Neuer Job, Tag 1

Es dürfte inzwischen aufgefallen sein, dass ich einen neuen Job habe. Keine Schichten mehr. Geregelte Arbeitszeiten und Wochenende als auch Feiertags frei.

Heute, der 1.5., ist mein erster Arbeitstag. Den ich sozusagen mit einem frei starte. Weil, es ist Feiertag. Das fängt ja gar nicht so schlecht an. Aber um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht so recht, was ich denn mit einem freien Tag anfangen soll und das auch noch an einem Feiertag!

Das ist total ungewohnt für mich, da ich nur in den seltensten Fällen, an einem Feiertag frei hatte.

Bin gespannt wie mein erster Arbeitstag wird. Wirklich. Schlüssel abholen. Erste Einweisung. Dann die Leute kennenlernen und eingearbeitet werden. Ein bisschen bammel habe ich vor den neuen Programmen am PC. Hoffe ich arbeite mich da recht schnell ein.

Hoffe ich schlafe heute Nacht gut. Wenn ich nervös oder aufgeregt bin, schlafe ich oft schlecht.

Noch zwei Wochen

Um ehrlich zu sein, hing ich die letzten 14 Tage ein wenig in der Luft. So ganz minimal. Was bei mir leichte Sympthome von Thorett begünstigte, sobald ich an die Sache mit den ganzen Arbeitsverträgen dachte. Und der Tatsache, dass ich ein ganz klitze kleines Problem habe, wenn alles nicht so läuft wie ich will. Und wie ich denke dass es aufgrund der mündlichen Aussagen, zu laufen hat.

Zusage für die neue Stelle bereits vor 2 Wochen per Telefon bekommen. Daraufhin direkt die Kündigung abgeliefert, damit ich die (so dachte ich) 4 Wochen Kündigungsfrist noch einhalten kann. Und das ohne, den neuen Vertrag bereits unterschrieben zu haben. So überschwänglich war ich. Das gequike meines Kleinhirns bewusst überhörend, dass der Betriebsrat, was meine Einstellung angeht, ja auch noch ein Wörtchen mitzureden hat. Und die haben erst diese Woche ihre Sitzung gehabt.

Nach meinem Gespräch bei Chef, wurde mir langsam aber Sicher, die Tragweite meiner Aktion bewusst. Zumal ich gefühlt jeden Tag darauf warte, dass was in meinem Fach liegt. Nämlich der Aufhebungsvertrag. Weil meine Kündigungsfrist doch länger ist. Also hing ich, bis gestern, gediegen in der Luft.

Keinen Aufhebungsvertrag. Kein neuer Vertrag. Nichts. Null. Im Schlimmsten Fall, bin ich demnächst ohne Job. Was wiederum heißt, dass ich der AA guten Tag sagen darf. Und ich dann auch noch eine dreimonatige Sperrfrist kassiere. Das würde dann heißen, ich hab kein Geld. Und wie zahle ich dann mein Auto? Meine Miete? Meinen Lebensunterhalt? Mist.

Gestern habe ich aber dann die Erlösung erhalten. Anruf von neuer Chefin, die mir mitteilte, dass der Betriebsrat meiner Einstellung zugestimmt hat. Und sich mein Vertrag auf dem Weg zu mir befindet. Mit sämtlichen Unterlagen die dazu gehören. Ich glaube, sie ist eine gute Chefin. Sie war total nett am Telefon und wir hatten ein recht entspanntes Gespräch. Haben sogar gelacht.

Am Telefon noch kurze Info erhalten. Wäre gut, wenn ich mit der aktuellen Gruppenleitung noch eine Übergabe machen würde. Damit eventuell auftretende Fragen direkt von Vornherein geklärt werden.

Hab mir schon überlegt, ob ich so ne Art Vorstellungsflyer machen soll. Hab schon was vorbereitet. Mit bisschen Text drin, wo ich mich kurz vorstelle. Ein Bild soll auch noch mit rein. Bekommen dann die Leute mit. Bin mir aber noch nicht ganz sicher ob ich das so stehen lassen kann/soll. Man wird sehen.

Arbeitslos bin ich auf jeden Fall definitiv nicht. Mein einziges Problem ist im Moment tatsächlich eher, dass ich meinen Aufhebungsvertrag noch nicht bekommen habe. Werde wohl drauf hoffen, dass ich ihn nach Ostern bekomme.

In zwei Wochen geht’s dann los. In der neuen Arbeit. Da habe ich bestimmt viel zu erzählen. Neue Serie bei Pferdig unterwegs: Fräulein und ihr neuer Job. Wie sie sich schlägt. Oder Der neue Job und ich.

Gespräche

Nach der Abgabe meiner Kündigung, gestern bereits mit Chefin kurz gesprochen. Wollte eigentlich nur ein kurzes Gespräch, was dann aber doch fast 20 Minuten angedauert hat. War eigentlich froh, es losgeworden zu sein. Beteuerte auch, dass es nicht am Team liegt, weil das ja in Ordnung ist.

Chefin schien am Rande der Verzweiflung zu sein, da es personell nicht sehr rosig aussah. Sie schien sich aber für mich zu freuen. Schockte mich aber auch für einen kurzen Moment. Denn aufgrund der Sachlage meines Vertrages, wäre meine Kündigungsfrist länger. Allerdings wäre noch was anderes machbar, um diese zu verkürzen. Da muss mir wohl irgendwas abhanden gekommen sein, was das betrifft.

Heute bei der Abteilungsleitung erschienen. Wollte mich dort auch noch persönlich zeigen und kurz erklären was es mit der Kündigung auf sich hat. Gehöre nämlich nicht zu der Fraktion, die das einfach so hin knallen und gehen. Auch er war recht überrascht über meine, doch so plötzliche, Kündigung. Bedauerte es sogar.

In diesem Zug fragte ich auch noch nach, ob ein Nebenjob machbar wäre. Ab und zu mal mithelfen oder einspringen. Dagegen spricht wohl nichts. Muss aber noch mit dem Kollegen besprochen werden. Meldet sich dann nochmal und sagt mir bescheid.

Von meinen Kollegen weiß es sonst noch keiner. Werde die nächsten Tage allerdings alle gemeinsam einweihen. Habe also doch noch nicht alles hinter mir. Ganz zu schweigen, dass ich es den Bewohnern noch irgendwie erklären sollte. Ein Teil wird es wahrscheinlich nicht ganz verstehen. Andere wiederum, wird es wahrscheinlich schon etwas mitnehmen. Werde mich auf diverse Tränenausbrüche Vorbereiten müssen.