Doch, ich nehm das persönlich!

„Nimm das jetzt nicht persönlich, das ist jetzt auch nicht böse gemeint. Aber….das hast du nicht beachtet, das hast du auch null aufgenommen. Xy habe ich dir auch gesagt. Und inhaltlich ist dein Teil echt naja, nicht so der Burner. Die Einleitung musste ich auch noch vervollständige. Und den Schluss auch. Deinen Teil konnte ich jetzt nicht überarbeiten, ich habe auch noch andere Sachen zu tun. Überarbeite deinen Teil bitte nochmal selber!“ Weiterlesen

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Zweifel

Neuerdings scheint es Mode zu sein, sich komisch zu verhalten. Hab ich da irgendeinen Trend nicht ganz mitbekommen? Nicht das ich jedem davon nachlaufen würde. Also jedem Trend meine ich jetzt.

Aber über vieles kann ich mich gerade nur noch aufregen oder den Kopf schütteln.

Langsam zweifle ich an der Menschheit.

Versteh es nicht….

Da hast du über einige Wochen Kontakt und dann….bumms, Leitung tot.

Naja ganz tot stimmt nicht. Gelesen wird’s wohl…..nur eine Antwort bekomme ich nicht. Sehr nett. Wirklich sehr nett.

Muss ich wohl nicht verstehen. Werde ich auch nicht. Will ich vielleicht auch nicht.

Die Männerwelt ist und bleibt für mich unverständlich.

Nachbarglück?

Es gibt da ja bekanntlich verschiedene Sorten von Nachbarn. Unterschiedlicher Art und Weise. Ich habe bis jetzt immer das „Glück“ Nachbarn zu haben, die ganz besonders sind. Auch wenn ich, bis jetzt, erst in zwei Mietwohnungen und bei meinen Eltern gewohnt habe bzw. wohne. Wie bekannt sein dürfte, bin ich über die aktuellen Nachbarn ja nicht ganz so glücklich. Naja, sagen wir mal über einen davon. Weiterlesen

Zustände wie im Mittelalter, neulich im Hallenbad

Diese Woche, war ich leicht schockiert über die „Zustände“ im Hallenbad, als ich mit einer Rollstuhlfahrerin dort war. Wir wollten uns einfach einen schönen Tag machen. Mehr nicht.

Umziehen erfolgte auf einer Matte am Boden, in der Behindertentoilette, weil eine andere Möglichkeit nicht vorhanden war. Auf den Boden konnte ich sie auch nur legen, weil mir eine Kollegin dabei geholfen hatte.

Damit allerdings noch nicht genug. Die nächste Hürde wartete bereits am Becken auf uns. Stufen über Stufen. Und weit und breit kein Lifter zu sehen. Wie ich sie ins Wasser brachte? Wieder mithilfe vereinter Kräfte. Selbiges Spiel rückwärts. Nicht so lustig, gerade dann wenn die zu bewegende Person nass ist.

Duschen nach dem Schwimmen, war auch eine gewisse Herausforderung. Eine Behindertengerechte Dusche war zwar vorhanden, der Duschstuhl war allerdings ein ausrangierter Gartenklappstuhl. Wunderprächtig. Kurzzeitig musste ich sogar angst haben, dass mir die junge Frau, mit der ich unterwegs war, vom Stuhl rutscht.

Fitness konnte ich mir eigentlich sparen, mein Rücken wird es mir in ein paar Jahren wahrscheinlich boshaftig danken. Was das mit Integration und Inklusion zu tun hat, ist mir ehrlich gesagt vollkommen schleierhaft. Mal davon abgesehen, dass besagtes Hallenbad noch nicht so alt ist, dass man die Ermangelung von Behindertengerechter Ausstattung, nachvollziehen könnte.

Überrascht war ich dennoch über die wirklich tolle Hilfsbereitschaft der anderen Badegäste. Die sehr zuvorkommend waren und ihre Hilfe in jeglicher Form anboten und keinerlei Berührungsängste zeigten. Die Menschheit scheint doch noch ein bisschen gut zu sein :).

Trotzdem muss ich sagen, bin ich sehr enttäuscht über die vorgefundenen „Zustände“. Da will man Menschen mit Behinderung ein normales Leben ermöglichen, kann es teilweise aber nicht, weil öffentliche Einrichtungen gar nicht darauf ausgelegt sind. Irgendwas stimmt doch da nicht. Und da soll man noch vernünftig arbeiten können. Mal ganz zu schweigen davon, dass es enttäuschend ist. Gerade für die Betroffenen. Die vieles einfach nicht machen können, weil sie vergessen werden.

 

 

 

Erziehe ich?

Irgendwann muss ich schon mal meinen Senf dazu abgelassen haben, was ich eigentlich den ganzen Tag so bei der Arbeit treibe. Oder so in die Richtung. Habe zumindest jetzt auch mal vor, vom Alltag in meiner neuen Arbeit zu berichten. Der Alltag in der Werkstatt oder kurz WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen). Weil es nochmal was anderes ist, einen „Erfahrungsbericht“ zu lesen, als dieverse „Stellenbeschreibungen“, die sich eher nach Hochgestochenem Deutsch anhören, als nach was anderem.

Neulich hat es mich dann einfach mal interessiert, ob ich einen meiner Beiträge finde, wenn ich das mal so bei Google eingebe. Von wegen, was macht ein HEP. War ja ganz nett beschrieben und auch erklärt. Bringt es im wesentlichen auch ganz gut auf den Punkt. Mal davon abgesehen, dass Heilerziehungspfleger nicht nur mit körperlich oder geistig beeinträchtigten Menschen arbeiten. Sondern auch im Psychiatrischen Bereich tätig sind. Und das auch ein Arbeitsfeld sein kann. Aber darüber kann man hinweg sehen. Solange nicht gerade die Aussage, von einem nicht Wisser kommt „Die arbeiten im Krankenhaus“

Definitiv nicht, außer es handelt sich um eine psychiatrische Einrichtung. Medizinisch gesehen hat ein HEP allerdings nichts im Krankenhaus verloren. Da das wissen einfach viel zu, sagen wir mal, schwammig ist. Als HEP lernst du durchaus Medizinische Faktoren. Was ich anhand von bestimmten Symptomen erahnen kann, was betreffender hat. Damit ich entsprechend handeln kann., Vielleicht auch eine gewisse „Erstversorgung“ vornehmen kann. Die richtige medizinische Behandlung erfolgt aber durch medizinisches Fachpersonal (Altenpfleger, Krankenpfleger, Ärzte). Und ohne eindeutige Einweisung und/oder Verordnung, mache ich in medizinischer Hinsicht, gar nichts. Außer den Notarzt anrufen und erste Hilfe leisten.

Wie hat es meine Chefin immer so schön gesagt „Wir sind eine pädagogische Wohneinrichtung der Wiedereingliederung, und kein Pflegeheim!“ Wo sie recht hat, hat sich recht.

Eigentlich wollte ich auf was anderes raus. In irgend so nem Beitrag habe ich gelesen, dass ein HEP erzieht. Ich habe mich in diesem Moment gefragt, ob ich das tatsächlich tue. Erziehe ich wirklich einen erwachsenen Menschen, der eigentlich seinen eigenen Weg geht? Jemanden der auf dem Papier erwachsen ist? Auch wenn er oder sie eine Behinderung hat?

Ich selbst bin der Meinung, ab einem gewissen Alter, richtet man erziehungstechnisch nichts mehr aus. Oder auch nicht mehr viel. Ich würde tendenziell sagen, ich mache einen Vorschlag und man probiert es aus. Wenn es nicht passt. Auch recht. Oder wie könnte ich noch sagen? Ich zeige verschiedene Möglichkeiten der Problem Bewältigung auf. Sofern das überhaupt umsetzbar ist.

Aber einen Erwachsenen Menschen erziehen? Ich weiß ja auch nicht. Ich würde das nicht so sehen. Würde es eher als Fähigkeitserweiterung sehen. Und wenn derjenige darauf keine Lust hat, dann hat dieser jemand halt einfach Pech gehabt. Meiner Meinung nach. Und wenn dieser jemand für den selben Käse zum fünfzigsten Mal einen Anschiss kassiert, muss dieser jemand einfach mit dieser Konsequenz leben. Und überlegt sich vielleicht ob er das auch ein einundfünfzigstes mal macht. Vielleicht schaltet es irgendwann doch noch den Schalter ob. Oder den Hebel. Oder so ähnlich. Wie auch immer.

In diesem Sinne. Ich wünsch euch was.