Wie soll das nur weiter gehen…

Und dann sitzt du wieder da. Zermarterst dir das Hirn darüber, wie das alles in nem Jahr sein soll. Wie das mit dem Praktikum laufen wird, ohne finanzielle Einbusen zu machen. Ohne irgendeine Förderung in Anspruch zu nehmen, die du später, hoch verzinst, zur hälfte zurück zahlen musst. Rechnungen und Lebensunterhalt zahlen sich schließlich nicht von selber. Weiterlesen

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Praktische Nachweise während meiner Ausbildung zur HEP

Das Vor-Vorwort

Schon wieder was gefunden. Beendet aber nicht online gestellt. Der Beitrag ist schon ziemlich alt. Naja so alt jetzt auch wieder nicht. Aber bestimmt schon fast 1 Jahr vergammelt er in meinen Entwürfen ohne gelesen zu werden.

Schade muss ich sagen. Da macht man sich die Mühe und stellt ihn nicht online. Wozu dann das ganze? Wahrscheinlich habe ich mir gedacht, dass es keinen interessieren könnte. Aber selbst wenn, wäre das auch nicht so schlimm.

Entsprechend kommt der Beitrag nun halt einfach entstaubt und diesmal nicht überarbeitet, zum Vorschein. Auch wenn es fast 1 Jahr gebraucht hat, bis er es zu Leserreife geschafft hat.

Vorwort

Schwenken wir wieder um zur praktischen Ausbildung. Irgendwie, lief alles so vor sich hin. Irgendwann hatte ich auch meine erste Lehrprobe, bzw. Tagesablauf. Was das bedeutet, ist nun die Frage.

Ich erkläre es mal kurz:

Tagesablauf

Wie der Name schon sagt, es handelt sich um den Ablauf des Alltages. In diesem bzw. meinem Fall, ging es um den Arbeitsalltag, der Menschen mit Behinderung. Dazu zählen sogar schon die einfachsten Dinge, wie z.B. Toilettengänge, Frühstück oder Alltagsbegleitende- oder wie es richtig heißt Arbeitsbegleitende Angebote. Arbeitsbegleitende Angebote sind sehr weit gefächert. Dazu zählen z.B. Musik, Sport, Malen, Kreativwerkstatt, Imkern, Schwimmen uvm.

An der Tagesordnung ist dann natürlich auch die Arbeit. Auch wenn ich in einer Förderstätte arbeitete, gehörte Arbeit dort zu einem festen Tagesablauf der Klienten. Hauptsächlich werden Eigenprodukte her und fertiggestellt. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Produkte für den Ofen. Aber auch andere Produkte von Fremdfirmen werden erledigt.

Lange Rede, kurzers Sinn, es ging um den Ablauf des Tages. Dieser Tagesablauf im Alleingang dauerte gut 3 Stunden, in denen mir mein Lehrer hinterher lief und zuschaute. Am Schluss gab es eine Note. (Der Tagesablauf dauert jedoch keine drei Stunden, wenn er mit einer Beschäftigung kombiniert wurde. Auch in der Prüfung dauert der Tagesablauf an sich keine drei Stunden)

Lehrprobe im Sinne von: Einel- und Gruppenbeschäftigung

Auch das ist beinahe selbsterklärend. Es handelt sich hierbei um eine gezielte Beshcäftigung (Basteln, Kochen, neue Arbeiten lernen) mit einer odere mehreren Personen (eine Gruppe muss aus mindestens 3 Personen bestehen) Hier hatte ich die freie Wahl, was ich machen möchte. Mir wurde lediglich die Anzal der Beschäftigungen vorgegeben.

Ich müsste jetzt glatt nachsehen, was für Angebote ich gemacht habe. Ich habe ja sämtliches Zeug ausgedruckt und aufgehoben. Aus dem Stegreif bekomme ich noch folgendes zusammen:

Entspannungseineheit mit Musik und Handmassage (Einzel)

Gestaltung eines Kommunikationsbuches mit Fotos (Einzel)

Gestaltung von Holzpinnwänden (Gruppe)

Traumreise mit Klangschalen (Gruppe)

Bewegungseinheit Trampolin (Einzel)

Gestaltung von Kräutertöpfen (Einzel)

Schulung zum Thema Arbeitssicherheit (Gruppe)

Schulung Mülltrennung (Gruppe, Prüfung)

Schulung Hubwagenfahren lernen (Einzel)

Das dürfte es glaube ich gewesen sein. Auch bei diesen Angeboten wurde ich beobachtet und bewertet.

Das drumrum

Vorher musste ich jedoch immer einen Bericht abgeben und das 48 Stunden vorher. Könnte man mit einem Berichtsheft gleich setzten. Nur, dass ich das nicht für jede Woche schreiben musste, sondern lediglich für die Einheiten die ich gemacht habe. Ich musste darin wirklich alles aufdröseln und beschreiben. Ziele Methoden Planung, Vorbereitung, Beschreibung der Klienten usw. Meistens hatten die Berichte 15 oder sogar mehr Seiten.

Nach der Durchführung, musste ich mich erst selber reflektieren (mündlich) und bekam eine kurze Rückmeldung von Anleitung und Lehrer, die sich zuvor kurz besporchen hatten. Ich durfte mir natürlich im Voraus auch Gedanken machen, bevor ich meinen Senf abgegeben hatte.

Zu guter letzt bekam ich noch eine grobe Einschätzung der Note, die sich nur auf das Praktische bekam. Die Gesamtnote entstand dann zum einen aus dem Vorbericht, der Umsetzung und auch aus dem Reflektionsbericht, den ich danach erstellen musste. Ab dem 2. Jahr konnte ich dann zwischen schriftlicher und mündlicher Reflektion wählen. Ich entschied mich meistens für mündlich, dass konnte ich irgendwie besser.

Ich weiß gerade kurzzeitig nicht, mit was ich ursprünglich angefangen hatte. Aber ich dürfte eigentlich nicht zu sehr vom rechten Weg abgekommen sein. Es ging glaubte ich tatsächlich um eine meiner ersten Praxisauftritte, bei denen ich bewertet wurde. Meine Güte war ich aufgeregt. Bei einer dieser Teile (müsste bei einem der Tagesabläufe gewesen sein) fragte mich der Abteilungsleiter nach der Note. Es dürfte eine gute eins gewesen sein. Er antwortete darauf nur, „Das ist ja schon fast Streberhaft!“, was er allerdings nicht böse meinte.

Von seiner Azubine jedoch, erntete ich nur einen vernichtenden Blick. Sie war nämlich durchaus streberhaft. In der Theorie, ein Ass, in der Praxis jedoch eine Null. Verzeiht meine Ausdrucksweise. Sie war mein totales Gegenteil. In der Theorie war ich ein Mitteldings (Schlechteste Note war eine 3) in der Praxis um so besser. Irgendwie war das jedoch ein Grund, weshalb diese eine Azubine mit mir in Konkurenz zu treten meinte. Ich glaube sie fühlte sich bedroht oder sowas. Glaube ich zumindest. Sie tat auch sehr häufig so, als wäre sie etwas besseres, aber das ist ein anderes Kapitel.

 

Sie könnten pfeiffrisches Drüsenfieber haben..

Die Terminvereinbarung

Ich habe mich gestern nun doch dazu entschieden beim Hausarzt anzurufen. Der ist nämlich jetzt endlich wieder aus dem Urlaub zurück. Zwei Wochen habe ich durchgehalten und befinde mich nun, an meiner Schmerzgrenze wo nichts mehr geht.

Gestern rief ich also gegen Mittag in der Praxis an. Die Sprechstundenhilfe am Telefon erschien mir neu zu sein. Sie fragte mich am Telefon, ob mir vielleicht eine Krankmeldung und ein Rezept ausreichen würde. Denn sie sind heute den ersten Tag nach dem Urlaub wieder da. Und mit Terminen sieht es eigentlich ziemlich schlecht aus. Grundlegend ist mir das ja auch recht. Allerdings hat man das bereits schon mehrfach so vollführt und diesmal habe ich jedoch etwas Gravierenderes im Verdacht, wo eine Untersuchung nicht ganz verkehrt wäre.

Ich erzählte am Telefon, dass ich sämtliche Beschwerden bereits seit 14 Tagen mit mir spazieren trage und es einfach gerade nicht geht. Es mir eigentlich lieber wäre wenn man mich mal anguggen würde. Die Arzthelferin schien aber der festen Überzeugung zu sein, ich sollte es doch mal so ausprobieren. Irgendwie schien sie überhört zu haben, dass ich bereits 14 Tage mit einem Infekt herumrenne. Kurz angebunden fragte sie mich dann noch, ob es auch jemand anders sein könnte, bei dem ich behandelt würde, oder ob es unbedingt Dr. Chef sein sollte oder ob auch Dr. Assistenzarzt sein könnte. Ich erklärte ihr kurz, dass ich die letzten Male eigentlich immer bei Dr. Assistenzarzt war. Was die Helferin wiederum dazu veranlasste, mir mitzuteilen ich könnte dann heute um 11:15 Uhr kommen, da wäre noch was frei.

In meinem Ironischen Übermut, ließ ich den Spruch los „ja wenn das so ist, reiße ich mir den doch gleich unter den Nagel.“ Hörte daraufhin nur die Arzthelferin und jemand anderen im Hintergrund kichern. Ist schon klar, dass ich damit den Termin meine und nicht den Herr Dr. Assistenzarzt?

Der Termin

Um 11 Uhr stand ich also in der Praxis. Dachte kurz bei mir, dass ganzschön was los ist. Da werde ich vermutlich ziemlich lange warten bis ich dran käme. Dem war auch so. Ich wartete glaube ich gut eine dreiviertel Stunde, bis ich dran kam.

Ein kurzer Blick des Arztes. Schien leicht genervt zu sein. An mir kann es jedoch nicht liegen, bin ich tatsächlich krank und war fast ein Jahr nicht mehr da. Aber wenn er böse und grantig schauen will, schau ich eben auch patzig zurück. Das kann ich nämlich auch. Und das ziemlich gut in letzter Zeit.

Irgendwie war Dr. Assistenzarzt heute nicht er selbst. Irgendwas war anders. Schien kurz angebunden. Genervt und gestresst. Nicht die üblichen Scherze. Danke, deshalb bin ich eigentlich nicht da geblieben und wenn der Herr Dr. zuhause stress hat, kann ich auch nix dafür.

Fragte mich nach meinen Symptomen. Kurz aneinander gekettet ratterte ich alles runter, was für mich wichtig war zu erzählen.

Kurz abhören. Dabei schien ihn mein Shirt ziemlich zu belustigen. Auftrag, der allgemeinen Belustigung, trotz krank sein doch noch nachgekommen. Schien dann doch wieder der alte zu werden. Unterhaltung über mein Tattoo, kurze Erwähnung das mein verstorbener Großvater auch Arzt war. Da hatte sich wohl seine Zunge dann doch etwas gelockert und er konnte sich doch mit mir unterhalten. Ganz der alte, mit seinen sau blöden Sprüchen.

Allerdings war er heute ziemlich hektisch. Keine Ahnung. Lag wahrscheinlich daran, dass sie bereits im Verzug waren mit den Terminen. Verdacht auf pfeiffrisches Drüsenfieber. Na ganz toll. Bekomm ich das jetzt auch noch. Ich nehm auch wirklich jeden scheiß mit. Krankmeldung bis Sonntag. Medikamente verschrieben bekommen.

Ich könnte fast als laufende Apotheke durchgehen. Aber wenn s hilft. (Ist übrigens alles pflanzlich, das Antibiotika habe ich nur für den Ernstfall verordnet bekommen). Danach zur Blutabnahme ins Labor geschickt worden. Bekomme dann bescheid, sollte beim Blutbild irgendwas raus kommen, was von Bedeutung wäre. Zum Beispiel pfeiffrisches Drüsenfieber oder Fußpilz.

Apotheke nebenan natürlich längst zu gehabt, bis ich fertig war. Muss ich also doch in die Stadt fahren um an mein Zeug zu kommen.

Arbeit weiß seit gestern Bescheid, dass ich krank bin. Kollegin meinte nur, ich sollte mich anständig erholen, und mich blöd gesagt erst wieder blicken lassen wenn ich ganz gesund und erholt bin. Heute nochmal anrufen und bescheid geben, wie lange ich krankgeschrieben bin. Habs versprochen.

Wenn zur Theorie auch mal eine Exkursion oder fachliche Vertiefung kommt. [Ausbildung][HEP]

Ja ich sollte durchaus auch mal wieder über meine Ausbildung berichten. Hatte ich doch deshalb extra mal was vorbereitet. Auch dieser Beitrag ist schon drei Monate alt und hätte schon längst online gehen können oder sollen. Wahnsinn. Also, dann kommt nun ein Bericht, der mal wieder was von meiner Ausbildung berichtet.

Der straffe Zeitplan des ersten Ausbildungsjahres, wollte es so, dass wir 3 oder 4 Wochen im gesamten Schuljahr, Blockunterricht hatten. Begründung seitens der Schule war, man würde sonst nicht mit dem Stoff durch kommen, der für das erste Jahr vorgesehen ist, da sehr oft Feiertag oder Frei auf die Schultage vielen. Dies fehlte ja dann verständlicherweise an Stoff im Unterricht.

In diesen Wochen ergabn sich diverse Möglichkeiten für Excursionen. In einer der Blockwochen, nahmen wir ein Rollitraining durch die Stadt in Angriff. Hier sollten wir ausprobieren und ein Gefühl dafür bekommen, wie es denn so im Rolli durch die Stadt ist. Keine schlechte Erfahrung. Faziet hierzu war jedoch, dass es nicht immer leicht ist. Wer hätte es gedacht! In einige Gebäude kommt man schwer bis garnicht hineine. In Bäckereien oder Läden wird häufig oder „fast“ nur mit der Begleitperson gesprochen oder man wird bemitleidet. Möchte man Zug fahren, muss man gut 24 Stunden vorher bei der Bahn anrufen und sich anmelden. Weil wegen der Begleitperson und der Rampe, damit man mit Rollstuhl in den Zug kommt.

Die zweite Exkursion führte uns, als Klasse, in eine Art Klettergarten, der sich in einer Art umfunktionierten Scheune befand. Dort wurde wir in mehrere Kleingruppen aufgeteilt. In diesen Team sollten wir Teamstärkende Aufgaben lösen und näher zusammen wachsen. Es war durchaus eine sehr spannende Erfahrung. Vertrauen stärken, unterstützen und so weiter.

In der Mittagspause erhielt ich jedoch einen beunruhigenden Anruf meiner Anleiterin. Da sie mich nicht gleich erreicht hatte, sprach sie mir auf die Mailbox. Diese Nachricht enthielt jedoch nur einen kurzen Inhalt, mit der Bitte, dringend zurück zu rufen. Ca 15 Minuten später rief ich sie zurück.

Was mir meine Anleiterin, die ich gerade noch erwischt hatte bevor sie Feierabend machte, erzählte empfand ich nicht sehr super. Sie teilte mir mit, dass in der ltzen Nacht, ein Gruppenmitglied vertorben sei. Sie sei jeodch friedlich in den Armen ihrer Mutter eingeschlafen und gestorben. Die Beerdigung sollte in der darauf folgenden Woche stattfinden.

Auf der einen Seite war ich traurig. Allerdings nicht tief getroffen. Entweder kann ich sowas nur sehr schlecht oder es lag daran, dass ich dieses Gruppenmitglied eher kaum kannte. Da sie sehr häufig krank war, bzw eine eigenen Betreuerin hatte die sich um sie kümmerte.

Ich kann es nicht wirklich erklären. Ich schlukte es. Es war schade, da dieses Mitglied im Grunde sehr lebensfroh und guter Dinge war. Trotz ihrer wirklich extrem, gravierenden Behinderung.

 

Wie die Ausbildung begann und zum ersten Schultag zu spät kam oder so.

Der Anfang der Ausbildung, oder auch das 1. Ausbildungsjahr.

Ich und meine Ausbildung. JA. Sie begann endlich, nach zwei Jahren, ok fast 2 Jahren, Praktikum. In Bayern ist es ja so, dass man zwei Jahre Praktikum machen muss, bevor man zum HEP wird. Zwecks der Arbeitserfahrung und so.

Ich bin zwar der Meinung das ein Jahr ausreichend gewesen wäre, aber gut.

In den ersten zwei Wochen veränderte sich für mich eigentlich noch nicht viel. Mal abgesehen davon, dass ich eine andere Gruppe zu betreuen hatte und ich plötzlich eine Ausbilderin hatte. Ich hatte eine sehr junge Ausbilderin, was sehr passend war.

In den ersten zwei Wochen wurde ich erst mal intensiev in die neue Gruppe eingearbeitet. Was mich sehr freute. Ich war allerdings eher zurückhaltend, da ich die Gruppe in der Tiefe noch nicht kannte. Es waren insgesamt 5 Gruppenmitglieder. Ein weiteres Mitglied kam erst später dazu. Aber eigentlich waren es 6 Gruppenmitglieder. Davon abgesehen, dass eine aufgrund von viel Krank nicht so oft da war. Wenn sie da war, hatte sie eine persönliche Betreuerin, da sie an ein Sauerstoffgerät gebunden war.

Ich hatte jedoch immer wieder so meine Befürchtungen und Ängste. Da ein Gruppenmitglied, ein psychisches Problem hatte. Teilweise aus heiterem Himmel zu schreien begann und sich nur schwer beruhigen ließ. Außerdem behauptete diese häufig, ihre Hose wäre nass. Ging man darauf nicht ein, oder sagte, sie sei nicht nass, war das Theater meist immer sehr groß. Manchmal machte sie das aber auch um auszutesten. Zu testen wie weit sie bei wem gehen könne.

Aber ich hielt mich diesbezüglich meist immer eher zurück. Zumindest zu Anfang, später änderte sich dies. Ob ich wollte oder nicht. Es änderte sich gezwungener Maßen. Was aber später noch irgendwann mal zur Sprache kommt.

Nach den ersten zwei Wochen war ich schon langsam drin. Zu hundert Prozent allerdings noch nicht. Aber das würde noch kommen. Langsam aber sicher. Zumal ich zwischendurch auch immer mal wieder in einer anderen Gruppe aushelfen musste. Was bedeutet, dass ich keine zwei Wochen durchgängig in der neuen Gruppe, bei meiner Anleiterin war. Die Ausbilder in meinem Beruf werden übrigens Anleiterin oder Anleiter genannt. Nach den ersten zwei Wochen, hatte ich dann auch das erste mal Berufsschule.

Ich verrate schon mal so viel. Ich kam an meinem ersten Schultag am 11.09.2012 zu spät zum Unterricht.