Was will ich wirklich: Die Sache mit der Bewerbung

Wenn wir gerade schon bei der Sache mit dem „Was will ich wirklich“ und einschlagen von neuen Wegen sind, mache ich doch direkt nochmal die Kurve zu einem weitern Thema, dass gerade aktuell ist und in direktem Zusammenhang mit dem Studienabbruch steht. Weiterlesen

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Und dann sitzt du da…

Und da sitze ich da. Prügle verzweifelt den Stoff in mein Hirn. Obwohl mein Kopf mir inzwischen den Dienst gekündigt hat. Und dann macht es dich. Es macht zu. Der Riegel schiebt sich vor und es geht gar nichts mehr. Weiterlesen

Was hast du so vor?

In letzter Zeit wurde ich doch immer mal wieder gefragt, wie ich mir meinen weiteren beruflichen Werdegang vorstelle. Ob ich vor habe, dauerhaft zu schichten oder ob ich nicht mal in Erwägung ziehen würde, eine Leitung zu machen. Denn schließlich hätte ich ja die Ausbildung dazu auch Gruppenleitung machen zu können.

Wenn ich dann gesagt habe, dass ich eigentlich gerne Reittherapeut geworden wäre im Moment aber eher dem Gedanken nachhänge, den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zu erweitern, werde ich in letzter Zeit immer wieder mit großen Augen angeschaut.

Gerade von denjenigen, die eigentlich nicht so recht wissen, wie das eigentlich für Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt zu tun hat. Die Meisten haben nämlich die Ansicht, Behindert = Behindertenwerkstatt. Behindertenwerkstatt = Bauklötze spielen. Obwohl das komplett verkehrtes denken ist.

Gerade weil Behindert nicht gleich Behindert ist. Sind auch nicht alle von Geburt an beeinträchtigt. Manch einer war vielleicht mal völlig normal. So wie du und ich. Dann kam ein schwerer Autounfall. Oder eine Krankheit. Und Schwups, macht der Körper nicht mehr so mit wie er soll. Und man sitzt im Rollstuhl.

Was ich damit eigentlich sagen möchte ist, dass nicht jeder, der im Rolli sitzt gleich geistig eine Einschränkung hat und deshalb nicht auf dem „normalen“ Arbeitsmarkt arbeiten kann.

Gehe ich jetzt aber mal von dem Klientel aus, dass tatsächlich in der Werkstatt arbeitet. Sei es aus den banalsten Gründen, aufgrund von Körperlichen und/oder geistigen Defiziten. Welche vielleicht der Grund dafür sind, weshalb der Betroffene nicht auf dem normalen Arbeitsmarkt bestehen könnte, da er mit den Anforderungen nicht mithalten kann, aufgrund seiner Einschränkungen.

Was tun diese Leute da eigentlich? Was arbeiten die da? Sie spielen mit Sicherheit keine Bauklötzchen. Zumindest diejenigen nicht, die in der Werkstatt sind. Förderstätte oder Fördergruppe, je nachdem wie es in den verschiedenen Teilen Deutschlands bezeichnet wird, mal ausgeschlossen.

Überlegt mal. Was tun die da? Eigentlich nichts anderes als wir auch. Sie gehen da hin um zu arbeiten. Sie beteiligen sich an Fertigungsprozessen. Stellen zum Teil sogar Eigenprodukte her und haben Kooperationen mit Firmen, denen zugearbeitet wird.

Heißt, eine Firma hat einen Auftrag, z.B. ein bestimmtes Produkt mit den entsprechenden Etiketten bekleben. Es wird geprüft ob dieser Auftrag machbar ist. Wenn ja, wird angenommen. Daraufhin wird dieser Auftrag erledigt und das fertig beklebte Produkt an den Auftraggeber zurückgeschickt. Dafür bekommen die Werkstätten Geld. Was wiederum für verschiedene Zwecke verwendet wird. Wie Löhne, Neuanschaffungen usw.

In den Werkstätten gibt es jedoch verschiedene Bereiche, in denen die Mitarbeiter tätig werden können. Darunter fallen z.B. Hauswirtschaft, Wäschereien, Schreinereien, zum Teil auch Gartenbau, Einzelhandel und auch Montagegruppen.

Auch die Möglichkeit, auf eine Arbeit auf dem „normalen“ Arbeitsmarkt ist gegeben. Nur, dass diejenigen eben von der Werkstatt weiterhin betreut werden können.

Manch einer wird sich nun denken, Wahnsinn, da gibt es doch total viele Möglichkeiten. Und da ist doch ein super Angebot. Da ist doch für jeden was dabei und man kann individuell auf die Leute eingehen.

Aber ist es das wirklich? Sage ich gerne in diesem Zusammenhang zu meinen Gesprächspartner, er solle mal darüber nachdenken, wie groß seine Auswahlmöglichkeit an Berufen und Jobs ist. Und sich dann nochmal Gedanken drüber machen, welche Möglichkeiten ein Mensch mit Behinderung hat.

Die meisten kommen von selber drauf, warum ich damit liebäugle den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Kommt ihr auch drauf?

 

Mal nachgedacht…oder vor mich hin gedacht.

Eigentlich befasst sich mein Blog ja eigentlich mit der Reiterei. Oder sollte sich mit der Reiterei schwerpunkttechnisch befassen. So war ursprünglich eigentlich mal meine Intension zu der Bloggeschichte. Warum ich angefangen habe und so. Jeder hat doch irgendwie eine Intension oder einen Grund weshalb er mit der Bloggerei anfängt. Oder?

Bei genauerem Betrachten, stelle ich für meinen Teil jedoch irgendwie fest, dass ich irgendwie über alles Schreibe, nur nicht übers Reiten. Oder nicht so viel. Zumindest erscheint mir das in den letzten Wochen und Monaten so gewesen zu sein. Gibt es einfach zu viele Sachen und Hobbys die mir zusagen um nicht davon zu erzählen. Wäre viel zu schade, von manchen Sachen nicht zu berichten.

Frage ich mich nur manchmal, ob die Sinnhaftigkeit dahinter immer so vorhanden ist, wie sie sollte. Also hinter manchen Beiträgen. Aber das sei mal dahin gestellt. Worauf ich jetzt gerade eigentlich hinaus wollte, ist zu sagen, dass ich eigentlich wesentlich mehr über die Reiterei schreiben wollen würde. So in der Theorie, aber ich irgendwie finde man muss vielseitig sein. Weshalb ich irgendwie dann doch lieber über mehr schreibe, als ich eigentlich anfänglich vor hatte.

Ich habe mir dann irgendwie auch mal ne Zeit lang eingeredet: ICH werde PRODUKTTESTER. Wahnsinns Idee. Nicht schlecht. Aber irgendwie gibts da doch schon so massenhaft von denen. Zumindest kommt es mir so vor. Oder ist das derzeit akute Einbildung? Wäre ja nicht das erste mal, dass ich mir irgendwas einbilde, was dann doch nicht so ist, ich davon aber toooootal überzeugt bin. Aber gut…..so kanns gehen oder? Passiert jedem mal.

Fertig gedacht, eigentlich schon keinen Schimmer mehr, was ich eigentlich denken wollte. Aber nun gut, so kanns gehen und so ist es….passiert 🙂

Die Projektsache: Aufklärung für Leser

Ich warte immer noch auf eine Reaktion. Auf eine Reaktion oder zumindest auf eine Rückmeldung auf  meine Projektidee. Das Warten macht mich Wahnsinnig! Wirklich!

Ich müsste dazu allerding glaube mal, eine kurze Aufklärung abliefern, damit man einfach als Leser hier, mitkommt, von was ich eigentlich spreche. Weil ich glaube zu meinen, mich nicht immer ganz klar ausgedrückt zu haben.

Vorwort

Was nehme nich denn als Vorwort? Ich, irgendwas um die 20 Jahre alt, Heilerziehungspflegerin. Heilerziehungspflegerin mit einer Mission. Zumindest meine ich dies als Mission betieteln zu können. Die Mission den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Das Angebot größer zu machen.

Überlegt man kurz, fällt auf, dass der Mensch mit Behinderung im Grunde gerne in folgende Schiene geschossen wird: Behindert = Werkstatt. Wobei man durchaus sagen muss, dass Ausnahen definitiv bestehen. Und es manch einem Menschen mit Behinderung durchaus gelingt, auf dem 1 Arbeitsmarkt zu bestehen. Allerdings ist dies nur ein recht kleiner Teil. Der andere Teil und somit der größte, arbeitet in einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen). Ein weiterer kleiner Teil der Menschen mit Behinderung, versucht sein Glück zwar auf dem ersten Arbeitsmarkt, erleben allerdings dann einen Rückschlag und landen daraufhin dann auch in der WfbM.

In der WfbM haben sie dann zwar einen behütenden Rahmen und auch verschiedene Arbeitsbereiche. Der Arbeitsbereich, ist jedoch relativ schmal gehalten. Vereinzelte Mitarbeiter mit Behinderung, arbeiten in/auf/bei einem Außenarbeitsplatz. Aber was ist mit denjenigen, die es weder auf dem 1. AM noch auf einem Aussenarbeitsplatz schaffen würden? Was ist mit denjenigen, denen das Angebot der WfbM nicht zusagt? Die weder in der Hauswirtschaft oder in der Montage arbeiten wollen? Haben nicht behinderte Menschen nicht eine riesen Auswahl an Ausbildungs und Arbeitsplätzen? Der nicht Behinderte Mensch kann Studieren gehen. Kann eine Ausbildung machen. Gefällt ihm seine Arbeit nicht mehr, wechselt er den Arbeitsplatz oder sogar die Branche. Aber das habe ich glaube ich schon mal irgendwie erzählt. So in einem Beitrag von vor ein paar Tagen, fällt mir gerade so ganz am Rande auf.

Dementsprechend habe ich mir schon während der Ausbildung die Haare gerauft. Was kann man machen? Ich selber bin ja ein absoluter Tiernarr. Total vernarrt in Pferde. Warum also nicht mit Reitterapie ankommen? Allerdings kam ich während meiner Überlegungen zu dem Schluss, dass die WfbM wahrscheinlich auch den Aspekt sehen wird, dass ein Projekt sich irgendwie finanzieren muss. Was mich auf die Idee bringen ließ, das ganze mit einer Landwirtschaftlichen Gruppe zu kombinieren. Also Reittherapie als Therapeutisches Maßnahme und neben zu noch die Landwirtschaft. Reittherapie eigentlich eher für diejenigen unter den Menschen mit Behinderung, die vielleicht gerne in der Landwirtschaft arbeiten würden, es aufgrund der schwere ihrer Behinderung allerdings nicht können. Deshalb sollten die ja auch eine Möglichkeit bekommen, irgendwie an einem solchen Projekt mitmachen zu können.

Ich schrieb also drauf los.

Die Idee

Ich schrieb also eine Projektidee und ein Konzept darüber, dass man eine Arbeitsgruppe im Landwirtschaftlichen Bereich entstehen lassen könnte. Integriert mit Reittherapie. Ich Tippte wie eine Irre. Allerdings muss ich dazu sagen, ich bin eher der Macher und nicht der Schreiber, weshalb es mir teilweise richtig schwer viel, meine Idee zu Papier zu bringen. Oder aufs Papier, wie auch immer. Damit es nicht nach Gedankensprung klingt, sondern voll Professionell und so. Ihr wisst schon was ich meine. Hoffe ich zumindest.

Ich hatte daraufhin die ersten Gespräche. Allerdings oblag die Entscheidung bei zwei Personen. Wo leider Person a nicht wusste was Person b tat. Zumindest ganz am Anfang. Erst nach einem gemeinsamen Gespräch, stellte sich heraus, dass vorerst nichts draus werden würde. Also aus der Sache mit dem Landwirtschaft und so.

Wobei natürlich, dass muss man dazu sagen, mehrere Ideen im Raum standen. Wie z.B. ein Begleitendes Angebot, das man erst mal Stundenweise schaut was man tut. Oder es als Außenarbeitsplatz oder Praktikum macht. Sich bezüglich der Reittherapie vielleicht erst mal mit einem bereits bestehenden Reitbetrieb in der Nähe zusammen tut usw.

Nachdem ich dann aber die Arbeitsstelle wechselte, ließ ich es erst einmal auf sich beruhen. Weil ich einfach auch total Ideenfrei war. Nicht ganz wusste, wie und wo und was und warum. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich viel zu sehr damit beschäftigt zu sein schien, mich in meine neue Arbeit einzubringen. Dort rein zu kommen. Einen Plan davon zu haben, was eigentlich abgeht. Teilweise einfach nicht die Zeit oder Lust hatte, groß was zu tippen oder so. Allerdings hielt dies nicht lange. Dies auf sich beruhen lassen.

Ich habe den Laptop wieder mal in die Hand genommen. Habe alles nochmal überarbeitet. Überdacht und es etwas anders geschrieben. Ich bin ja wirklich mal gespannt. Ich hoffe wirklich das es klappt. Das eine Zusammenarbeit zustande kommt. Das irgendwie doch was draus wird.

Kann doch die Arbeit in der Landwirtschaft so vieles aus- und bewirken. Aber das Hauptproblem scheint tatsächlich das Geld darzustellen. Es wäre irgendwie gut, doch ein paar Firmen noch zu finden, die mitmachen würden. Und sei es nur in Form einer Spende. Oder in Form von Arbeitsplätzen die sie zur Verfügung stellen.

Ich frage mich situativ tatsächlich, wo das Probelm ist, den Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Ich frage mich dann immer wieder, ist dass dann auch schon weider Tunneldenken? Das machen wir schon seit 20 Jahren so, es hat geklappt, und deshalb wird auch nichts geändert.

Wie sage ich immer so gerne? Wenn man es nicht zumindest mal versucht, weiß man auch nicht ob es funktioniert.

Persönlich muss ich glaube ich erst mal aufpassen, dass ich nicht wieder frustiert die Flinte ins Korn werfe. Zumal ich nicht mehr in direktem Kontak mit dem Betrieb stehe, dem ich den Vorschlag, überarbeitet, wiederholt vorgelegt habe.