Vakuum

Eigentlich geht es mir gut,  ich würde das auch so unterschreiben, meistens zumindest. Ab und zu komme ich mir trotzdem vor, als würde ich in einem Vakuum abhängen. Um mich herum bleibt die Zeit stehen und es kommt nur noch dumpf bei mir an, was um mich herum passiert. Weiterlesen

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Wir bleiben aber Freunde, dass funktioniert nicht.

Warum war mir das eigentlich klar, dass eine Kumpelhafte Ebene zum Verflossenen nicht funktionieren wird?

Klare Sache: Es funktioniert einfach nicht. Punkt. Gespräch hier beendet.

Netterweise bin ich aber nicht die Einzige die das neue „Schmuckstück“ das er sich erworben hat, nicht mag. Mochte sei noch nie. Muss ja auch nicht jeden mögen.

Auch andere Menschen bemerken, dass er sich verändert und das Schmuckstück ihm nicht gut tut. Vielleicht ein Horkruks? Eins ist mir jetzt auf jeden Fall klar: Ich rede mir das nicht ein, dass er komisch geworden ist.

Kurz um. Nicht mein Problem. Ich muss mich mit seiner akuten negativen Veränderung nicht auseinandersetzen. 🙂

Die Frage nach dem Snwoboard-Kumpel [Alltagsgeschichte]

Eine vielleicht durchaus bescheuerte und verrückte Geschichte. Komische Anwandlungen, Begegnungen die sich wiederholen. Es einem aber erst im Nachhinein auffällt. Schwärmereien, Anbandelein, plumpen Anmachversuchen, Gesprächsaufrechterhaltungen, Witzelein, Blödeleien und komischen Gesprächen so wie einem Deejavue (Falsch geschrieben, stimmts oder habe ich recht?). Zu Anfang wollte ich diesen Beitrag nicht online stellen. Habe mich dann doch umentschieden.

Kommen wir also zum eigentlichen Teil, meiner Alltagsgeschichte. Der obere Absatz, sollte eigentlich nur meine kurzgefasste, zusammengeführte Einleitung darstellen, wie man das eben so ganz professionell veranstaltet. Hätte ich dazu erwähnen sollen, dass durchaus mein Hausarzt in dieser Alltagsgeschichte vorkommt? Nein habe ich nicht, also tue ich es jetzt, beziehungsweise habe es bereits getan. Um nun zu meiner Alltagsgeschichte zu kommen, muss ich jedoch ein bisschen ausholen. Aber nur ein klitzekleines bisschen.

Nun gut. Beginnen wir also mit der Geschichte. Seit nun 14 Jahren bin ich begeisterte Snowboardfahrerin. Über viele Jahre, war es nun so, dass ich mit meinem Papa auf der Piste stand. Er mit den Skiern ich mit dem Brett, dennoch hatte ich immer mal wieder das Bedürfnis, gerade jetzt die letzten Jahre, einen Snowboardkumpel zu haben. Der die selben Interessen teilt. Nun ja es geht ja hier eigentlich nur um ein Interesse, das Snowboard fahren. Denn Ski und Snowboard sind im Grunde zwei paar Stiefel. Die Skifahrer mögen keine Snowboarder, weil die immer so rasen würden oder auf der Piste rumsitzen und nicht fahren täten, was so allerdings nicht auf alle zutrifft. Andersrum ist es genau so, Boarder mögen keine Skifahrer, weil die immer so schneiden oder einem in den Weg fahren, einem aufs Board stehen und es verkratzen und genau so wie die Henker fahren können.

Irgendwann vor ca 2 bis 3 Jahren, ergab es sich, dass sich heraus stellte, dass meine damalige Ausbilderin auch Board fährt. Sie sich jedoch alleine nicht trauen würde, da sie schlechte Erfahrungen gemacht hätte. Sie außerdem nie einen professionellen Kurs gemacht hätte. Gut ich bekam sie dann dazu überredet mit mir zu fahren. Ich würde es ihr schon beibringen. Sie solle sich keine sorgen machen. Ich würde dann schon gute Pisten aussuchen, wo sie sich auch traut und auch fahren kann.  Das war super cool. Machte durchaus auch sehr viel Spaß. Dann wurde sie schwanger, das Fahren in der darauf folgenden Saison konnten wir uns schenken. Also das wir zusammen fahren. Durchaus verständlich, nicht mehr zu fahren, gerade wenn man schwanger ist. Also stand ich sozusagen wieder alleine da und hatte keinen Kumpel. Den ich immer noch nicht habe. Seit inzwischen der 2 oder 3 Saison. Ist durchaus madig.

Ich hatte es dann durchaus schon beinahe aufgegeben. Dann folgten dieses Jahr. Nein Blödsinn, letztes Jahr haufenweise Besuche bei meinem Hausarzt. Wegen diversen Wehwehchen. Ich stellte fest, ich mag ihn durchaus gerne. Eine positive Erfahrung. Wir hatten immer wieder lustige Gespräche und Blödeleien. Von wegen, ich sei ein sportlicher Trottel, dass war mein letzter Spitzname, den ich von meinem Arzt bekommen hatte. Durchaus witzelten wir über meine nervositätsanfälle, die ich durchaus häufig habe. Von wegen, ich muss mich ja im Fitness auspowern, daher kommen auch meine Mukis an den armen. Jaja, scheiß ADHS im Erwachsenen alter. Aber möglich wäre es. Weiter ging es, dass ich ihn durchaus mag. Wir irgendwie Seelenverwand zu sein scheinen. Wir verstehen uns sogar ohne zu reden. Er wollte mich aufgrund meines Rückens einrenken und stellte fest, dass ich bis jetzt die einzige Patientin war oder bin die sich bei diesen Aktionen von ihm entspannen konnte. Ist das ein Hinweis? Keine Ahnung. Bevor er mir die nächste Einrenkaktion ankam, warnte er mich vor, dass dies übrigens kein plumper Anmachversuch wäre. Ich meinte daraufhin nur, dass es aber dezent so rüber kommt. Darauf mussten wir lachen. Situativ muss ich schon oft an ihn denken. Und muss lachen oder schmunzeln. Fühle mich wohl und gut. Kommt mir jedoch wieder der Gedanke, dass er verheiratet ist, und das gerade seit 1 Jahr und ein kleines Kind hat, verkrampft es sich in meiner Magengrube. Ein andermal, wenn ich wieder dort bin, habe ich ein Kribbeln im Bauch und freue mich, bin nervös und werde schwitzig. Da musste ich mir auch schon den ein oder anderen Spruch anhören. Von wegen, sie sind ja schon wieder so hitzig oder so heiß, danke auch, dass wollte ich jetzt hören. Ist das etwa das Phenomen der Verliebtheit oder von Liebeskummer? Könnte durchaus möglich sein.

Manche Lieder erinnern mich extrem an diesen Menschen, den ich als Seelenverwandten sehe und es spielt sich ein komischer Film vor meinen Augen ab. Ich beginne zu träumen. Eine wirkliche Chance erhoffe ich mir nicht. Ich habe situativ sogar schon ein komisches Gefühl wenn ich einen neuen Termin vereinbare. Auch wenn ich wirklich krank bin. Da es mich immer und immer wieder verletzt und daran erinnert was Realität ist. Ich glaube zu meinen, ich sollte den Hausarzt wechseln, auch wenn ich nun seit einigen Jahren dort bin und er mich (da er relativ neu dort ist) seit einem Jahr behandelt und dadurch sehr wohl kennt. Mit meinen komischen Anwandlungen und der Tatsache, dass ich Phasen habe in denen ich nicht auftauche und das über viele Wochen oder Monate und dann wieder, eine Phase, in der ich teilweise alle paar Wochen oder Tage da bin. Aufgrund von Krank sein oder irgendwelchen Trotteligen Sportunfällen. Ich warte ja nur darauf, dass ich mir bei einem Snowboardunfall irgendwas breche oder aufschlage, so das ich wieder mehrmals die Woche aufkreuze und ihn Konsultiere und als sportlicher Trottel anwesend bin.

Aber ich schweife vollkommen ab. Ich habe genau über diese Thema viel mit einer oder sogar zwei guten Freundininen von der Ausbildung gesprochen. Ich habe sie regelrecht damit genervt und bombadiert, wenn ich wieder eine schlechte Laune  geschoben habe. Wieder nichts mehr wusste und mitten im Wald stand. Eines Tages war es also wieder so weit, dass ich dort saß, er mich ansah und mir wegen einer angeschwollenen Hand vorsichtig über die Hand fuhr, mir tief in die Augen startte weil der verdacht auf Gehirnerschütterung im raum stand und die Aussage traf, ich hätte ja ziemlich dunkle Augen, er würde ja Garnichts mehr sehen vor lauter dunkel. Aber er findet sie schön. Danke, dass wollte ich hören. Irgendwie kamen wir dann aufs Snowboarden, dass er sich schon drauf gefasst machen kann, dass jetzt der Winter kommt und ich durchaus wieder mal einen Trottelanfall haben könnte und einen Unfall fabriziere. Er antwortet darauf, er wäre auch mal Snowboard gefahren, aber jetzt würde das nicht mehr gehen, weil wenn er nicht arbeiten ginge würde es kein Geld geben. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich jedoch schon, dass er einst Snowboard gefahren ist, wollte ihn dazu überreden mit mir fahren zu gehen. Habe bewusst das Gespräch in diese Richtung gelenkt.

Plötzlich hatte ich eine Erinnerung die durch meinen wachen Geist hindurch aufflackerte. Alles aufgrund dessen, dass er mir sein Snowboard beschrieb.

Es Flackerte die Erinnerung von, zu diesem Zeitpunkt, etwa vor zwei Jahren in meinen Gedanken auf. Ich und meine damalige Partnerin der Snowboarderei waren auf einer Piste, die recht gut zu fahren war, aber auch etwas größer vom Gebiet her. Wie es das Schicksal so wollte, kamen wir irgendwann auf eine Piste, die wir abfahren mussten, ob wir wollten oder nicht, es gab nämlich keine andere Möglichkeit sonst an den Lieft zu kommen geschweigedenn einen anderen Lift zu nehmen. Die Piste war steiler als die anderen und brutalst vereist. Ich hasse Eis auf den Pisten. Sobald ich ein Kratzen unter mir höre bekomme ich regelrecht panik und ich höre auf zu fahren und rutsche bremsenderweise den Berg runter, bis ich am Lift angekommen bin. So auch dort. Ich redete meiner Mitfahrerin Mut zu, obwohl ich selbst ziemlich panisch war. Vor mir sah ich einen jungen Mann. Mit verwusschelten blonden Haaren, gefiel mir. Eine blaue Jacke hatte er, so wie ich. Ein Snowboard das aussah wie Parkett. Naja jedem das seine. Er tat mir beinahe leid. So wie er immer wieder hinfiel und mehr auf dem Po den Buckel runter rutschte als auf dem Brett zu stehen. Ich habe mir vorgenommen, ihn unten zu fragen ob er sich uns nicht anschließen wolle. Ich würde ihm auch noch einiges beibringen können. Hätte kein Problem mit zwei Schülern. Komischerweise war er vor mir am Lieft unten. Ich glaube ich habe beabsichtigt langsamer gemacht, damit er sich nicht gestresst fühlt. Unten angekommen, stellte ich mit erschrecken fest, dass die Lieftzufahrt noch viel mehr vereist und spiegelglatt war. Wie sollte ich mich hier nur auf den Füßen halten, selbst mit einem Fuß aus der Bindung, würde genau dieses schwierig werden. Ich stand neben dem Armen tropf, der inzwischen gefallen war, weil er sich nicht halten konnte. Ich reichte ihm meine Hand. Man hilft sich ja unter Boardern. Das ende vom Lied war, dass auch ich das Gleichgewicht verlor und stürzte und gleichzeitig noch die gesamte Absperrung mit umriss. Ein kurzer Moment der Panik, da direkt hinter mir die Kante kam, ab der es durch Gestrüpp und sonst was bergab ging. Und das nicht gerade wenig. Darauf schaute ich wohl sehr panisch in die blauen Augen meines umschmeißers. Meine Ausbilderin begann zu lachen, ich stieg dazu mit ein. Zusätzlich hatten wir mit unserem Sturz eine Massenkarambulasche von Skifahrern verursacht. Ja. Sorry ich bin hingefallen, ich leg mich nicht zum Spaß auf eisigen Boden. Der Hingefallenen zog verschämt ab. Wurde vom Liftpersonal blöd angemacht, da er sich an einer HÖLZERNEN Absperrung fest hielt um nicht wieder umzufallen. Ich pöbelte zurück, ob es ihnen denn nicht bewusst wäre wie beschissen vereist das hier wäre und sie sich jemand anderen suchen sollten zum blöd anmachen. Ein dankender Blick, dann saß er im Lift und verschwand. Ich versuchte ihm nach zu kommen. Schaffte es aber nicht ihn zu fragen ob er sich nicht anschließen möchte.

In dem Moment als ich diesen Gedankenblitz hatte, wurde mir klar, wen ich da damals auf der Piste getroffen hatte und wen ich da verteidigte und unterstützt hatte.- Wer mich da aus meiner Verankerung samt Absperrung gerissen hatte. Es war er. Hätte ich damals vielleicht eine Chance gehabt? Wer weiß das schon. Vergangen ist vergangen. Ich habe niemals davon gesprochen, was mir da in den Sinn kam.

Belassen wir es wohl doch, bei blödelein, spaßeleien und co. Er wird es wohl mit allen Patienten so handhaben. Wird seine Art sein, die er sich angeeignet hat. Was ihn somit auch so unverschämt cool macht. Was ihn vielleicht auch so unverschämt anziehend macht.

Warum konnte er mir nicht vorher begegnen. Ist er ja, aber nicht bewusst. Warum habe ich vorher nicht kapiert, dass er vielleicht sogar mein Seelenverwandter sein könnte. Hallo Schicksal was soll der Müll! Danke fürs Gespräch. Gibt es sowas wie Seelenverwand überhaupt oder rede ich mir da gerade was ein um irgendwas zu erzwingen? Setzt ich mich selbst wieder einem Leid aus, sobald ich wieder dort zur Behandlung aufschlage. Flattern im Bauch und darauf folgendes Wohlbefinden in seiner Nähe so wie nachträglicher Schmerz, der sich anfühlt, als würde man mir zuerst den Magen zusammen quetschen, dann mit einem Messer in mein Herz stechen und es mir dann mit zusammengedrückter Hand aus der Brust reißen.

Ich weiß nicht ob ich es jemals auf die Reihe bekommen würde, ihn davon zu überzeugen mein Kumpane beim Boarden zu werden. Ob ich ihm jemals von meiner Geschichte erzählen sollte, bei der ich ihm geholfen habe und was ich eigentlich noch fragen wollte. Ich vermute ich werde es nicht tun. Aber vielleicht sollte ich es. ICh nehme es mir immer wieder vor. Habe dann schon wieder eine Träumerei, die sich in meinem Kopf abspielt. In der wir auf der Piste unterwegs sind. Aber…nein ich höre nun auf. Ich füge mir damit gerade selbst nur zu viele Schmerzen zu und werde wohl weitere Narben davon behalten. Ich sollte wegen meinem Schnupfen noch anrufen. Traue mich aber nicht. Ich werde dann wieder total aufgeregt sein. Schwitzig und nervös. Werde das Gefühl nicht los, ihn zu nerven. Obwohl ich nicht aus Spaß gekommen bin, sondern weil ich wirklich krank bin und behandelt werden möchte oder auch muss. Aber warum habe ich dann ein schlechtes Gewissen?