Tagebuchreihe 13 Tage Woche: Tag mir egal

Bericht fasst Tag 8 und 9 zusammen. Wie man mich gerade beschreiben könnte? Ein wandelnder Zombi trifft es wohl gerade ganz gut. Schlurf, tapp. Motivation in Afrika abgegeben, hole sie irgendwann in nächster Zeit mal wieder ab. Fraglich ist nur ob sie mit kommt. Weiß ich noch nicht so genau. Wird sich Zeigen.

Tja, was soll ich schon erzählen. Außer das sich mein gestriger Arbeitstag auf zwei Teile aufgesplittet hat. Frühdienst nach der Nacht, gegen halb 11 ausgestempelt. Auf dem Sofer vor mich hin geschimmelt. Danach kurzer Abstecher im Stall. Reiten leider nicht geklappt,Mausi gings gestern nicht so. Oder es war ihr einfach zu warm.

Ich selbst komplett übernächtigt, abends wieder in der Arbeit aufgeschlagen. Trotz Schlafdefizit der Versuch, Bewohner zu belustigen. Ist ehrlich gesagt garnicht so einfach. Gerade dann nicht wenn man die Berge an Arbeit sieht, die man aufgebrummt bekommt. Man hat als Nacht ja nichts zu tun. Nein. Könnte man mit offenen Augen schlafen hätte ich das wohl getan.

Kommen wir nun zu heute, Tag 9. Trotz wecker, hatte ich irgendwie heute morgen verpennt. Zum Glück war ich ja scho in der Arbeit und konnte somit nicht zu spät kommen. Hätte mich des frühen Morgens, als ich das erste mal wach war, nicht nochmal hinlegen dürfen. Muss jedoch sagen, dass ich letzte Nacht mehr schlief als zuvor. Irgendwie hat sich mein Körper dennoch das geholt was er meinte zu brauchen. Glaub ich.

Heute morgen noch den Frühdienst runter gerissen und jetzt.Jetzt bin ich glücklicher Sofa lieger. Morgen gehts nochmal ran. Prooooooost.

Tagebuchreihe 13-Tage-Woche: Tag 6

Einleitung

Tag 6 habe ich nun erfolgreich hinter mich gebracht. Allerdings merke ich mittlerweile, dass ich einfach komplett ausgelaugt bin. Die Vorstellung dass ich noch weitere 7 Tage vor mir habe macht es, ehrlich gesagt, nicht sehr viel besser. Zumal immer wieder die Worte eines Kollegen in meinem Kopf wiederhallen. „Schönes frei.“ „Hab nicht frei, hab bis 1 Fortbildung.“ „Ja mai, dass ist fast das selbe. Machst ja nix.“

Die Frage nach dem Frei

Es ist eben nicht das selbe. Frei und Fortbildung. Niemals. Hat für mich nicht wirklich etwas miteinander gemein. Nicht mal ansatzweise und auch nicht wenn man es wollte. Auch wenn ich am  Tag der Fortbildung nicht in der Arbeit bin. Dennoch muss ich morgens aufstehen, damit ich pünktlich da bin. Muss Zuhören. Mich konzentrieren und auch praktisch etwas tun. Auch wenn es nur 4 Stunden waren. Aber frei, ist das für mich nicht.

Die abhanden gekommene Motivation 

Meine Motivation ist aktuell weg. Sie ist im Urlaub, so scheint es mir zumindest. Eine wirkliche Erholung tritt auch nicht ein. Habe ich auch gar keine Chance dazu, mich zu erholen. Wie denn auch,wenn ich keinen einzigen Tag frei habe. Selbst zum Reiten muss ich mich im Moment zwingen und mehrfach überreden. Obwohl Reiten meine Leidenschaft ist. Aber es erst mal bis aufs Pferd zu schaffen, scheint mir im Moment ein richtiger Kraftakt zu sein. Selbst für eine Reitstunde, habe ich aktuell kaum Ambitionen. Kann man sich das vorstellen?

Die nicht eingehaltene Abmachung

Allgemein zieht es mich einfach nur noch runter. An die eigentliche Abmachen, die ich einst mit den Dienstplanschreiber ausgemacht hatte, wird sich neuestem auch nicht mehr gehalten. War die eigentliche Abmachung, dass ich Doppelnächte mache, allerdings nur unter der Bedingung, dass ich danach zwei Tage frei habe. Der Tag an dem ich aus der Nacht komme, nicht eingerechnet. Denn am Tag nach der Nacht, mache ich schließlich auch den Frühdienst mit. Was wiederum bedeutet, dass dies kein freier Tag ist. Allerdings scheint man es im Moment nicht als nötig zu sehen, dies einzuhalten.

Einfach mal weg

Möchte im Moment, am liebsten einfach nur noch weg. Habe keine Lust mehr. Dieses ewige geschichte abzuziehen. Ganz zu schweigen von den Nachtdiensten. Die Nachtdienste sind eigentlich das Schlimmste an der ganzen Geschichte. Kann diese einfach nicht sonderlich gut ab. Trotzdem habe ich diesen Monat geschlagene 5 dieser Sorte.

Mangelnde Motivation

Werde mich trotz mangelnder Motivation, doch in den Stall bewegen. Dort zumindest ausmisten und Futter herrichten. Danach werde ich wohl ein bisschen das Sofa hüten. Vielleicht noch in die Sauna gehen um mich wenigstens ein bisschen zu erholen. Obwohl ich bezweifle, dass es klappt. Auch wenn ich es wollte.

Ideenfreiheit 

Habe im Moment einfach keine Idee, wie ich mich dem ganzen einfach mal entziehen könnte. Würde am liebsten einfach mal eben alles hinschmeißen und für ein paar Wochen herumreisen und mich erholen. Hätte aber dann noch ein schlechteres Gewissen gegenüber meinem Pferd, welches ich sowieso schon habe, weil ich zur Zeit kaum zum Reiten komme. Auch wenn ich beinahe täglich im Stall bin.

Noch nicht beim Arzt gewesen

Beim Arzt war ich nach wie vor immer noch nicht. Auch wenn ich mich wohl besser hätte krankschreiben lassen. Allerdings bin ich, wie ich glaube ich schon mal erwähnt hatte, ziemlich eigen was Ärzte angeht. Möchte ich nicht zu einem x beliebigen Arzt hüpfen. Habe manchmal das Gefühl, dass mich nicht alle Ärzte verstehen und ich mich nicht allen anvertrauen kann oder es vielleicht auch nicht will. Bin ja eh ein Mensch, der nicht jedem vom Fleck weg vertraut. Zu Anfang immer erst misstrauisch ist. Sich das ganze lieber erst mal aus der Entfernung ansieht. Über diesen Zufallsfund berichte ich aber lieber seperat. Wird glaube ich sonst zu viel.

Etwas meckern zum Schluss noch:

Ich habe keine Lust mehr. Und ich habe von einer Stelle auch eine Absage kassiert. Eine Stelle die mich mal richtig interessiert hätte. Arbeit mit Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft. Also mit Tieren und Menschen mit Behinderung. Das wäre mal richtig cool gewesen. Habe gestern den Anruf bekommen, dass die Stelle leider schon besetzt ist. Habe mich etwas geärgert, weil ich mich zu spät beworben hatte. Die Stelle zu spät entdeckt hatte. Meine Bewerbung wird dennoch behalten. Werde dann angeschrieben, sollte sich eine Stelle auftun die zu mir passen würde.

Gestern habe ich übrigens meine Vertragsverlängerung unterschrieben. Wieder nur auf 1 Jahr befristet. Danach heißt es darum bangen, ob ich einen Unbefristeten Vertrag bekomme oder gegangen werde. Prima. Aber fürs nächste Jahr bin ich erst mal abgesichert.

Tagebuchreihe 13-Tage-Woche:Tag 5

Ein herzliches hallo zurück!!

Ich melde mich mal wieder zu Wort. Nach meinem Arbeitstag Nummero 5, der auf zwei Teile geteilt war. Zum einen hatte ich heute morgen bereits Frühdienst, dann heute Abend noch Spätdienst. Da ich jedoch bereits Frühdienst hatte ging mein Spätdienst in der Theorie nur bis um 20 Uhr. So in der Therie.

Der Frühdienst

Der Frühdienst verlief im Grunde ganz normal. Bewohner wecken. Frisch machen. Anzienen. Frühstücken und fertig machen für die Arbeit. Das Aufstehen davor, viel mir allerdings wiederholt schwer. Tut es allerdings immer. Ich habe es nicht so mit dem frühen aufstehen. Schon garnicht soooo früh. Gegen 5:15 Uhr rollte ich mich dann doch aus dem Bett. Kaffee kochen, klamotten an. Mein Kopf schien mich immer noch nicht zu mögen. Medikamente eingeschmisschen. Alles natürlich pflanzlich. Nix volle dröhnung und so.

Im Laufe des Vormittages ging es mir jeodch immer besser und ich konnte kaum glauben, dass die Medis schon angeschlagen hatten. Gegen 8:15 Uhr war ich dann plötzlich alleine. Das der Nachtdienst um 8 Uhr geht ist vollkommen normal. Aber der zweite Frühdienst? Naja, etwas genervt war ich daraufhin schon. Allerdings war nicht mehr viel zu tun. Restliche Wäsche veräumt und dann auch gegangen.

Zwischendrin

Zwischendrin erledigte ich so meine üblichen Dinge. Stall Misten, Reiten gehen. Auch als HEP hat man Hobbys, ja. Könnte man nicht glauben ist aber so.

Spätdienst

Mein Spätdienst, begann also um 16 Uhr. Ich kam ausnahmsweise mal pünktlich. Was nicht heißen soll, dass ich ständig zu spät komme. Möchte mich ja nicht schlecht reden.

Emails Checken, Doku lesen. Nix neues. Kurze zwischenfrage an die Kollegen was ansteht. Wiederholte Feststellung des Tages: Gähnende Leere in Kühlschrank und Vorratsraum. Aus dem Einkauf für den morgigen Tag, wurde kurzerhand der Wocheneinkauf gemacht. Noch kurz auf meine Kollegin gewartet, die mit mir zusammen den Ambulanten Bereich schmeissen sollte.

Bewohner abgewartet. Gefragt wer mit will. Einkaufszettel geschrieben, Geld gezählt und gecheckt. Ich währenddessen den Bus vorgefahren. Naja, gewendet. Ausgeparkt, einbahnstraße entlang gefahren um Vorwärts direkt vor den Eingang zu fahren. Auf einer art „Hautpstraße“ fuhr die Polizei kurz vor mir. Es blinkte plötzlich „STOP, POLIZEI, BITTE FOLGEN.“ Etwas irritiert, sah ich mich um, konnte doch nicht ich gemeint sein. Allerdings dachte ich damit Falsch.

„Grüß Gott. Allgemeine Verkehrskontrolle. Fahrzeugpapiere und Führerschein bitte.“

„Ich wollte eigentlich nur den Bus umparken und habe meinen Führerschein nicht dabei. Der liegt in der WG, etwar 50 meter von hier weg.“

„Wissen sie weshalb wir sie angehalten haben? Sie sind nicht Angeschnallt. Dies ist eine Verkehrswiedrigkeit. Weshalb wir nun ein Verwarnungsgeld von 30 € verlangen.“

*Stimme im Kopf an.* Wann darf ich mal was sagen? Hätten wir es dann? Die Polizistin ist aber nicht sehr gut drauf. *Stimme im Kopf aus.*

„Och nö. Ich wollte doch echt nur mein Auto umparken.“

„Haben sie irgend ein Dokument dabei mit dem sie sich ausweisen können.“

„Nein, wie gesagt, mein Geldbeutel liegt in der WG. Ein paar Meter nur von hier weg.“

„Zahle sie Bar, oder sollen wir ihnen einen Überweisungsträger ausfüllen. Damit sie e dann überweisen können.“

„Ich hätte gerne den Überweisungsträger. Hab nicht so viel Bargeld dabei.“

„Haben sie irgendwelche Dokumente dabei mit denen sie sich ausweisen können? Ausweis, Versichertenkarte?“

„Nein, alles liegt, da hinten ein paar Meter weiter, in der Arbeit, in der WG. Und ich wollte einfach nur den Bus umparken. Wäre es wohl herzlich unangebracht gekommen, zwischen den ganzen Autos, rückwärts in der Einbahnstraße herumzufahren.“

*Kurzes Nachdenken seitens der Polizistin*

„Sie sind also von -Zensiert-“

“ Nein von -Zensiet-“ *man stelle sich einen säuerlichen Unterton vor*

“ Dann drücken wir nochmal ein Auge zu. Dann legen sie jetzt aber bitte den Sicherheitsgurt an. Und beim nächsten mal führen sie bitte alle Dokumente mit sich. Auch wenn sie nur kurz das Fahrzeug wechseln.“

Etwas verärgert fuhr ich also zur WG zurück. Als ich es meinen Kollegen erzählte, sorgte ich mit dieser Geschichte für allgemeine Belustigung. Werde wohl mehrere Wochen noch diverse Anspielungen dazu zu hören bekommen.

Beim Einkauf, hatten wir dann zwei Einkaufswägen voll beladen. Rewe war somit auf einen Schlag 400 € reicher, ich hatte haufenweise Paybackpunkte mehr. Gähnende leere somit abgeschafft.

Außerdem hatten wir dann noch Besuch von unserem Kinesthetics Profi in der WG. Der uns über die Schulter schauen wollte. Tipps geben etc. Ich bat ihn kurz vor feierabend, nachdem ich mit Abrechnung usw. fertig war, mir noch bei einer Bewohnerin über die Schulter zu schauen, während ich sie auf ein Rollbrett legte.

Ich war erstaunt, als ich ein riesen Lob für meine Entdeckung bekam. Denn, auf genau diese Idee oder Vorgehensweise waren sie noch garnicht gekommen. Ich freute mich natürlich wie Bolle darüber, diesen Weg vor ein paar Tagen entdeckt zu haben. Welcher tatsächlich sehr viel Aufwand und Plagerei herausnimmt. Meine Hausaufgabe nun: Den anderen Mitarbeitern diesen Weg zeigen um Belastung zu vermeiden. Um 20:30 Uhr machte ich dann feierabend. So viel zum Thema um 20 Uhr aus haben.

Wies mir jetzt so geht

Inzwischen liege ich auf dem Sofa. Ziemlich müde. Schlapp. Ausgelaugt. Krankheitstechnisch geht es mir inzwischen immer noch recht gut. Kopfweh hab ich nur noch bedingt. Sonderlich viel Lust etwas zu machen habe ich jedoch nicht. Bin ich einfach viel zu müde und könnte auf der Stelle und vom Fleck weg einschlafen.

Morgen steht dann der nächste Tag an. 4 Stunden Fortbildung mit dem Titel: Rückenschonendes Arbeiten. Nachdem ich mich nun schon länger vom Fernseher besabbeln lasse, werde ich jetzt noch kurz duschen gehen. Danach, Bett. Schlafen. HAbe ich einen anstrengenden Tag nochmal vor mir.

 

 

Tagebuchreihe 13-Tage Woche: Tag 2

Tag 2
Tag zwei habe ich nun auch geschafft. Der Frühdienst ist für mich heute ausgefallen, zum Glück. Hätte ich nach dem gestrigen Konzert wahrscheinlich garnicht gepackt. Habe heute bis 11 Uhr geschlafen. Kam aber ziemlich langsam in die Gänge.
Vormittags viel mir bereits auf, dass ich leichte Halsschmerzen habe und am Unterkiefer eine Schwellung zu finden ist, die sich anfühlt wie Muskelkater. Ich ließ mich aufklären, dass dies durchaus ein geschwollener Lymphknoten sein könnte. Während der Arbeit wurde dies irgendwie immer schlimmer. Aber irgendwie zieht man die paar Stunden dann doch durch.
Ich hatte heute zum teil wirklich das gefühl zu rödeln. Da ich für 3 Bewohner verantwortlich war. Auch wenn wir zu dritt und ab 18 Uhr zu viert waren. War es trotzdem viel zu tun. Von Baden über pflegen bis hin zum Abendessen und neben her noch Wäsche usw. machen.
Ich bin heute schon ziemlich geschafft. Zumal ich wiederholt nicht pünktlich gegangen bin. Da wir noch diverses zu tun hatte. Unter anderem einen Feedbackbogen für eine Hospitantin zu machen. Bei der es nicht mal sicher ist, ihrer Seits, ob sie überhaupt bei uns anfangen möchte. Danach noch ein kurzes Gespräch mit meiner Kollegin hatte, wegen der aktuellen Situation. Nun ja. Inzwischen bin ich zu Hause, habe Halsschmerzen, die Zigarette schmeckt nicht und meine Pizza habe ich gerade mal zur Hälfte gegessen, weil ich keinen wirklichen Hunger habe.
Ich habe leider so den Verdacht, dass ich irgendwie die erste sein werde, die es aus den Latschen hebelt. Aber auf die Gesundheit muss man achten und wenn es nicht geht, geht es nicht. Ich kann ja schlecht die Bewohner anstecken. Ich werde morgen bei meinem Hausarzt anrufen und einen Termin für übermorgen, nach dem Nachtdienst, ausmachen. Bezweifle ich nämlich stark, dass es bis morgen besser ist.