Nebenjob

Habe mich nun dazu entschieden, mich doch für eine Ausgeschriebene Stelle auf geringfügiger Basis zu bewerben. Welche schon seit längerer Zeit ausgeschrieben ist. Ehrlich gesagt war es wohl eher Glück, dass die Stelle immer noch ausgeschrieben war.

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Einladung bekommen

Ich bin im Moment etwas aufgeregt. Denn habe ich letzte Woche ein Einladungsschreiben bekommen. Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, bei Bevorzugtem Betrieb für eine Leitende Stelle. Wobei sich die Aufregung noch ein wenig in Grenzen hält, aber es wird beinahe täglich mehr.

Als das Schreiben bei mir im Briefkasten war, was mich gerade wieder ein wenig an meine Reihe „Die Briefkastenverschwörung“ die ich nie zu ende brachte erinnert…also als ich das Schreiben aus dem Briefkasten zog, bin ich vor Freude wie Rumpelstielzchen durch die Wohnung gehopst. Wäre was für den MMB gewesen, aber ist jetzt auch schon durch.

Immer mehr merke ich jetzt gerade, dass ich es kaum noch erwarten kann. Ich mir den Tag des Gespräches immer mehr her sehne. Alle paar Tage nachzähle, wie lange ich noch warten muss. Ich ziehe mir immer wieder verschiedene Fragen aus dem Netz raus. Weiß aber eigentlich genau, dass ich mich noch so viel vorbereiten kann, letztlich aber dann doch aus dem Bauch raus antworte.

Was mir etwas Sorge bereitet ist eigentlich, dass ich mich auf eine Leitende Stelle beworben habe. Nicht das ich es mir nicht zutrauen würde, sondern eher, dass ich keinen blassen Schimmer habe, was ich eigentlich antworten soll, wenn die Frage nach meinen Beweggründen kommt. Warum ich diese Stelle antreten will und wie ich da drauf komme bzw. mich drauf beworben habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Frage kommen wird. Ob ich will oder nicht. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Aber ich denke ich muss dabei auch aus dem Bauch heraus antworten.

Wobei ich inzwischen ja tatsächlich recht skeptisch bin, gerade heraus zu sagen warum. Natürlich soll das nicht heißen, dass ich nicht ehrlich bin. Allerdings bin ich mir nicht immer sicher, ob meine zum Teil direkte Art, beim Interviewer so gut ankommt. Bei den letzten schien es ja nicht so recht angekommen zu sein. Aber wie man mir bereits mitgeteilt hatte, muss einem nur mal meine nase nicht passen und mir bringt der beste Lebenslauf und die ehrlichste Antwort nichts mehr. Was im Grude ja nicht gerade besonders prickelnd ist. Was kann denn meine Nase dafür? Verstehe ich bis heute nicht. Hat meine Nase eigentlich ja nichts damit zu tun, wie ich meine Arbeit letztlich mache.

Aber, ich will mich im Moment nicht beklagen. Ich freue mich nur immer noch wie Rumpelstielzchen. Wirklich. Ich werde nächste Woche gleich als erste dran kommen. So hat man es mir bei der Terminbestätigung gesagt. Ich habe ein wenig Bammeln davor, dass sich sehr viele auf diese Stelle beworben haben.

Bin mir auch nicht sicher, ob ich im Gespräch erfragen soll, wie viele andere Bewerber es noch gibt. Weiß nicht ob man so was fragen soll/darf. Und ob ich mich damit nicht ins aus schieße und das schneller als mir lieb ist. Auf der anderen Seite habe ich dann auch das ganz blöde Gefühl, dass ich dann anfange mit Selbstzweifeln. Das ich nie gegen die ganzen anderen ankomme. Vor allem dann nicht, wenn welche dabei sind, die weitaus mehr Berufserfahrung haben als ich.

Mir ist klar, dass ich einfach sehr, sehr überzeugend rüber kommen muss. Mich gut vermarkten sollte. Weiß aber nie so recht, ob ich das so richtig mache. Bin meisten schon recht überzeugt von mir. Meistens. Kann die Personen im Gespräch, die mich ausquetschen, nur meist nicht sonderlich gut einschätzen. Die haben es nämlich ziemlich gut drauf, sich nichts anmerken zu lassen. Oder ich bin einfach zu schlecht darin, Zeichen und Gesten zu deuten.

Abwarten…..und vielleicht einen Tee trinken. Nicht kirre machen lassen. Und schon gar nicht aus dem Konzept. So lautet das Motto. Im Moment noch.

Witzig…oder auch nicht

Neulich Vorstellungsgespräch gehabt. Hatte eine relativ lange Anreise für ein Vorstellungsgespräch. Im Gespräch wurde ich dann gefragt, wie ich denn so ungefähr auf die Idee käme, in meinen jungen Jahren und mit meiner Berufserfahrung, mich auf eine leitende Stelle zu bewerben. Nun ja. Früh übt sich. Kurzzeitig fragte ich mich dann, warum ich überhaupt über 100 km gefahren bin, wenn man eigentlich nicht vor hatte mich einzustellen. Oder es zumindest in Erwägung zieht. Das hätte man mir auch am Telefon sagen können.

Letztlich stellte sich heraus, dass man darauf hinaus wollte, ob ich mir auch die Stellvertretung vorstellen könnte. Weil ihnen noch Berufserfahrung fehlt. Hatte bejaht das auch eine Stellvertretung in Ordnung wäre.

Allgemein empfand ich die Fragen beim Gespräch situativ sehr provokativ. Und hab mich teils sogar gefragt, ob die Frage eben überhaupt so zulässig ist. Und ob ich Antworten muss. Aber ist wohl Strategie. Wollten vielleicht wissen, wie ich mit Stress umgehe. Oder so.  Haben irgendwie ein bisschen guter Bulle, böser Bulle gespielt.

Zwei Tage später der Anruf. Sie hätten sich lange unterhalten. Und entschieden, dass sie mich weder als Leitung noch als Stellvertretung einstellen wollen würden. Dafür aber für den normalen Gruppendienst. Natürlich wegen der Berufserfahrung.

Ich hasse so was. Da hackt man ewig auf der Berufserfahrung herum. Ich bin eben erst 25….und habe noch keine 30 Jahre Berufserfahrung. Sorry. Mal ganz zu schweigen, dass immer erst ab dem Punkt gerechnet wird, ab dem man aus der Ausbildung kam. Weil eigentlich bin ich inzwischen seit 6 Jahren in diesem Bereich tätig. Bin ja nicht nur dagesessen und habe Daumen gedreht.

Die ersten zwei Jahre bin ich als Praktikant, wie eine normale Angestellte gelaufen. Vollzeit. Für 450 €, von denen mir damals unter 400 € übrig geblieben sind. Und das über 2 Jahre hinweg. Aber gut. Lassen wir mal so stehen.

Neulich bei der Regionalen Zeitung, eigentlich gestern, eine Stellenausschreibung gesehen, von bevorzugtem Betrieb. Leitung. Auf die Stelle, so bilde ich mir ein, hatte ich mich vor gut einem halben Jahr schon mal beworben. Die hatte man dann aber anderweitig besetzt. Komisch, dass die jetzt wieder frei wird.

Hatte glaube ich schon mal erzählt, von der Absage neulich und dass die selbe Stelle am nächsten Tag wieder ausgeschrieben war. Glaube ich.

Nachdem ich nun nicht wusste, wie ich mich jetzt verhalten soll und überhaupt nochmal bewerben, habe ich kurzerhand mit der Leitung kontakt aufgenommen. Weil ich wissen wollte was eigentlich Sache ist. Wollte einfach wissen, ob ich nicht mehr erwünscht bin. Oder ob ich nochmal ne Bewerbung raushauen soll.

Leitung wusste gar nicht so wirklich bescheid über die Bewerbungssache. Wäre da nicht so recht involviert gewesen. Würde es aber befürworten wenn ich wieder komme. Sollte doch einfach mal mit meinen Bewerbungsunterlagen vorbei kommen. Dann könnte man sich unterhalten. Wollte außerdem bei den entsprechenden Stellen nochmal nachhacken.

War heute da. Bin einfach mal vorbei gekommen. Leitung war aber da gerade leider nicht da. Habe es dann einem Kollegen gegeben, der es weiter leitet. Ganz sicher hat er gesagt. Versprochen. Hoffe er hält es auch. Bin mal gespannt, ob Leitung sich die Tage bei mir meldet. Vielleicht können wir auch einen Termin ausmachen. Und ich komm da dann fix vorbei. Oder so in die Richtung. Keine Ahnung. Mal schauen was passiert.

Hoffe nur, dass es zügig vorwärts geht.

 

Ich schau’s mir mal an

Kurz bevor ich Absage von Betrieb xy, wegen nicht Besetzung der Stelle, bekommen hatte, erhielt ich von einem anderen Träger einen Anruf. Ich wurde zum Vorstellungsgespräch geladen.

Handelt sich um eine Fachkraftstelle in einer Wohngemeinschaft für Menschen nach Schädel-Hirn-Träume.

Es findet dort eine 24-Stunden-Betreuung statt. Hätte dort also relativ geregelte Arbeitszeiten. Allerdings läuft das ganze dort dreischichtig. Früh, Spät, Nacht.

Habe mir nun schon mal das Haus angeschaut. Und werde die Tage zum Probearbeiten dort hin gehen. Gut hört sich auf jeden Fall an, dass es sich beim Nachtdienst um eine Wache und nicht um Bereitschaft handelt. Was wiederum heißt, ich bekomme die Durchwachte Nacht komplett bezahlt.

Das Haus ist ein Neubau. Der letztes Jahr bezogen wurde. Ist ein nettes und schönes Haus. Ziemlich Zentral gelegen und man ist zu Fuß sehr schnell in der Innenstadt.

Ich warte jetzt aber erst mal die beiden Tage Probearbeiten ab. Möchte erst mal die Bewohner und auch Kollegen kennenlernen, die da im Haus sind. Zumindest einen Teil davon.

Will nichts verschreien. Allerdings zahlen sie recht gut. Habe aber doch meine Bedenken. Weil ich eine Fahrstrecke von 30 km einfach hätte. Stopfe da ja dann recht viel Geld in meinen Tank rein. Und Zeit kostet es mich auch einiges. Auch wenn ich über die Autobahn recht schnell dort bin.

Außerdem wollte ich ja eigentlich aus dem Schichtbetrieb raus. Was ja eigentlich der Hauptgrund für einen Jobwechsel ist.

Ich werde alles sehr gut überdenken und nichts überstürzen. Weil ich habe ja einen Job. Und meine Kollegen mag ich eigentlich auch ganz gerne. Auch wenn ich nicht immer mit allen einer Meinung bin. Mal abgesehen davon, dass ich Aussichten auf einen Unbefristeten Vertrag hätte, dort wo ich jetzt bin.