt habe. Weil ich eine andere Stelle habe.

 

Kurzer Moment der Schockstarre schien einzusetzen. Bis alle es irgendwie realisiert haben. Irgendwie hat es ein wenig gedauert, bis es in den Köpfen der Kollegen wirklich angekommen ist.

 

„Schade das du gehst.“

„Herzlichen Glückwunsch.“

„Warum gehst gerade du?“

„Langsam wird’s knapp mit dem Personal.“

„Alle gehen.“

„Warum gehen immer alle, die gut sind?“

 

Anmerkungen die ich durch die Bank zu hören bekam. Aber irgendwie haben sich die Meisten trotzdem gefreut, dass ich eine Stelle gefunden habe, auf die ich mich richtig freue. Hatte allerdings den Eindruck, dass keiner auf dem Schirm hatte, dass ich dort schon mal gearbeitet habe. Sei es drum.

Gespräche

Nach der Abgabe meiner Kündigung, gestern bereits mit Chefin kurz gesprochen. Wollte eigentlich nur ein kurzes Gespräch, was dann aber doch fast 20 Minuten angedauert hat. War eigentlich froh, es losgeworden zu sein. Beteuerte auch, dass es nicht am Team liegt, weil das ja in Ordnung ist.

Chefin schien am Rande der Verzweiflung zu sein, da es personell nicht sehr rosig aussah. Sie schien sich aber für mich zu freuen. Schockte mich aber auch für einen kurzen Moment. Denn aufgrund der Sachlage meines Vertrages, wäre meine Kündigungsfrist länger. Allerdings wäre noch was anderes machbar, um diese zu verkürzen. Da muss mir wohl irgendwas abhanden gekommen sein, was das betrifft.

Heute bei der Abteilungsleitung erschienen. Wollte mich dort auch noch persönlich zeigen und kurz erklären was es mit der Kündigung auf sich hat. Gehöre nämlich nicht zu der Fraktion, die das einfach so hin knallen und gehen. Auch er war recht überrascht über meine, doch so plötzliche, Kündigung. Bedauerte es sogar.

In diesem Zug fragte ich auch noch nach, ob ein Nebenjob machbar wäre. Ab und zu mal mithelfen oder einspringen. Dagegen spricht wohl nichts. Muss aber noch mit dem Kollegen besprochen werden. Meldet sich dann nochmal und sagt mir bescheid.

Von meinen Kollegen weiß es sonst noch keiner. Werde die nächsten Tage allerdings alle gemeinsam einweihen. Habe also doch noch nicht alles hinter mir. Ganz zu schweigen, dass ich es den Bewohnern noch irgendwie erklären sollte. Ein Teil wird es wahrscheinlich nicht ganz verstehen. Andere wiederum, wird es wahrscheinlich schon etwas mitnehmen. Werde mich auf diverse Tränenausbrüche Vorbereiten müssen.

Geschafft!

Habe heute einen Anruf erhalten. Von bevorzugtem Betrieb. Ich war am Telefon ganz aufgeregt. Habe die Zusage bekommen. In mir sind die Gefühle Achterbahn gefahren, weil ich mich so gefreut habe. Trotz dem Gefühl, dass Gespräch wäre nicht so doll gewesen, muss ich doch irgendwie überzeugt haben. Würde wohl alle Voraussetzungen erfüllen.

Ich freute mich, als wäre Weihnachten und Ostern auf einmal. Was das alles bedeutet. Ich kann wieder Vollzeit arbeiten. Kein Schichtdienst mehr, sondern normale Arbeitszeiten. Wochenende Frei. Feiertags frei. Und mir gefällt es dort richtig gut, muss man dazu sagen. Also das Arbeitsumfeld. Scheint einfach alles zu passen.

Heute also noch direkt meine Kündigung am Empfang, bei der Verwaltung, abgegeben. Mein Ansprechpartner war noch nicht da. Schreiben wurde ihm ins Fach gelegt. Somit habe ich meinen Part erfüllt.

Muss es jetzt nur noch meiner Chefin mitteilen. Weiß nicht so recht wie ich es ihr sagen soll. Aber verschweigen kann ich es auch nicht, denn es wird irgendwann raus kommen. So oder so.

Dennoch ist mir mit dem Anruf als auch der Kündigung, ein riesen Stein von den Schultern abgefallen. Dieses Gefühl ist wirklich sehr schön. So befreiend.