Krankheitswelle

Achtung, dieser Text könnte durchaus Jammerhafte Bestandteile beinhalten. Ich garantiere für nichts. Sollte man selbst am Jammerlappensyndrom erkranken. Aber, eigentlich bin ich gar kein Jammerlappen. So eigentlich.

Unser Kollegenkreis wird derzeit jedoch von einer Epedemie heimgesucht. Der Krankheitswelle. Grippe, Erkältung und Magendarminfekte sind derzeit die Übeltäter der Übeltäterei.

Was wiederum zu akutem Personalmangel führt. Ganz zu schweigen von der entsprechenden Überlastung der übriggebliebenen Mitarbeiter. Kaffeetrinken und Zeitung Lesen? Vergiss das mal lieber ganz schnell wieder. Ist nämlich nicht drin. Wenn man bedenkt, dass dies noch nie drin war. Um ehrlich zu sein.

Hab ich ja schon mal irgendwann und irgendwo in einem Beitrag erwähnt.

Irgendwann, früher oder später, wird es mich wahrscheinlich auch noch erwischen. Ziehe ich mich gerade mehr in die Arbeit. Häufige Schichtwechsel und Doppeldienste verursachen akute Gereiztheit. Ganz zu schweigen von der Übermüdung, die vermehrt eintritt.

Schlapp, müde, ausgelaugt. Hoffentlich hat das jetzt dann mal bald ein Ende. Und keiner ist mehr krank. Der gewohnte Ablauf….nach Dienstplan.

 

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Nachtdienst

Bin etwas am überlegen ob ich nicht mal ein Gespräch mit meiner Chefin suchen soll. Bin mir da aber nicht so sicher.

Hätte nämlich ein Anliegen. Möchte nämlich eigentlich kläre, ob man mich etwas aus den Nachtdiensten rausnehmen kann. Dass ich die nächsten Monate mal nur 1 bis maximal 2 Nachtdienste mache. Weils mir gerade ein wenig zu viel wird.

Gerade dann, wenn ich im Monat 4 bis 5 dieser Art habe. Aber eigentlich kann ich mir die Frage schon selber beantworten.

Wahrscheinlich wird man mir erzählen, dass schließlich jeder Nachtdienst machen muss. Und man da nicht einfach mal sagen kann, man will nicht mehr so viele machen. Es aus der Sicht der anderen wahrscheinlich unfair erscheinen würde. Und das eben einfach nicht geht, dass ich nur 1 bis 2 Nächte im Monat mache. Außerdem bin ich ja Fachkraft.

Aber muss das heißen, nur weil ich Fachkraft bin, muss ich mir alles gefallen lassen? Nur weil ich Fachkraft bin, muss ich mich kaputt machen? Nein eigentlich nicht. Und eigentlich bin ich mit ein paar wenigen anderen eigentlich die Fraktion, die einiges schon seit längerem unfair finden müsste. Gehöre nämlich zu der Fraktion, bei der man denkt „jaja die macht das schon. Mit der kann mans machen.“

Irgendwie alles ein wenig verwirrend.

Wiedersehen….

In der Teambesprechung neulich erfahren, dass eine Kollegin unser Team verlassen wird. Sie bleibt zwar beim selbe Arbeitgeber, geht aber in den ambulanten Dienst. Sie wird dort die stellvertretende PDL machen.

Sehr schade. Wirklich. Denn in den letzten Monaten haben uns bereits einige Kollegen verlassen. Was eine gewissen Unruhe verursacht hatte. Haufenweise neue Kollegen. Überstunden bei den noch übrigen Mitarbeiter aufgrund von Einarbeitung. Durststrecken, bis eine Nachbesetzung gefunden worden war.

Innerhalb von kürzester Zeit muss nun die freigewordene Stelle wieder nachbesetzt werden. Was sich als nicht ganz einfach darstellen wird. Ist der Markt momentan ziemlich leergefegt. Potentielle neue Mitarbeiter zu bekommen, welche die freigewordene Stelle besetzten können, sind momentan schwer zu bekommen.

Wird entsprechend wohl dadurch wieder eine Durststrecke entstehen. WinkeWinke Überstundenabbau.

„Kauf lieber qualitativ hochwertige Lebensmittel.“ Aus dem Alltag einer HEP, die manchmal etwas anders denkt.

Manchmal hat man es wirklich nicht ganz einfach. Gehe ich ein paar Monate zurück, so kommt mir eine Situation in den Sinn, die mir da über die Füße geflogen ist. Ein Zwiespalt beim Kauf von Lebensmitteln. Für die WG. Für 14 Bewohner.

Zwei unterschiedliche Ansichten, die aufeinander geprallt sind. Die farbigen Sätze sind in etwa das, was ich dazu zu sagen hatte.

„Du, ich muss mal mit dir reden. Du warst neulich ja beim Einkaufen.“

„Jop. So schaut es aus.“

„Ich hab gesehen, dass ihr da nur das ganze billige Zeug gekauft habt. Das ist ja eklig.“

„Wieso soll das eklig sein?“

„Die Produkte sind total wä. Die sind von der Qualität totaler Mist.“

„Wie kommst du denn jetzt da drauf?“

„Das weiß man doch.“

Woher weißt du das?“

„Darauf will ich gar nicht hinaus.“

„Worauf dann?“

„Das nächste mal kauf doch bitte hochwertigere Lebensmittel.“

„Warum? Damit ich mehr Geld ausgebe?“

„Damit hat das nichts zu tun. Aber das was da drin ist, ist doch totaler Mist. Das sind keine guten Lebensmittel. Und was da erst alles drin ist. Will ich gar nicht dran denken. Oder hast du solche Lebensmittel zuhause?“

„Ist schon klar, dass wir Monatlich nur ein begrenztes Budget für Lebensmittel zur Verfügung haben. Ich verstehe außerdem das Problem nicht. Warum sollte ein Produkt so viel schlechter sein, nur weil es nicht Hochland heißt und auf das selbe Produkt 1,50 Billiger ist? Und natürlich habe ich solche Lebensmittel in  meinem Kühlschrank. Glaubst du ernsthaft ich gebe da nen Haufen Geld aus, damit ich den Namen bezahl?“

Letztlich wurde ich darum Gebeten, lieber weniger einzukaufen, als auf Produkte wie z.B. JA zurück zu greifen oder weiter unten im Regal zu schauen, damit die Lebensmittel bis zum nächsten Einkauf ausreichen und das Budget nicht überschritten wird. Weil die Produkte schlecht sind. Grundsätzlich. Läuft wahrscheinlich dann genau darauf hinaus, dass spätestens am Mittwoch keine Lebensmittel mehr im Haus zu finden sind. Was Käse und Co. angeht zumindest. Gemüse wahrscheinlich auch. Gibt’s dann eben Suppe aus der Tüte 😉

Hatte dann versucht mit einem Bericht zu argumentieren, den ich mal gesehen hatte. Ging es im Grunde darum, warum Aldi beispielsweise seine Produkte so günstig verkaufen kann, im vergleich zu anderen Supermärkten. Was nichts mit der Qualität zu tun hat. Sondern an ein paar wenigen, aber total banalen Gründen liegt.

  • Verkauf aus der Schachtel = Personalersparnis beim Einräumen der Regale
  • Kleinere Produktpalette (eine Sorte des Produkts, anstatt 10) = Aldi verkauft das Produkt schneller, als das der Lieferant die Rechnung schickt bzw. es eigentlich Liefert
  • Logistikersparnis (Lagerersparnis) durch den flotten Verkauf
  • Gemüse/Obst wird in großen Mengen gekauft = Mengenrabatt beim Hersteller

Wegen ein paar wenigen Gründen, ist es Aldi dann eben möglich, dadurch das sie gewisse Einsparungen haben, diese Einsparung auf den Kunden umzulegen indem sie die Produkte günstig an den Endverbraucher verkaufen.

Meine Argumentation hat aber leider nicht so ganz gezogen.

Versuchte ich es also mit einer anderen. Um zu überzeugen, dass Billig nicht immer gleich schlecht ist.

Hat mir irgendwann mal, vor einiger Zeit, jemand erzählt, er/sie hätte zu Schülerzeiten in den Sommerferien, bei der Ortsansässigen Käserei einen Nebenjob in der Verpackung gemacht. Stellt diese Käserei übrigens Weichkäse her. Oder war es bei der anderen die hier in der Gegend ist? Egal. Bei einer von beiden eben.

Erzählte mir diese, dass sie da am Laufband die Käse verpackt hätte. Erst den, der im Laden unter den teuren verkauft wird. Irgendwann hieß es, während der Schicht, es würde nun gewechselt und der „billige“ Verpackt. Daraufhin fragte die Person ob denn jetzt auch ein anderer Käse aufgelegt wird. Daraufhin wurde  erklärt, dass es keinen anderen Käse gibt. Es der selbe Käse ist, nur mit einer anderen Verpackung drum rum.

Wirklich überzeugend schien ich aber immer noch nicht gewesen zu sein. Mal abgesehen davon, dass man inzwischen sogar bei den Discountern ganz schöne Auflagen bekommt, damit man überhaupt im Sortiment aufgenommen wird. Der kleinste Fehler kann ein Unternehmen, gerade ein kleines, in den Ruin stürzen.

Allerdings sind dazu wohl die Meinungen etwas zu unterschiedlich unter den Mitarbeiter. Weshalb man nie zu einer wirklich Sinnbringenden Entscheidung kommen wird, die für alle Beteiligten gut ist.

Neulich übrigens, ist noch gar nicht so lange her, einen Rüffel bekommen. Dachte mir, so wenn ihr Qualität haben wollt, kaufe ich eben nur Markenprodukte. Prompt sahen die Kühlschränke danach nicht wirklich viel voller aus. Mal ganz zu schweigen davon, dass wir 250 € ausgegeben haben. Haben dann einen Rüffel bekommen, weil 250 € für einen Wocheneinkauf zu viel ist.

Ja was denn jetzt?!?! Entweder kaufe ich Markenprodukte und gebe dafür haufenweise Geld aus das ich eigentlich nicht ausgeben müsste. Oder ich kaufe die Günstigeren für gut 100 € weniger, bekomme dafür aber eins aufs Dach, weil es „schlechte“ Produkte sind.

Immer dieser Zwiespalt zwischen „Hochwertig“ kaufen aber dennoch Geld sparen müssen. Weil das Budget begrenzt ist.

Falls einer meiner Kollegen das jetzt lesen sollte:

Liebe Kollegen,

dies ist keinen Falls böse gemeint. Möchte ich damit auch keinem zu nahe treten. Ist ja schön und recht, wenn ihr so viel Geld für Lebensmittel ausgebt. Meine Einstellung kennt ihr jedoch, dass ich nicht einsehe für Markenprodukte teilweise das  doppelte zu Zahlen. Die nicht unbedingt viel besser sind.

Mal davon abgesehen, dass das Budget für Lebensmittel nur sehr begrenzt ist. Und 14 Bewohner + täglich bis zu 6 Mitarbeiter davon versorgt werden sollen. Da müssen Abstriche irgendwo gemacht werden. Ach übrigens. Neulich war Gemüse am Dienstag Abend bereits vergriffen. Ganz zu schweigen vom Obst. Brot Belag war auch nicht mehr wahnsinnig viel da.

Land unter?

Langsam habe ich wirklich den leichten Verdacht, dass in der Arbeit Land unter ist. Oder wir drastisch drauf zusteuern. Was wiederum allgemeinen Unmut in der Belegschaft zur Folge hat. Der sich immer weiter aufzustauen scheint. Zumindest bei dem Teil, denen häufig der schwarze Peter zugeschoben wird.

Mal ganz zu schweigen davon, dass zur Zeit immer wieder zu Anwandlungen bei Kollegen kommt, die alles andere als Nachvollziehbar sind. Ganz zu schweigen von fehlenden Absprachen, mit denjenigen, die an einem Bestimmten Tag Dienst haben. Auf die dann entsprechende Absprache zurückfallen.

Eine merkwürdige Anwandlung, die sich inzwischen irgendwie ziemlich eingebürgert hat. Und für denjenigen, den es dann betrifft, nicht immer sehr berauschend ist. Gerade dann nicht, wenn es den Nachtdienst betrifft. Vor allem dann, wenn davon ausgegangen wird „Der macht das schon.“

Mittlerweile gebe ich aber offen und ehrlich zu, habe ich nicht mehr den Drang dazu etwas zu sagen. Meistens läuft es nämlich darauf hinaus, dass alle zwar hinten rum rumgemeckert haben, in dem Moment wo es aber angesprochen wird plötzlich alles super ist. Oder man hat gemeckert und hat dann plötzlich nichts mehr zu sagen. Was zur Folge hat, dass der entsprechende (der was gesagt hat) plötzlich alleine da steht.

Witziger Weise sind es übrigens immer die selben Mitarbeiter, die den Schwarzen Peter ziehen. In jeglicher Hinsicht. Damit der Rest der Belegschaft die Entspannten und chilligen Dienste schieben können. Würde mal sagen: Klarer Fall von Verheizen von Mitarbeitern!

Ich gehöre übrigens zu der Fraktion, mit denen Dienstplanänderungen in den seltensten Fällen abgesprochen werden, kurzfristig Dienste übernehmen darf oder ziemlich knapp aus dem Dienst raus genommen wird. Was Planung von langfristigen Sachen oft ziemlich kompliziert werden lässt.

Bin ja mal gespannt, wenn Chefin aus dem kurzfristig eingetragenen Urlaub zurück ist, was dann los ist. Vermutlich wird es dann wieder ganz viel Wertschätzung geben im Rahmen der Aussage, wenn Chefin mal weg ist, läuft plötzlich nichts mehr. Und sie könne ja nicht mal längerfristig in den Urlaub gehen ohne das alles schief läuft. Das nenne ich mal Motivation für Mitarbeiter!

Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem mir das ganze schwarze Peter gehabe, ziemlich auf Nerven und Körper geht. Meine Motivation ist nicht mehr auffindbar. Ganz zu schweigen von den unglaublichen Rückenschmerzen. Aufgrund von Muskeln die zunehmend dicht machen.

Ich müsste einfach öfters ins Fitness gehen und danach in die Sauna. Dann würde sich, langfristig gesehen, dass Problem so gut wie von selbst lösen. Im Wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings habe ich schon fast keine Chance, zu den Sauna- und Trainerzeiten, im Fitness aufzukreuzen. Weil es der Dienstplan in den meisten Fällen gar nicht zulässt. Eine Regelmäßigkeit findet entsprechend nicht wirklich statt.

Entsprechend ist das Verhältnis zwischen Belastung und Entlastung auf die Muskeln, nicht mehr ausgeglichen. Kommt mehr Belastung drauf, als dass ich sie entspannen und stärken könnte. Ich gebe auch offen zu, dass ich meistens auch nicht mehr die Ambitionen habe, nach dem Spätdienst ins Fitness zu gehen. Zumal dann meistens die Sauna nicht mehr offen ist. Ganz zu schweigen von einem harten Schlafdefizit, dass auftritt wenn ich am nächsten Tag zur Frühschicht erscheinen soll.

Hätte inzwischen allen Grund mich krank schreiben zu lassen. Nicht nur wegen dem Rücken. Sondern auch wegen meinen Lymphknoten. Die sind nämlich am Kiefer geschwollen und tun weh. Ganz zu schweigen von den Schluckbeschwerden. Habe auch nicht sonderlich Ambition dazu, an meinem Geburtstag flach zu liegen.

Muss jetzt dann langsam die Reißleine ziehen. Lange geht das nicht mehr gut. Wirklich nicht. Und inzwischen bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich anfange auf meinen Körper zu hören. Hätte ich schon viel früher machen sollen. Gesundheit kann ich mir nämlich keine neue kaufen. Gibt’s noch nicht bei DM. Oder sonst wo.

Diverse Bewerbungen sind ja bereits draußen. Hoffe immer noch auf die Vollzeitstelle mit geregelten Arbeitszeiten. Also Feiertags und Wochenende Frei. Arbeit von Montag bis Freitag. Tagsüber.

Vor ein paar Tagen einen Anruf von einem anderen Arbeitgeber erhalten. Allerdings handelt es sich hier wieder um Schichtarbeit. Bin mir da dann nicht wirklich sicher, ob ich das so viel besser finden würde.

Diverse Bewerbungen auch an Kindergärten abgeschickt. Von einem noch vertröstet worden, bis die Bewerbungen gesichtet wurden. Beim zweiten muss ich die Bewerbung noch abschicken. Bin mir aber ehrlich gesagt überhaupt nicht sicher, ob ich mit Kindern arbeiten kann und will. Mal abwarten. Inzwischen erscheint mir nämlich alles andere besser.

Neulich der Spruch einer Kollegin. „Wenn sich jetzt nicht bald was ins Positive ändert, wirst du sehen, dass wieder ein ganzer Schwung Kollegen geht. Weil es ihnen zu viel und zu anstrengend wird.“

Mit mir würden mir da auf anhieb schon drei Mitarbeiter einfallen, die gehen wollen. So recht will das aber niemand wahrhaben. Und verstehen will es dann plötzlich auch keiner mehr, warum so viele wieder gegangen sind.

Freitagsdienst

Der gestrige Dienst war ganz schön anstrengend. 13 Bewohner und 4 Mitarbeiter.

Nach 9 Stunden arbeit, hat es mir gereicht. Kann man das glauben?

Ab 15 Uhr waren wir nur noch zu zweit. Die beiden anderen Kollegen haben den Wocheneinkauf erledigt, den man beinahe schon zu zweit machen muss. Schafft man es sonst fast nicht.

Zu zweit dann um den Rest gekümmert. Gepflegt und  gebadet. Wäsche gewaschen, Müll entsorgt. Küche aufgeräumt. Den Haushalt geschmissen

Irgendwie haben wir es dann doch hinbekomnen mal 20 Minuten hinzusitzen und kurz Pause zu machen. Eigentlich 10 Minuten zu kurz Pause gemacht.

Nach 9 Stunden „Wann ist Fasching?“ „Wann gehen wir verkleiden?“ „Darf ich Kostüm suchen?“ hatte ich die Schnautze voll.

Ganz zu schweigen von mehrfacher Pflege und einigen Kilos die ich gehoben, geschoben, gezogen, gerollt oder per Lifter bewegt hatte. Fragen beantwortet, mich mit Technick befasst, Telefonate angenommen und geführt, getröstet und bespaßt hatte.

Wie habe ich es dann noch hinbekommen, 1 Stunde, zuhause meinen eigenen Haushalt zu schmeissen? Und das dann erst gegen 21:40 Uhr, als ich zuhause war? Weiß ich nicht.

Heute habe ich frei.

Morgen geht es dann zum Nachtdienst. Ich bin gespannt. Ob ich diesmal schlafen kann? Man wird sehen.

Mir macht die Arbeit mit Menschen mit Behinderung wirklich Spaß. Aber der Schichtdienst setzt mir langsam zu.

Hoffentlich kommt nächste Woche das Einladungsschreiben. Für die Stelle als Gruppenleitung in einer Werkstatt. Wie schön wäre es, wieder geregelte Arbeitszeiten zu haben.

Ach wie schön ist Panama.

 

Feiertagsdienst

Wie ich diesen heutigen Feiertag verbrachte? Ist das gerade wirklich der Rede wert? Nun ja, vielleicht schon. Ich verbrachte kurzum den Tag heute beim Arbeiten. Auch wenn ich den Tag heute Wettertechnisch weitaus lieber lesend auf dem Sofa verbracht hätte. Aber, wie sage ich so gerne, die Leute mit denen ich arbeite sind auch am Wochenende und an Feiertagen behindert.

Positiv an der ganzen Kiste ist natürlich der Feiertagszuschlag, den ich dafür bekomme, dass ich heute arbeiten war. Erinnere mich da gerade an die eine Story von vor kürzlich. Die tatsächlich so geschah. Fragte mich ein Bewohner, warum ich mehr Geld bekomme, wenn ich am Feiertag zu ihnen in die WG zum Arbeiten komme. Konnte das irgendwie nicht so ganz verstehen warum das so ist. Vielleicht wollte er es auch nicht. Bin ja immer noch der Meinung, dass er es unfair fand, dass ich für Feiertag und Wochenende arbeiten, als ausgleich (das ich nicht frei habe wie er) Geld bekomme. Und das auch noch zusätzlich zu dem was ich sowieso schon bekomme. Aber gut.

Irgendwie, hat mich der heutige Arbeitstag schon ziemlich geschlaucht. Bin es eigentlich eher gewöhnt, dass ich maximal 5 Stunden pro Schicht arbeite. Wenn dann aber so ne ganztages Schicht kommt, ist das immer ziemlich heftig. Bin es einfach nicht mehr gewohnt 8 oder 9 Stunden zu arbeiten pro Schicht. Und heute lief alles wieder mal ganz anders.

Kaum das ich die WG betrat, wurde mir offenbart, dass ein Bewohner gleich mit dem Sanka abgeholt wird. Weil er ins Krankenhaus muss. Prima, ist innerhalb von einem Jahr bereits das zweite mal, dass ich Mittags zum Dienst auftauche und ein Bewohner ins Krankenhaus gebracht wird. Ich eine heillose Situation aufzufinden scheine, mit aufgewühlten und aufgelösten Kollegen. Alles drunter und drüber zu gehen scheint. Und da soll dann noch irgendwer einen Plan bekommen und durchblicken. Und dann noch Ruhe bewahren. Bewohner inklusive Kollegin wurde dann also abgeholt.

Diese also weg, mussten nun die anderen noch bekocht werden. Beim Mittagessen wurde mir dann erst einmal erklärt, dass sämtliche Abmachungen die wir eigentlich bereits vor eine Woche getroffen hatten eben ma über Bord geworfen wurden. Mittagessen war nicht, stattdessen wurde ein Ausflug unternommen. Natürlich nur mit ausgewählten Bewohnern und wieder die selben saßen zu Hause.

Während die anderen bereits unterwegs waren und ihren Spaß hatten, saßen ich und meine Kollegin mit dem Rest vom Schützenfest zu Hause und warteten auf den Anruf der Kollegin im Krankenhaus, welcher auch prompt eintrudelte. Dieser bescherte mir heiteres gerenne um Kleidung und Pflegeartikel zusammen zu suchen, damit der Bewohner für den nächtlichen Überwachungsaufenthalt, ausgerüstet ist.

Verbrachte daraufhin noch ziemlich lange im Krankenhaus, bis wir gehen konnten. So kann man seinen Dienst und den Feiertag auch vorbei bringen, wenn man das möchte. In dem man im Krankenhaus herumrennt. Menschen den Bewohner erklärt und zurück in der WG nochmal mit der diensthabenden Schwester Telefoniert.

Bin nach wie vor davon überzeug, dass das Krankenhaus mit Menschen mit Behinderung total überfordert ist. Wäre dafür, dass die dort Arbeitenden Menschies, sich im Bereich Behindertenversorgung fortbilden müssen. Damit sie den Umgang mit diesen auch beherrschen. Kommt es schließlich oft genug vor, dass auch Menschen mit Behinderung mal in ein Krankenhaus müssen.

Tagebuchreihe 13 Tage Woche: Tag mir egal

Bericht fasst Tag 8 und 9 zusammen. Wie man mich gerade beschreiben könnte? Ein wandelnder Zombi trifft es wohl gerade ganz gut. Schlurf, tapp. Motivation in Afrika abgegeben, hole sie irgendwann in nächster Zeit mal wieder ab. Fraglich ist nur ob sie mit kommt. Weiß ich noch nicht so genau. Wird sich Zeigen.

Tja, was soll ich schon erzählen. Außer das sich mein gestriger Arbeitstag auf zwei Teile aufgesplittet hat. Frühdienst nach der Nacht, gegen halb 11 ausgestempelt. Auf dem Sofer vor mich hin geschimmelt. Danach kurzer Abstecher im Stall. Reiten leider nicht geklappt,Mausi gings gestern nicht so. Oder es war ihr einfach zu warm.

Ich selbst komplett übernächtigt, abends wieder in der Arbeit aufgeschlagen. Trotz Schlafdefizit der Versuch, Bewohner zu belustigen. Ist ehrlich gesagt garnicht so einfach. Gerade dann nicht wenn man die Berge an Arbeit sieht, die man aufgebrummt bekommt. Man hat als Nacht ja nichts zu tun. Nein. Könnte man mit offenen Augen schlafen hätte ich das wohl getan.

Kommen wir nun zu heute, Tag 9. Trotz wecker, hatte ich irgendwie heute morgen verpennt. Zum Glück war ich ja scho in der Arbeit und konnte somit nicht zu spät kommen. Hätte mich des frühen Morgens, als ich das erste mal wach war, nicht nochmal hinlegen dürfen. Muss jedoch sagen, dass ich letzte Nacht mehr schlief als zuvor. Irgendwie hat sich mein Körper dennoch das geholt was er meinte zu brauchen. Glaub ich.

Heute morgen noch den Frühdienst runter gerissen und jetzt.Jetzt bin ich glücklicher Sofa lieger. Morgen gehts nochmal ran. Prooooooost.

Tagebuchreihe 13-Tage-Woche: Tag 7

Tag 7

Auch wenn es schon der 11.09. ist, spreche ich nach wie vor eigentlich noch vom 7 Arbeitstag. Denn Tag Nummer 8 beginnt eigentlich erst mit dem Frühdienst, beziehungsweise später dann mit der zweiten Nacht. Was eigentlich in diesem Fall die dritte innerhalb von einer Woche ist. Das kann man jetzt glauben, ob man will oder auch nicht.

Obwohl ich vollkommen im Eimer bin, sitze ich immer noch hier und kann nicht schlafen. Bin wach. Trotz ruhe im Haus und laufendem TV. Eigentlich ist Fernsehen so meine Geheimwaffe um mich zum Schlafen zu bekommen. Aber heute will es nicht so ganz klappen.

Hatte ich ja heute recht viel Zeit, bis ich zum Arbeiten durfte. Allerdings verschlief ich sehr viel davon. Bis ca 10:30 Uhr. Ganz zu schweigen davon, dass ich wieder mal lange brauchte um in die Puschen zu kommen. Dementsprechend düste ich dann Mittags gleich in die Reitstunde. Die mich ein Stückweit wieder auf den Damm brachte. Mich kurzzeitig mal abschalten ließ. Aber wirklich nur für eine kurze Zeitspanne.

Nach der Stunde und dem allgegenwärtigen Kaffeeklatsch danach, kam ich etwas ins Rödeln. Musste mich schließlich noch umziehen und meine Sachen für die Nacht holen. Demnach machte ich nur einen kurzen Abstecher bei meinen Tierchen beim Elternhaus. Reitsachen umziehen, Mausi und Bubi kurz kuscheln und dann wieder weiter.

Hier war dann der Punkt erreicht, der mich dann zum Explodieren brachte. Mein Dad meinte nur knapp zu mir „Bist gerade aber nicht ganz fit und auch nicht gut drauf oder?“ Was mich wiederum dazu veranlasste, in säuerlichem Ton von mir zu geben, dass es tatsächlich so ist. Wie sollte es denn auch sein, wenn man inzwischen den 7 Tag Arbeit antritt und immer noch 6 Tage vor sich hat. Man wiederholt der Pfosten ist, der so lange durcharbeitet und es mich einfach nur annervt. Und dann soll man immer noch grinsend in der Gegend rumspringen und gute Laune haben.

Bedankt hat sich dafür auch noch keiner bei mir. Man nimmt es so hin und macht nichts. Die anderen haben da ja auch leicht reden, scheint keiner mehr als 4 oder 5 Tage am Stück zu arbeiten. Vielen Dank auch. Es stinkt mir im Moment einfach.

Als ich heute dann in der Arbeit aufschlug, hing ich eigentlich nur noch da wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Macht mir mein Gesundheitszustand gerade wieder etwas zu schaffen. Besser gesagt mehr als zuvor.

Fasse mich jetzt einfach kurz, nachdem ich eigentlich noch duschen möchte.

Ich werde morgen die Reißleine betätigen und mich beim Frühdienst krank melden mit der Bitte für mich einen ERsatzt für den Nachtdienst zu suchen. Montag werde ich dann zum Hausarzt gehen bzw. zu dessen Vertretung und mich krankschreiben lassen.

Tagebuchreihe 13-Tage-Woche: Tag 6

Einleitung

Tag 6 habe ich nun erfolgreich hinter mich gebracht. Allerdings merke ich mittlerweile, dass ich einfach komplett ausgelaugt bin. Die Vorstellung dass ich noch weitere 7 Tage vor mir habe macht es, ehrlich gesagt, nicht sehr viel besser. Zumal immer wieder die Worte eines Kollegen in meinem Kopf wiederhallen. „Schönes frei.“ „Hab nicht frei, hab bis 1 Fortbildung.“ „Ja mai, dass ist fast das selbe. Machst ja nix.“

Die Frage nach dem Frei

Es ist eben nicht das selbe. Frei und Fortbildung. Niemals. Hat für mich nicht wirklich etwas miteinander gemein. Nicht mal ansatzweise und auch nicht wenn man es wollte. Auch wenn ich am  Tag der Fortbildung nicht in der Arbeit bin. Dennoch muss ich morgens aufstehen, damit ich pünktlich da bin. Muss Zuhören. Mich konzentrieren und auch praktisch etwas tun. Auch wenn es nur 4 Stunden waren. Aber frei, ist das für mich nicht.

Die abhanden gekommene Motivation 

Meine Motivation ist aktuell weg. Sie ist im Urlaub, so scheint es mir zumindest. Eine wirkliche Erholung tritt auch nicht ein. Habe ich auch gar keine Chance dazu, mich zu erholen. Wie denn auch,wenn ich keinen einzigen Tag frei habe. Selbst zum Reiten muss ich mich im Moment zwingen und mehrfach überreden. Obwohl Reiten meine Leidenschaft ist. Aber es erst mal bis aufs Pferd zu schaffen, scheint mir im Moment ein richtiger Kraftakt zu sein. Selbst für eine Reitstunde, habe ich aktuell kaum Ambitionen. Kann man sich das vorstellen?

Die nicht eingehaltene Abmachung

Allgemein zieht es mich einfach nur noch runter. An die eigentliche Abmachen, die ich einst mit den Dienstplanschreiber ausgemacht hatte, wird sich neuestem auch nicht mehr gehalten. War die eigentliche Abmachung, dass ich Doppelnächte mache, allerdings nur unter der Bedingung, dass ich danach zwei Tage frei habe. Der Tag an dem ich aus der Nacht komme, nicht eingerechnet. Denn am Tag nach der Nacht, mache ich schließlich auch den Frühdienst mit. Was wiederum bedeutet, dass dies kein freier Tag ist. Allerdings scheint man es im Moment nicht als nötig zu sehen, dies einzuhalten.

Einfach mal weg

Möchte im Moment, am liebsten einfach nur noch weg. Habe keine Lust mehr. Dieses ewige geschichte abzuziehen. Ganz zu schweigen von den Nachtdiensten. Die Nachtdienste sind eigentlich das Schlimmste an der ganzen Geschichte. Kann diese einfach nicht sonderlich gut ab. Trotzdem habe ich diesen Monat geschlagene 5 dieser Sorte.

Mangelnde Motivation

Werde mich trotz mangelnder Motivation, doch in den Stall bewegen. Dort zumindest ausmisten und Futter herrichten. Danach werde ich wohl ein bisschen das Sofa hüten. Vielleicht noch in die Sauna gehen um mich wenigstens ein bisschen zu erholen. Obwohl ich bezweifle, dass es klappt. Auch wenn ich es wollte.

Ideenfreiheit 

Habe im Moment einfach keine Idee, wie ich mich dem ganzen einfach mal entziehen könnte. Würde am liebsten einfach mal eben alles hinschmeißen und für ein paar Wochen herumreisen und mich erholen. Hätte aber dann noch ein schlechteres Gewissen gegenüber meinem Pferd, welches ich sowieso schon habe, weil ich zur Zeit kaum zum Reiten komme. Auch wenn ich beinahe täglich im Stall bin.

Noch nicht beim Arzt gewesen

Beim Arzt war ich nach wie vor immer noch nicht. Auch wenn ich mich wohl besser hätte krankschreiben lassen. Allerdings bin ich, wie ich glaube ich schon mal erwähnt hatte, ziemlich eigen was Ärzte angeht. Möchte ich nicht zu einem x beliebigen Arzt hüpfen. Habe manchmal das Gefühl, dass mich nicht alle Ärzte verstehen und ich mich nicht allen anvertrauen kann oder es vielleicht auch nicht will. Bin ja eh ein Mensch, der nicht jedem vom Fleck weg vertraut. Zu Anfang immer erst misstrauisch ist. Sich das ganze lieber erst mal aus der Entfernung ansieht. Über diesen Zufallsfund berichte ich aber lieber seperat. Wird glaube ich sonst zu viel.

Etwas meckern zum Schluss noch:

Ich habe keine Lust mehr. Und ich habe von einer Stelle auch eine Absage kassiert. Eine Stelle die mich mal richtig interessiert hätte. Arbeit mit Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft. Also mit Tieren und Menschen mit Behinderung. Das wäre mal richtig cool gewesen. Habe gestern den Anruf bekommen, dass die Stelle leider schon besetzt ist. Habe mich etwas geärgert, weil ich mich zu spät beworben hatte. Die Stelle zu spät entdeckt hatte. Meine Bewerbung wird dennoch behalten. Werde dann angeschrieben, sollte sich eine Stelle auftun die zu mir passen würde.

Gestern habe ich übrigens meine Vertragsverlängerung unterschrieben. Wieder nur auf 1 Jahr befristet. Danach heißt es darum bangen, ob ich einen Unbefristeten Vertrag bekomme oder gegangen werde. Prima. Aber fürs nächste Jahr bin ich erst mal abgesichert.