Noch zwei Wochen

Um ehrlich zu sein, hing ich die letzten 14 Tage ein wenig in der Luft. So ganz minimal. Was bei mir leichte Sympthome von Thorett begünstigte, sobald ich an die Sache mit den ganzen Arbeitsverträgen dachte. Und der Tatsache, dass ich ein ganz klitze kleines Problem habe, wenn alles nicht so läuft wie ich will. Und wie ich denke dass es aufgrund der mündlichen Aussagen, zu laufen hat.

Zusage für die neue Stelle bereits vor 2 Wochen per Telefon bekommen. Daraufhin direkt die Kündigung abgeliefert, damit ich die (so dachte ich) 4 Wochen Kündigungsfrist noch einhalten kann. Und das ohne, den neuen Vertrag bereits unterschrieben zu haben. So überschwänglich war ich. Das gequike meines Kleinhirns bewusst überhörend, dass der Betriebsrat, was meine Einstellung angeht, ja auch noch ein Wörtchen mitzureden hat. Und die haben erst diese Woche ihre Sitzung gehabt.

Nach meinem Gespräch bei Chef, wurde mir langsam aber Sicher, die Tragweite meiner Aktion bewusst. Zumal ich gefühlt jeden Tag darauf warte, dass was in meinem Fach liegt. Nämlich der Aufhebungsvertrag. Weil meine Kündigungsfrist doch länger ist. Also hing ich, bis gestern, gediegen in der Luft.

Keinen Aufhebungsvertrag. Kein neuer Vertrag. Nichts. Null. Im Schlimmsten Fall, bin ich demnächst ohne Job. Was wiederum heißt, dass ich der AA guten Tag sagen darf. Und ich dann auch noch eine dreimonatige Sperrfrist kassiere. Das würde dann heißen, ich hab kein Geld. Und wie zahle ich dann mein Auto? Meine Miete? Meinen Lebensunterhalt? Mist.

Gestern habe ich aber dann die Erlösung erhalten. Anruf von neuer Chefin, die mir mitteilte, dass der Betriebsrat meiner Einstellung zugestimmt hat. Und sich mein Vertrag auf dem Weg zu mir befindet. Mit sämtlichen Unterlagen die dazu gehören. Ich glaube, sie ist eine gute Chefin. Sie war total nett am Telefon und wir hatten ein recht entspanntes Gespräch. Haben sogar gelacht.

Am Telefon noch kurze Info erhalten. Wäre gut, wenn ich mit der aktuellen Gruppenleitung noch eine Übergabe machen würde. Damit eventuell auftretende Fragen direkt von Vornherein geklärt werden.

Hab mir schon überlegt, ob ich so ne Art Vorstellungsflyer machen soll. Hab schon was vorbereitet. Mit bisschen Text drin, wo ich mich kurz vorstelle. Ein Bild soll auch noch mit rein. Bekommen dann die Leute mit. Bin mir aber noch nicht ganz sicher ob ich das so stehen lassen kann/soll. Man wird sehen.

Arbeitslos bin ich auf jeden Fall definitiv nicht. Mein einziges Problem ist im Moment tatsächlich eher, dass ich meinen Aufhebungsvertrag noch nicht bekommen habe. Werde wohl drauf hoffen, dass ich ihn nach Ostern bekomme.

In zwei Wochen geht’s dann los. In der neuen Arbeit. Da habe ich bestimmt viel zu erzählen. Neue Serie bei Pferdig unterwegs: Fräulein und ihr neuer Job. Wie sie sich schlägt. Oder Der neue Job und ich.

Ob ich wohl überzeugend war?

Neulich das lang ersehnte Vorstellungsgespräch gehabt. Schon relativ früh aufgestanden, damit ich pünktlich ankomme, da ich ja die erste sein sollte, die sich vorstellen sollte. Und mir ist es persönlich immer sehr wichtig, pünktlich zu kommen um keinen schlechten Eindruck zu machen. Aufgeregt war ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ging alles recht entspannt an.

Ins Auto gestiegen, auf die Autobahn und los. Wusste wo ich hin musste. Dann schien mich aber irgendwie das Pech zu verfolgen. Eine Wanderbaustelle nach der anderen. Ein Trödler verfolgte den nächsten. Mir lief die Zeit davon, obwohl ich recht Zeitig los bin. Ich wurde leicht nervös. Schaffte es aber doch noch recht pünktlich anzukommen. Lief zu der Adresse die in der Einladung stand.

Dort konnte ich aber niemanden finden. Machte den Anschein als wäre niemand da. Musste mich durchfragen. Einer nach dem anderen wusste von nichts. Bis ich einer Dame in die Hände lief, die mir dann sagte, ich müsste ins andere Gebäude rüber. Mit 10 Minuten Verspätung war ich dann endlich da.

Als ich hinein gebeten wurde, wurde ich herzlich empfangen, dennoch musste ich mir sagen lassen, dass sie schon dachten ich würde nicht mehr kommen. Als ich mich erklärte, weshalb ich zu spät kam, weil ich im falschen Gebäude war, stieß ich auf Verständnis. Da fälschlicherweise die falsche Adresse angegeben wurde. Mir viel ein Stein vom Herzen. Dennoch war ich ziemlich aufgeregt und etwas durch den Wind. Da der Start schon nicht der Beste war.

Was sich wiederum im Gespräch eindeutig bemerkbar machte. Zuerst übersah ich vor lauter Aufregung eine Stufe weshalb ich schwer ins Wanken kam. Hallo Tollpatsch, nicht mal im Vorstellungsgespräch kann ich es also verheimlichen.

Im Gespräch selbst verhaspelte ich mich, vor Aufregung, beinahe alle paar Sätze. Brachte manches ein wenig durcheinander. Wusste plötzlich nicht wie ich mich ausdrücken sollte und rang nach Worten. Hatte letztlich auch das Gefühl, ich hätte zu knapp über meinen beruflichen Werdegang berichtet. Vor allem darüber, was ich im Moment mache. Denn war ich innerhalb von wenigen Minuten damit fertig.

Setzte mich Gefühlt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Machte Angaben, die Ehrlich waren, aber entsprechend Fragen heraufbeschworen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Wobei ich meist, kaum das ich es ausgesprochen hatte, genau wusste, dass eine weitere Frage diesbezüglich folgen würde.  Konnte dies aber meistens recht gut erklären und begründen.

Ich hoffe nun das beste. Wobei ich kein gutes Gefühl habe. Wirklich nicht. Wegen der Aufregung, die mich wohl ziemlich viel meines Selbstbewusstseins gekostet haben dürfte. Sonderlich förderlich war es dann natürlich auch nicht, dass ich so schlecht darin bin etwas zu deuten.

Und wie ich es schon beinahe vorhergesehen hatte, rutschte ich sehr schnell in Selbstzweifel. Alleine aufgrund der Tatsache, dass noch ein paar andere Bewerber, ganz offensichtlich, zum Gespräch kommen würden. Ganz vorbei war es wohl dann, als mir die nächste Bewerberin entgegen kam. Ein paar Jahre wohl älter als ich. Entsprechend auch mehr Erfahrung. Herzlichen Glückwunsch. Vergeigt und gegen die mit Sicherheit keine wirklich große Chance.

Diese Woche wollen sie sich aber noch melden. Mir bescheid sagen wegen der Kündigungsfrist wegen. Nachdem nächste Woche aber nochmal ein paar Bewerber kommen, sehe ich ziemlich schwarz. Allerdings könnte es durchaus auch sein, dass ich etwas zu negativ denke. Mal abgesehen davon, dass ich beinahe Ständig auf mein Handy starre. Um den ersehnten Anruf ja nicht zu verpassen. Habe seit langem sogar mein Handy mal wieder auf Laut gestellt.

Auch wenn diese Woche nicht mehr so lange ist, kommt es mir ewig vor. Auch wenn es nur ein paar wenige Tage sind. Trotzdem erscheinen mir diese paar Tage wie Wochen oder sogar Monate.

Habe inzwischen sogar schon mein Kündigungsschreiben vorbereitet, um mich abzulenken. Abgegeben ist es natürlich noch nicht. Erst wenn ich Sicherheit habe. Ansonsten wird diese den Weg in den Schredder suchen und finden müssen.

 

Witzig…oder auch nicht

Neulich Vorstellungsgespräch gehabt. Hatte eine relativ lange Anreise für ein Vorstellungsgespräch. Im Gespräch wurde ich dann gefragt, wie ich denn so ungefähr auf die Idee käme, in meinen jungen Jahren und mit meiner Berufserfahrung, mich auf eine leitende Stelle zu bewerben. Nun ja. Früh übt sich. Kurzzeitig fragte ich mich dann, warum ich überhaupt über 100 km gefahren bin, wenn man eigentlich nicht vor hatte mich einzustellen. Oder es zumindest in Erwägung zieht. Das hätte man mir auch am Telefon sagen können.

Letztlich stellte sich heraus, dass man darauf hinaus wollte, ob ich mir auch die Stellvertretung vorstellen könnte. Weil ihnen noch Berufserfahrung fehlt. Hatte bejaht das auch eine Stellvertretung in Ordnung wäre.

Allgemein empfand ich die Fragen beim Gespräch situativ sehr provokativ. Und hab mich teils sogar gefragt, ob die Frage eben überhaupt so zulässig ist. Und ob ich Antworten muss. Aber ist wohl Strategie. Wollten vielleicht wissen, wie ich mit Stress umgehe. Oder so.  Haben irgendwie ein bisschen guter Bulle, böser Bulle gespielt.

Zwei Tage später der Anruf. Sie hätten sich lange unterhalten. Und entschieden, dass sie mich weder als Leitung noch als Stellvertretung einstellen wollen würden. Dafür aber für den normalen Gruppendienst. Natürlich wegen der Berufserfahrung.

Ich hasse so was. Da hackt man ewig auf der Berufserfahrung herum. Ich bin eben erst 25….und habe noch keine 30 Jahre Berufserfahrung. Sorry. Mal ganz zu schweigen, dass immer erst ab dem Punkt gerechnet wird, ab dem man aus der Ausbildung kam. Weil eigentlich bin ich inzwischen seit 6 Jahren in diesem Bereich tätig. Bin ja nicht nur dagesessen und habe Daumen gedreht.

Die ersten zwei Jahre bin ich als Praktikant, wie eine normale Angestellte gelaufen. Vollzeit. Für 450 €, von denen mir damals unter 400 € übrig geblieben sind. Und das über 2 Jahre hinweg. Aber gut. Lassen wir mal so stehen.

Neulich bei der Regionalen Zeitung, eigentlich gestern, eine Stellenausschreibung gesehen, von bevorzugtem Betrieb. Leitung. Auf die Stelle, so bilde ich mir ein, hatte ich mich vor gut einem halben Jahr schon mal beworben. Die hatte man dann aber anderweitig besetzt. Komisch, dass die jetzt wieder frei wird.

Hatte glaube ich schon mal erzählt, von der Absage neulich und dass die selbe Stelle am nächsten Tag wieder ausgeschrieben war. Glaube ich.

Nachdem ich nun nicht wusste, wie ich mich jetzt verhalten soll und überhaupt nochmal bewerben, habe ich kurzerhand mit der Leitung kontakt aufgenommen. Weil ich wissen wollte was eigentlich Sache ist. Wollte einfach wissen, ob ich nicht mehr erwünscht bin. Oder ob ich nochmal ne Bewerbung raushauen soll.

Leitung wusste gar nicht so wirklich bescheid über die Bewerbungssache. Wäre da nicht so recht involviert gewesen. Würde es aber befürworten wenn ich wieder komme. Sollte doch einfach mal mit meinen Bewerbungsunterlagen vorbei kommen. Dann könnte man sich unterhalten. Wollte außerdem bei den entsprechenden Stellen nochmal nachhacken.

War heute da. Bin einfach mal vorbei gekommen. Leitung war aber da gerade leider nicht da. Habe es dann einem Kollegen gegeben, der es weiter leitet. Ganz sicher hat er gesagt. Versprochen. Hoffe er hält es auch. Bin mal gespannt, ob Leitung sich die Tage bei mir meldet. Vielleicht können wir auch einen Termin ausmachen. Und ich komm da dann fix vorbei. Oder so in die Richtung. Keine Ahnung. Mal schauen was passiert.

Hoffe nur, dass es zügig vorwärts geht.

 

Wiedersehen….

In der Teambesprechung neulich erfahren, dass eine Kollegin unser Team verlassen wird. Sie bleibt zwar beim selbe Arbeitgeber, geht aber in den ambulanten Dienst. Sie wird dort die stellvertretende PDL machen.

Sehr schade. Wirklich. Denn in den letzten Monaten haben uns bereits einige Kollegen verlassen. Was eine gewissen Unruhe verursacht hatte. Haufenweise neue Kollegen. Überstunden bei den noch übrigen Mitarbeiter aufgrund von Einarbeitung. Durststrecken, bis eine Nachbesetzung gefunden worden war.

Innerhalb von kürzester Zeit muss nun die freigewordene Stelle wieder nachbesetzt werden. Was sich als nicht ganz einfach darstellen wird. Ist der Markt momentan ziemlich leergefegt. Potentielle neue Mitarbeiter zu bekommen, welche die freigewordene Stelle besetzten können, sind momentan schwer zu bekommen.

Wird entsprechend wohl dadurch wieder eine Durststrecke entstehen. WinkeWinke Überstundenabbau.

Eingangsbestätigung

Hab in nem anderen Beitrag schon erzählt, dass ich mich Beworben habe.

Auf eine Stelle im Kindergarten.

Habe bei der Bewerbung dieses mal den Ratschlag von der Berufsberaterin, vor einem halben Jahr, berücksichtigt und mir eine Emailadresse speziell für Bewerbungen angelegt. Mit Vor- und Nachname.

Erschien mir meine eigentliche Mailadresse, für Private zwecke geeignet, allerdings nicht gerade für eine Bewerbung. Vor allem nicht für eine Bewerbung im Kindergarten, ganz zu schweigen bei einer kirchlichen Einrichtung.

Könnte durchaus merkwürdige Rückschlüsse bewirken.

Prompt habe ich am Dienstag, einen Tag nachdem die Bewerbung per Mail raus ist, das Bestätigungsschreiben bekommen. Bewerbung ist also eingegangen. Dauert nur noch ein wenig bis alle Bewerbungen gesichtet worden sind und eine Rückmeldung kommt.

Bin gespannt. Habe sogar eine Lesebestätigung zugesandt bekommen. Witzig.

Feiertagsdienst

Wie ich diesen heutigen Feiertag verbrachte? Ist das gerade wirklich der Rede wert? Nun ja, vielleicht schon. Ich verbrachte kurzum den Tag heute beim Arbeiten. Auch wenn ich den Tag heute Wettertechnisch weitaus lieber lesend auf dem Sofa verbracht hätte. Aber, wie sage ich so gerne, die Leute mit denen ich arbeite sind auch am Wochenende und an Feiertagen behindert.

Positiv an der ganzen Kiste ist natürlich der Feiertagszuschlag, den ich dafür bekomme, dass ich heute arbeiten war. Erinnere mich da gerade an die eine Story von vor kürzlich. Die tatsächlich so geschah. Fragte mich ein Bewohner, warum ich mehr Geld bekomme, wenn ich am Feiertag zu ihnen in die WG zum Arbeiten komme. Konnte das irgendwie nicht so ganz verstehen warum das so ist. Vielleicht wollte er es auch nicht. Bin ja immer noch der Meinung, dass er es unfair fand, dass ich für Feiertag und Wochenende arbeiten, als ausgleich (das ich nicht frei habe wie er) Geld bekomme. Und das auch noch zusätzlich zu dem was ich sowieso schon bekomme. Aber gut.

Irgendwie, hat mich der heutige Arbeitstag schon ziemlich geschlaucht. Bin es eigentlich eher gewöhnt, dass ich maximal 5 Stunden pro Schicht arbeite. Wenn dann aber so ne ganztages Schicht kommt, ist das immer ziemlich heftig. Bin es einfach nicht mehr gewohnt 8 oder 9 Stunden zu arbeiten pro Schicht. Und heute lief alles wieder mal ganz anders.

Kaum das ich die WG betrat, wurde mir offenbart, dass ein Bewohner gleich mit dem Sanka abgeholt wird. Weil er ins Krankenhaus muss. Prima, ist innerhalb von einem Jahr bereits das zweite mal, dass ich Mittags zum Dienst auftauche und ein Bewohner ins Krankenhaus gebracht wird. Ich eine heillose Situation aufzufinden scheine, mit aufgewühlten und aufgelösten Kollegen. Alles drunter und drüber zu gehen scheint. Und da soll dann noch irgendwer einen Plan bekommen und durchblicken. Und dann noch Ruhe bewahren. Bewohner inklusive Kollegin wurde dann also abgeholt.

Diese also weg, mussten nun die anderen noch bekocht werden. Beim Mittagessen wurde mir dann erst einmal erklärt, dass sämtliche Abmachungen die wir eigentlich bereits vor eine Woche getroffen hatten eben ma über Bord geworfen wurden. Mittagessen war nicht, stattdessen wurde ein Ausflug unternommen. Natürlich nur mit ausgewählten Bewohnern und wieder die selben saßen zu Hause.

Während die anderen bereits unterwegs waren und ihren Spaß hatten, saßen ich und meine Kollegin mit dem Rest vom Schützenfest zu Hause und warteten auf den Anruf der Kollegin im Krankenhaus, welcher auch prompt eintrudelte. Dieser bescherte mir heiteres gerenne um Kleidung und Pflegeartikel zusammen zu suchen, damit der Bewohner für den nächtlichen Überwachungsaufenthalt, ausgerüstet ist.

Verbrachte daraufhin noch ziemlich lange im Krankenhaus, bis wir gehen konnten. So kann man seinen Dienst und den Feiertag auch vorbei bringen, wenn man das möchte. In dem man im Krankenhaus herumrennt. Menschen den Bewohner erklärt und zurück in der WG nochmal mit der diensthabenden Schwester Telefoniert.

Bin nach wie vor davon überzeug, dass das Krankenhaus mit Menschen mit Behinderung total überfordert ist. Wäre dafür, dass die dort Arbeitenden Menschies, sich im Bereich Behindertenversorgung fortbilden müssen. Damit sie den Umgang mit diesen auch beherrschen. Kommt es schließlich oft genug vor, dass auch Menschen mit Behinderung mal in ein Krankenhaus müssen.