Die unendliche Bewerbungsgeschichte

Ich hatte neulich Vorstellungsgespräch. Wieder mal. Wer sich jetzt erhofft hier die Superschlauesten Tipps zum Bewerbungsgespräch zu erhalten, der kann im Grunde eigentlich gleich weiter schalten. Weil Tipps wird es in diesem Sinne keine geben.

Sollte man aber dennoch einfach weiterlesen wollen, weil einen die Erfahrung interessiert, darf man das natürlich gerne tun und wir meinerseitens nicht daran gehindert.

Neulich hatte ich also das Vorstellungsgespräch. War an und für sich nicht schlecht. Gebe ich offen und ehrlich zu. Genau sagen kann  ich das aber nicht. Weil bei denjenigen, die so Gespräche häufiger führen, kann man immer so schlecht erkennen ob es gut war oder eher nicht. Finde ich jetzt. Hatte auch schon oft ein gutes Gefühl und letztlich ist es vollkommen in die Hose gegangen.

Hatte ich also neulich das Gespräch. Was ganz gut verlief. Allerdings hege ich seit einiger Zeit den Verdacht, dass ich mich ein wenig in die Nesseln gesetzt habe. Weil ich ehrlich war.

Ich wurde nämlich danach gefragt, warum ich mich denn Beworben hatte. Beziehungsweise weshalb ich denn die Stelle wechseln wolle. Weshalb ich kurz antwortete, dass mein Vertrag in nächster Zeit ausläuft. Blöderweise wurde ich dann mit der nächsten Frage ziemlich überrumpelt. Wollte man nämlich wissen, wie lange mein Vertrag noch läuft. Was ich ehrlich beantwortete. Mit dem Anhang, dass ich natürlich, mit Berücksichtigung der Kündigungsfrist, auch früher anfangen könne. Und ich durchaus keine Lust hätte, wieder beim Arbeitsamt zu sitzen.

Keine Lust habe dem Berufsberater, der es eigentlich nur gut meint, Rede und Antwort stehen zu müssen. Ganz zu schweigen, dass man mir wahrscheinlich einige Stellen vor die Nase setzten wird, auf die ich mich bewerben soll. Auch wenn ich das nicht möchte. Weshalb ich lieber selber etwas früher angefangen habe. Um mir selbst aussuchen zu können, wo ich mich bewerbe und wo nicht. Selbst ein wenig die Entscheidung darüber habe, wo ich arbeiten möchte. Und nicht vorgesetzt bekomme, was ich zu tun habe.

Ich konnte ehrlich gesagt den Blick nicht ganz deuten. War er freundlich und verständnisvoll. Bin mir nicht wirklich sicher, ob ich das als gutes Zeichen deuten soll. Oder als schlechtes. Der Eindruck vielleicht entstanden ist, dass ich auch dort schnell kündigen könnte. Wobei ein Arbeitgeber im Grunde doch immer damit rechnen muss, dass auch mal ein langjähriger Mitarbeiter kündigt. Was weiß ich schon warum. Vielleicht wegen neuorientierung oder sowas.

Wenn die Kollegen fragen.

Neulich fragte mich meine Kollegin ob mich was belasten würde. Ich wäre zur Zeit etwas komisch. Würde bedrückt wirken.

Meinte es würde mich etwas traurig machen, dass Kollegin x noch weitere Monate ausfallen wird. Wegen ihrer OP.

Konnte ihr ja schlecht sagen, dass ich einige Bewerbungen rausgeschickt habe. Und es eine Absage gehagelt hat, die mich etwas gekränkt hatte. Sämtliche Kollegen mit denen ich über so was reden konnte sind ja nicht mehr da. Oder fallen aufgrund von Krankheit aus.

Aber wer weiß wie lange ich noch da bin. Wahrscheinlich noch ein Weilchen. Bin gerade etwas am Hadern ob ich nochmal anrufen soll. Bei der Stelle, die mir abgesagt wurde. Weil sie nicht mehr besetzt werden würde. Und dann am nächsten Tag für September ausgeschrieben war.

Ich wüsste aber nicht mal was ich sagen sollte. Würde eigentlich schon gerne wissen, was Sache ist. Mal Tacheles reden. Ob es überhaupt noch Sinn macht sich zu bewerben. Aber ich bin dann immer viel zu nett am Telefon.

Wahrscheinlich erreiche ich vermutlich wieder über mehrere Tage keinen, der da was weiß.

Ich glaube da kommt man inzwischen nur noch rein, wenn man jemanden kennt, der jemanden kennt, der da arbeitet und jemand kennt. Wie sagt man da? Vetterleswirtschaft? Will ja niemandem was unterstellen. Sollte es aber tatsächlich so sein, fände ich es gegenüber den anderen ziemlich gemein.

Eingangsbestätigung

Hab in nem anderen Beitrag schon erzählt, dass ich mich Beworben habe.

Auf eine Stelle im Kindergarten.

Habe bei der Bewerbung dieses mal den Ratschlag von der Berufsberaterin, vor einem halben Jahr, berücksichtigt und mir eine Emailadresse speziell für Bewerbungen angelegt. Mit Vor- und Nachname.

Erschien mir meine eigentliche Mailadresse, für Private zwecke geeignet, allerdings nicht gerade für eine Bewerbung. Vor allem nicht für eine Bewerbung im Kindergarten, ganz zu schweigen bei einer kirchlichen Einrichtung.

Könnte durchaus merkwürdige Rückschlüsse bewirken.

Prompt habe ich am Dienstag, einen Tag nachdem die Bewerbung per Mail raus ist, das Bestätigungsschreiben bekommen. Bewerbung ist also eingegangen. Dauert nur noch ein wenig bis alle Bewerbungen gesichtet worden sind und eine Rückmeldung kommt.

Bin gespannt. Habe sogar eine Lesebestätigung zugesandt bekommen. Witzig.

Beworben

Hab mich Montag auf eine Stelle beworben.

Auf eine Stelle als stellvertretende Kindergartenleitung. War in der Zeitung ausgeschrieben. Hat mir unsere nette Nachbarin in die Hand gedrückt.

Bin ja mal gespannt. Ist nämlich ein Kirchlicher Kindergarten. Was ja aber nicht gezwungen was zu heißen hat.

Laut Ausschreibung suchen sie eine Erzieherin oder gleichwertige Ausbildung.

HEP und Erzieher sind im Grunde gleichwertig. Nur das es in manchen Bereichen andere Schwerpunkte gibt. Wäre  ja nicht so als wäre ich nicht lernfähig.

Bezweifle aber, dass ernsthaft was draus wird. Haben manche doch ein verknacktes Bild von HEPs. Von wegen, nix Kindergarten.

Vermute sogar, dass nicht mal eine Rückmeldung kommen wird.

Habe mich nämlich schon mal auf drei Stellen in einem Kindergarten, via Mail, beworben. Stand sogar in der Beschreibung das eine Bewerbung per Mail gerne entgegen genommen wird.

Habe von allen drei Kindergärten nie was gehört. Weder Eingangsbestätigung noch eine Absage mit Grund dafür.

Abwarten was passiert. Das ist unser Motto. Und dann spielen wir Lotto. Oder so.

Habe jetzt zwei Bewerbungen, nein drei, offen.

Von Bevorzugtem Betrieb noch keine Rückmeldung. Haben aber auch erst am 9 Januar wieder angefangen. Nach dem Weihnachtsfest. Und so.

Und dann war da noch das Wochenende dazwischen. Und kommt jetzt schon wieder.