Nachtdienst

Bin etwas am überlegen ob ich nicht mal ein Gespräch mit meiner Chefin suchen soll. Bin mir da aber nicht so sicher.

Hätte nämlich ein Anliegen. Möchte nämlich eigentlich kläre, ob man mich etwas aus den Nachtdiensten rausnehmen kann. Dass ich die nächsten Monate mal nur 1 bis maximal 2 Nachtdienste mache. Weils mir gerade ein wenig zu viel wird.

Gerade dann, wenn ich im Monat 4 bis 5 dieser Art habe. Aber eigentlich kann ich mir die Frage schon selber beantworten.

Wahrscheinlich wird man mir erzählen, dass schließlich jeder Nachtdienst machen muss. Und man da nicht einfach mal sagen kann, man will nicht mehr so viele machen. Es aus der Sicht der anderen wahrscheinlich unfair erscheinen würde. Und das eben einfach nicht geht, dass ich nur 1 bis 2 Nächte im Monat mache. Außerdem bin ich ja Fachkraft.

Aber muss das heißen, nur weil ich Fachkraft bin, muss ich mir alles gefallen lassen? Nur weil ich Fachkraft bin, muss ich mich kaputt machen? Nein eigentlich nicht. Und eigentlich bin ich mit ein paar wenigen anderen eigentlich die Fraktion, die einiges schon seit längerem unfair finden müsste. Gehöre nämlich zu der Fraktion, bei der man denkt „jaja die macht das schon. Mit der kann mans machen.“

Irgendwie alles ein wenig verwirrend.

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Mangelnde Kommunikation

Neulich wieder über mangelnde Kommunikation in der Arbeit aufgeregt. Gibt aus meiner Sicht nichts blöderes, als wenn man unter Kollegen nicht weiß, was eigentlich schon gemacht wurde. Oder auch nicht.

Wegen krankem Kollegen, mussten Dienste anders verteilt werden. Unter anderem auch Nachtdienste. Da stürzt sich aber keiner drauf. Sind Nachtdienste allgemein ziemlich verhasst.

Habe die Dienstverteilung, nach meinem Nachtdienst, an die Kollegin weiter gegeben. Hatte selber, wegen akutem Schlafdefizit, keinen Nerv mehr den Dienstplan durchzugehen und zu telefonieren.

Irgendwann landete ein Anruf auch bei mir. Ob ich am folgenden Tag den Nachtdienst von einer anderen Kollegin übernehmen könnte. Die hatte von vornherein gesagt, sie würde die Nacht des Kranken dann schon machen. Gegen Doppelnacht hat sie aber was. Wäre ihr dann zu viel. Ich wollte auch keine Doppelnacht. Entsprechend wurde einfach getauscht.

Fragte noch wegen dem Springer, den wir eigentlich hatten. Der hat aber auch schon abgesagt. Entsprechend wurde ich eigentlich aus meinem Frei rausgezogen, dass ich gehabt hätte. Finde ich eigentlich nicht so geil.

Abends dann die Nummer von der Arbeit auf dem Handy gesehen. Anruf in Abwesenheit. Zurückgerufen. Wurde gefragt ob ich Mittwoch einen Spätdienst übernehmen könnte. Teilte mit, dass das eigentlich nicht geht. Weil ich Dienstag ja die Nacht mache.

Schnell wurde klar, dass die Kollegin gar nicht wusste, was Dienstmäßig schon alles soweit eigentlich abgeklärt wurde. Habe sie über den Stand der Dinge aufgeklärt. Soweit ich Info hatte.

Da wusste Kollege a nicht was Kollege b schon erledigt hatte. Einer dieser Punkte, der mich so nervt. Das man oft keine Ahnung hat, was eigentlich abgeht. Gerade dann nicht, wenn man mal ein paar Tage frei oder Urlaub hatte. Macht das Arbeitsklima auch nicht gerade sehr viel angenehmer.

Tagebuchreihe 13-Tage-Woche: Tag 6

Einleitung

Tag 6 habe ich nun erfolgreich hinter mich gebracht. Allerdings merke ich mittlerweile, dass ich einfach komplett ausgelaugt bin. Die Vorstellung dass ich noch weitere 7 Tage vor mir habe macht es, ehrlich gesagt, nicht sehr viel besser. Zumal immer wieder die Worte eines Kollegen in meinem Kopf wiederhallen. „Schönes frei.“ „Hab nicht frei, hab bis 1 Fortbildung.“ „Ja mai, dass ist fast das selbe. Machst ja nix.“

Die Frage nach dem Frei

Es ist eben nicht das selbe. Frei und Fortbildung. Niemals. Hat für mich nicht wirklich etwas miteinander gemein. Nicht mal ansatzweise und auch nicht wenn man es wollte. Auch wenn ich am  Tag der Fortbildung nicht in der Arbeit bin. Dennoch muss ich morgens aufstehen, damit ich pünktlich da bin. Muss Zuhören. Mich konzentrieren und auch praktisch etwas tun. Auch wenn es nur 4 Stunden waren. Aber frei, ist das für mich nicht.

Die abhanden gekommene Motivation 

Meine Motivation ist aktuell weg. Sie ist im Urlaub, so scheint es mir zumindest. Eine wirkliche Erholung tritt auch nicht ein. Habe ich auch gar keine Chance dazu, mich zu erholen. Wie denn auch,wenn ich keinen einzigen Tag frei habe. Selbst zum Reiten muss ich mich im Moment zwingen und mehrfach überreden. Obwohl Reiten meine Leidenschaft ist. Aber es erst mal bis aufs Pferd zu schaffen, scheint mir im Moment ein richtiger Kraftakt zu sein. Selbst für eine Reitstunde, habe ich aktuell kaum Ambitionen. Kann man sich das vorstellen?

Die nicht eingehaltene Abmachung

Allgemein zieht es mich einfach nur noch runter. An die eigentliche Abmachen, die ich einst mit den Dienstplanschreiber ausgemacht hatte, wird sich neuestem auch nicht mehr gehalten. War die eigentliche Abmachung, dass ich Doppelnächte mache, allerdings nur unter der Bedingung, dass ich danach zwei Tage frei habe. Der Tag an dem ich aus der Nacht komme, nicht eingerechnet. Denn am Tag nach der Nacht, mache ich schließlich auch den Frühdienst mit. Was wiederum bedeutet, dass dies kein freier Tag ist. Allerdings scheint man es im Moment nicht als nötig zu sehen, dies einzuhalten.

Einfach mal weg

Möchte im Moment, am liebsten einfach nur noch weg. Habe keine Lust mehr. Dieses ewige geschichte abzuziehen. Ganz zu schweigen von den Nachtdiensten. Die Nachtdienste sind eigentlich das Schlimmste an der ganzen Geschichte. Kann diese einfach nicht sonderlich gut ab. Trotzdem habe ich diesen Monat geschlagene 5 dieser Sorte.

Mangelnde Motivation

Werde mich trotz mangelnder Motivation, doch in den Stall bewegen. Dort zumindest ausmisten und Futter herrichten. Danach werde ich wohl ein bisschen das Sofa hüten. Vielleicht noch in die Sauna gehen um mich wenigstens ein bisschen zu erholen. Obwohl ich bezweifle, dass es klappt. Auch wenn ich es wollte.

Ideenfreiheit 

Habe im Moment einfach keine Idee, wie ich mich dem ganzen einfach mal entziehen könnte. Würde am liebsten einfach mal eben alles hinschmeißen und für ein paar Wochen herumreisen und mich erholen. Hätte aber dann noch ein schlechteres Gewissen gegenüber meinem Pferd, welches ich sowieso schon habe, weil ich zur Zeit kaum zum Reiten komme. Auch wenn ich beinahe täglich im Stall bin.

Noch nicht beim Arzt gewesen

Beim Arzt war ich nach wie vor immer noch nicht. Auch wenn ich mich wohl besser hätte krankschreiben lassen. Allerdings bin ich, wie ich glaube ich schon mal erwähnt hatte, ziemlich eigen was Ärzte angeht. Möchte ich nicht zu einem x beliebigen Arzt hüpfen. Habe manchmal das Gefühl, dass mich nicht alle Ärzte verstehen und ich mich nicht allen anvertrauen kann oder es vielleicht auch nicht will. Bin ja eh ein Mensch, der nicht jedem vom Fleck weg vertraut. Zu Anfang immer erst misstrauisch ist. Sich das ganze lieber erst mal aus der Entfernung ansieht. Über diesen Zufallsfund berichte ich aber lieber seperat. Wird glaube ich sonst zu viel.

Etwas meckern zum Schluss noch:

Ich habe keine Lust mehr. Und ich habe von einer Stelle auch eine Absage kassiert. Eine Stelle die mich mal richtig interessiert hätte. Arbeit mit Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft. Also mit Tieren und Menschen mit Behinderung. Das wäre mal richtig cool gewesen. Habe gestern den Anruf bekommen, dass die Stelle leider schon besetzt ist. Habe mich etwas geärgert, weil ich mich zu spät beworben hatte. Die Stelle zu spät entdeckt hatte. Meine Bewerbung wird dennoch behalten. Werde dann angeschrieben, sollte sich eine Stelle auftun die zu mir passen würde.

Gestern habe ich übrigens meine Vertragsverlängerung unterschrieben. Wieder nur auf 1 Jahr befristet. Danach heißt es darum bangen, ob ich einen Unbefristeten Vertrag bekomme oder gegangen werde. Prima. Aber fürs nächste Jahr bin ich erst mal abgesichert.

Weshalb ich des Nachts auf dem Balkon rauche

In einem Vorigen Bericht habe ich glaube ich schon mal erwähnt, dass ich einst eine etwas gruselhafte Situation im Nachtdienst hatte. Was mitunter auch eine meiner Begründungen sein dürfte, weshalb ich meist auf dem Balkon rauche und nicht auf der Terrasse. Also des Nachts eben.

Warum ich auf des Nachts auf dem Balkon rauche

Kurz gesagt, war es mir in den Nachtdiensten schon immer etwas zu wieder auf der Terrasse im Erdgeschoss zu rauchen. Weshalb ich mich meist auf den Balkon verzog. Zusätzlich schaltete ich hierbei auch immer noch das Außenlicht an. Was ich eigentlich immer noch tue.

Kurz und gut, ich habe schiss, des Nachts von irgend einem Deppen überrascht zu werden. Sei es ein Einbrecher oder einfach nur ein Betrunkener oder ein auf der Straße lebender (Penner oder Bettler hört sich so abwertend an irgendwie). Vom Balkon aus, inklusive Balkonlicht, habe ich einen recht guten rundumblick und hätte auch noch halbwegs genügend Zeit zurück ins Haus zu rennen. Und den Notfalldrücker zu drücken. Bin ein kleiner Schisser, schon klar.

Was es mit der Gruselsache auf sich hat

Es begab sich, dass ich tatsächlich eines Bereitschaftsdienstes schlafen konnte. Zwar einen eher leichten Schlaf, aber immerhin schlaf. Ich lag im Bereitschaftszimmer, auf dem Bett. Irgendwann hörte ich es, Tapp, Schlurf, Tapp, Schlurf. Im Halbschlaf kapierte ich noch nicht ganz was los ist. Bis ich wach war und wusste, dass eine Bewohnerin soeben am Zimmer vorbeigetrottet war.

Gott war das eine leidige Zeit, in der die Rufanlage nicht funktionierte. Und somit auch nicht die Vorrichtung die es klingeln lässt, sobald die Bewohnerin nur einen Fuß aus ihrem Bett setzt. (Diese Vorrichtung dient lediglich dazu, dass man mitbekommt, wenn besagte Bewohnerin des Nachts aufsteht und auf Wanderschaft geht).

Bewohnerin eingesammelt. In ihr Bad buchsiert. Nachtwindel, die gefühlt 10 kg wog ab gemacht. Die Dame auf die Toilette gesetzt. Plätschern ertönt. Ich verziehe mich für einen kurzen Moment aus dem Bad.

Als ich Bewohnerin xy, wieder im Bett hatte, viel mir etwas auf. Das Licht am Parkplatz brannte. Ich fragte mich, warum zum Teufel ist der Rollo nicht unten und warum brennt das Licht da draußen? Naja, Rollo ganz runter. Bewegungsmelder wahrscheinlich reagiert, als jemand an der Straße vorbei lief.

Kurz darauf hörte ich ein scheppern. Wunderte mich nicht. Wird draußen  irgendwas gewesen sein. Legte mich hin. Schlief weiter. Am nächsten Morgen, als ich auf dem Balkon stand, natürlich zum rauchen, wurde mir klar was der knall zu bedeuten hatte. Eines der Beiden Gartentore stand offen. Das andere war zu.

Das Licht am Parkplatz konnte gar nicht von der Straße anspringen. Hätte man dazu um die Ecke laufen müssen. Da stiefelte wohl jemand mitten durch unseren Garten durch! Fahrradhütte abgesucht. Könnte ja sein, dass sich doch jemand dort einen Schlafplatz gesucht hatte. Nichts. Okay. Sacken lassen. Abwarten. Kollegin erzählen.

Höchst wahrscheinlich, war es jedoch einer der Nachbarn, der des Nachts den Garten als Abkürzung verwendet hatte. Einer dieser Fraktion die nicht außen rum laufen können. Aus reiner Bequemlichkeit und Faulheit heraus.